Alzheimer
Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für innere Medizin)Alzheimer, Alzheimer-Krankheit oder Morbus Alzheimer sind Bezeichnungen für eine ausgeprägte und typische Erkrankung des Alters. Je älter Menschen werden desto höher die Chance an dieser Krankheit zu erkranken. Typische Zeichen für Alzheimer sind Gedächtnislücken, Persönlichkeitsveränderungen und eine allgemeine Abnahme der geistigen Leistungsfähigkeit.
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Definition Alzheimer
Für Alzheimer sind auch die Bezeichnungen Demenz vom Alzheimer-Typ (Alzheimer-Demenz) sowie Morbus Alzheimer geläufig. Alle Begriffe haben jedoch gemeinsam, dass es sich bei dieser Erkrankung um den Verfall der geistigen Leistungsfähigkeit handelt. Zudem zeichnet sich Alzheimer durch eine Gedächtnisschwäche aus. Diese nimmt im weiteren Krankheitsverlauf zu und führt letztendlich zum völligen Verlust der Persönlichkeit und Urteilsfähigkeit.
Ursachen für Alzheimer
Hierzu zählen zum Beispiel:
- im Laufe des Lebens schwerere Hirnschädigungen
- starker Nikotingenuss
- ungesunde Ernährung
An Alzheimer kann im Grunde jeder Mensch erkranken. Das Risiko steigt jedoch mit zunehmendem Alter. Einige Faktoren können durch eine gesunde Lebensweise jedoch ausgeschlossen werden.
Neuesten Studien¹ zufolge sind besonders Raucher hochgradig gefährdet, an Alzheimer zu erkranken. Sowohl bei Langzeitrauchern, als auch bei ehemaligen Rauchern konnten diese negativen Folgen auf das Gehirn festgestellt werden. Das Risiko an Alzheimer zu erkranken, ist bei Rauchern doppelt so hoch, wie bei Nichtrauchern. Weiterhin lassen die geistigen Fähigkeiten von Rauchern bereits ab dem 50. Lebensjahr stark nach, während bei Nichtrauchern erst 20 Jahre später eine signifikante Einschränkungen der geistigen Aktivitäten zu beobachten ist.
¹ Whitehall-II-Studie des University College London 2012
Symptome
- Gedächtnislücken
- Sprachstörungen
- Persönlichkeitsstörung
- Müdigkeit
- Stimmungsschwankungen
- Geringe Belastbarkeit
Krankheitsverlauf Alzheimer
1. Phase: In der frühen Phase der Erkrankung fühlen sich die Patienten oft müde, antrieb- und kraftlos. Sie leiden unter Gemütsschwankungen und verlieren an Spontanität. Es zeigen sich erste leichte Gedächtnisstörungen. Zudem reagieren die Erkrankten langsamer und schrecken vor Neuem zurück. Dennoch sind die Betroffenen in diesem Stadium nur leicht in ihren Aktivitäten beeinträchtigt. Ein selbständiges Leben ohne Hilfe ist noch möglich.
2. Phase: Alzheimer Erkrankte können nur noch eingeschränkt ihren Alltag bewältigen.
- geistiger Verlust nimmt zu
- vermehrtes Auftreten von Verhaltensänderungen, Sprachschwierigkeiten und Vergesslichkeit
- Gedächtnisverlust schreitet fort
- eventuell auftretende Wahnvorstellungen
- Erkennungsstörungen
- Schwierigkeiten bei der Ausführung einfacher Tätigkeiten, zum Beispiel im Haushalt
- Vernachlässigung der Hygiene
Bereits in diesem Stadium ist Hilfe durch Pflegepersonal oder Angehörige sinnvoll und notwendig. Es sollte darauf hingearbeitet werden, dass die Alzheimer Erkrankten Tätigkeiten im Alltag möglichst lange selbständig durchführen können.
3. Phase: In diesem Stadium ist die Krankheit soweit fortgeschritten, dass die Erkrankten auf ständige Pflege und Hilfe angewiesen sind. Der Krankheitsverlauf ist im dritten Stadium gekennzeichnet durch:
- Gedächtnis- und Sprachzerfall
- vollständiger Verlust der Alltagskompetenz
- Erkennungsstörungen auch bei nahen Bezugspersonen
- Schwierigkeiten beim Essen und Schlucken
- Blasen- und Stuhlinkontinenz
In dieser letzten schweren Phase verfügen Alzheimer Erkrankte meist nur noch über die angeborenen Reflexe. Dies bedeutet, dass Instinkt und Gefühle vorhanden sind. Eine liebe- und verständnisvolle sowie fürsorgliche Pflege trägt sehr zum Wohlbefinden der Patienten bei, so dass sich diese dennoch glücklich und geborgen fühlen.
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Behandlung von Alzheimer
Um Alzheimer jedoch effizient zu behandeln, ist eine Kombination aus medikamentöser und nichtmedikamentöser Behandlung notwendig. Nicht medikamentöse Maßnahmen haben immer das Ziel, die Selbständigkeit der Patienten so lange wie möglich aufrechtzuerhalten und somit die Pflegebedürftigkeit hinauszuzögern. Durch verschiedene Therapiemaßnahmen werden die Alzheimer Patienten geistig und körperlich gefördert. Jedoch ist die Alzheimer Krankheit bis heute nicht gänzlich heilbar. Man kann sie nur verlangsamen.
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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern
heike kommentierte am 26.04.2012 um 10:59 Uhr
Mein Kurzzeitgedächtnis reagiert verspätet. Ich nehme auch Medikamente: Eprosartan 600 mg und Amlodipin 5 mg. Kann dies schon die Alzheimer-Krankheit sein ? Was kann ich tun?
