Geringe Belastbarkeit

Eine geringe Belastbarkeit ist dann vorhanden, wenn psychische und/oder physische Belastungen des normalen Alltags nicht ohne grössere Anstrengung gemeistert werden können. In der Regel hängt eine geringe Belastbarkeit auch mit einer allgemeinen Schwäche zusammen. Sie kann aber auch als einzelnes Krankheitssymptom auftreten.

Inhaltsverzeichnis

Definition Geringe Belastbarkeit

Die geringe Belastbarkeit eines Menschen kann an verschiedenen Maßstäben gemessen werden. Es gibt Erkrankungen, die eine extrem geringe Belastbarkeit der betroffenen Patienten bewirken, weswegen sie nicht mit gesunden Menschen verglichen werden, um den Grad festzustellen.

Daneben ist es aber auch möglich, erst durch die Entwicklung einer Erkrankung eine geringe Belastbarkeit zu entwickeln. Zur Diagnose wird in solchen Fällen ermittelt, wie viel der ursprünglichen Belastbarkeit eingebüßt wurde. Als gering belastbar gilt ein Mensch, der entweder körperlich oder psychisch herausfordernde Situationen nur noch mit großem Kraftaufwand oder gar nicht mehr bewältigen kann.

Ursachen für Geringe Belastbarkeit

Die Ursachen für eine geringe Belastbarkeit sind vielfältig. In der Regel ist der Mensch weniger belastbar, wenn er durch Krankheiten geschwächt ist. Aber auch Übergewicht und psychische Störungen können zu einer geringen Belastbarkeit im Alltag führen. Einen grossen Anteil haben aber auch Herzkrankheiten, die ebenso für eine geringe Belastbarkeit sorgen.

Eine psychisch geringe Belastbarkeit kann viele verschiedene Ursachen haben. Um den genauen Grund zu ermitteln, muss zunächst genauer analysiert werden, in welchen Situationen der betroffene Patient eine geringe Belastbarkeit zeigt. Allgemein auftreten kann sie bei Depressionen oder einem sich ankündigen Burnout-Syndrom. Denkbar sind aber auch andere psychische Erkrankungen, die nur einen Teil der Psyche betreffen und dafür sorgen, dass er nur noch wenig belastbar ist.

Eine körperlich geringe Belastbarkeit äußert sich beispielsweise darin, dass der Patient beim Sport oder bei der Bewegung übermäßig starke Belastungssymptome zeigt oder sehr empfindlich auf gewisse Stoffe reagiert. Die Leistungsfähigkeit nimmt ab und der Patient empfindet Schwächegefühle. Dies kann an einer Erkrankung des Magen-Darm-Traktes liegen, durch den die Nahrung nicht richtig verdaut werden kann - Ursache ist dann die Mangelernährung.

Raucherhusten oder kurzfristige Bronchitis vermindern die Atmungsfähigkeit. Krebs kann eine allgemein verringerte Belastungsfähigkeit auslösen, da er die bekannte Krebsmüdigkeit mit sich bringt. Auch alte Verletzungen können die körperliche Belastbarkeit dauerhaft beeinträchtigen.

Krankheiten mit geringer Belastbarkeit

Behandlung von Geringer Belastbarkeit

Geringe Belastbarkeit durch saisonal bedingte Krankheiten, wie Angina tonsillaris oder Erkältung verschwindet in der Regel mit der Krankheit. Auch der Gewichtsverlust durch und Ernährungsumstellung bei Übergewicht führen wieder zu einer höheren Belastbarkeit. Bei Herzkrankheiten und psychisch bedingten Krankheiten kann nur eine ärztliche Therapie zur allgemeine Genesung führen.

Eine psychisch bedingte geringe Belastbarkeit muss somit immer durch den Psychologen behandelt werden. Sie signalisiert ein fortgeschrittenes Stadium der zugrundeliegenden Erkrankung und gilt als Symptom, das die Lebensqualität des Patienten stark einschränkt. Hilfreich sind vor allem gesprächstherapeutische Ansätze, um die zugrundeliegenden Problemquellen gemeinsam mit dem Patienten zu analysieren. Darauf aufbauend wird die weitere Behandlung entworfen, die auch medikamentös sein kann.

Eine geringe Belastbarkeit durch verschiedene Erkrankungen lässt sich nur dann wirksam behandeln, wenn der Zustand akut und nicht chronisch ist. Es handelt sich dabei immer um eine symptomatische Behandlung, da geringe Belastbarkeit nicht alleine auftritt. Bei kurzzeitiger verringerter Belastbarkeit, beispielsweise durch eine Grippe oder Bronchitis, ist Schonung das Mittel der Wahl. Schwere oder chronische Erkrankungen werden hingegen eher separat therapiert, als dass die Belastbarkeit behandelt wird. Nur dann, wenn sie zur Last wird oder sich lebensbedrohlich entwickeln könnte, wird sie eigenständig behandelt. Beim Raucherhusten hilft im Fortgeschrittenen Stadium beispielsweise die Gabe von Sauerstoff, sie kann den Zustand sogar reversibel machen.

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Vorbeugung von Geringer Belastbarkeit

Einer geringen Belastbarkeit kann man weder psychisch noch körperlich wirksam vorbeugen. Hilfreich ist es aber, sich allgemein um gute Gesundheit zu bemühen, indem man beispielsweise regelmäßig Sport treibt, sich gesund ernährt und dafür sorgt, dass man ausreichend Entspannung bekommt. Das stärkt das Immunsystem und sorgt auch für eine gesunde Psyche. Bei den geringsten Anzeichen einer verringerten Belastbarkeit sollte man sich sofort an den Arzt wenden, da er dadurch schlimmere Erkrankungen frühzeitig erkennen kann. Dadurch wirkt sich die geringe Belastbarkeit nicht so stark aus.

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