Blutvergiftung

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 16. August 2017
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Bei einer Blutvergiftung beziehungsweise Sepsis kommt es zu einer Infektion, die sich über das Blut bzw. Blutbahnen im ganzen Körper ausbreitet und weitere innere Organe so nachhaltig schädigen kann. Eine ärztliche Behandlung ist bei Blutvergiftung dringend notwendig.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Blutvergiftung bzw. Sepsis?

Eine Blutvergiftung ist eine Infektionskrankheit. Die Blutvergiftung wird auch als Sepsis bezeichnet. Tritt eine Blutvergiftung in Erscheinung, so ist diese nicht nur lokal, sondern sie weitet sich über den gesamten Körper aus. Durch die Verbreitung im Körper kann eine Blutvergiftung sehr gefährlich werden und für massive Schäden sorgen. Vor allem die zahlreichen Organe im Körper können durch eine Blutvergiftung geschädigt werden.

Bei der Blutvergiftung unterscheidet man zwischen mehreren Ausprägungsformen. Man unterteilt in eine normale Blutvergiftung (Sepsis), eine schwere Sepsis und einen Septischen Schock. In der Vergangenheit wurde die Blutvergiftung nicht nur als Sepsis bezeichnet, sondern auch als Wundfäule, da die meisten Blutvergiftungen auf mangelnde Hygiene zurück geführt werden konnten. Viele Personen gehen davon aus, das sich eine Blutvergiftung in Form eines roten Strichs erkenntlich zeigt, der in die Richtung des Herz wandert.

Dies ist jedoch nur bedingt richtig. Der rote Strich wird nur bei der Lymphangitis deutlich, welche auch fälschlicher Weise auch als eine Blutvergiftung bezeichnet wird. Die Heilungschancen bei der Lymphangitis sind in der Regel besser als bei einer herkömmlichen Blutvergiftung, bei der die Heilung sehr kompliziert sein kann. In manchen Fällen kann aus einer Lymphangitis auch eine Blutvergiftung entstehen, wenn es bei der angesprochenen Lymphangitis zu Komplikationen kommt.

Ursachen

Eine Blutvergiftung kann diverse Ursachen haben. In den meisten Fällen sind Bakterien, Viren oder aber auch Pilze im Körper für eine Blutvergiftung verantwortlich.

Ist der Körper nicht in der Lage diese Infektion mit Antikörpern bzw. dem eigenen Immunsystem zu bekämpfen, kann sich die Infektion über den ganzen Körper über die Blutbahnen verteilen.

In den meisten Fällen sind bestimmte Infektionskrankheiten für eine Blutvergiftung verantwortlich. So zum Beispiel auch eine Lungenentzündung, Wundinfektionen oder eine Katheterinfektionen.

Typische Symptome & Anzeichen

Krankheitsverlauf

Blutvergiftung Sepsis

Der Krankheitsverlauf bei einer Blutvergiftung ist meistens identisch. Daher kann man die Krankheit optimal mit diversen Antibiotika behandeln. Eine Blutvergiftung wird in den meisten Fällen jedoch erst zu spät erkannt.

Der Verlauf endet daher oftmals mit dem Tod, da das Blut innerhalb eines Tages mehrmals durch den gesamten Körper, so auch durch die Organe, läuft bzw. fließt.

Schon nach wenigen Stunden sind die lebenswichtigen Organe, wie zum Beispiel die Lunge, das Herz oder auch die Leber befallen. Nachdem die Organe mit dem verunreinigten Blut versorgt wurden, kommt es infolge zu einem Kreislaufschock, einem Nierenversagen und auch zu einem versagen der Lunge sowie auch der Leber.

Komplikationen

Eine Sepsis führt unbehandelt zum Tode, wobei die Wahrscheinlichkeit dafür mit jeder Stunde um einen Prozent steigt. Dies ist besonders deshalb gefährlich, weil die Symptome nicht schnell genug richtig eingeschätzt und falsch zugeordnet werden. Je nach betroffenem Organ können örtliche Komplikationen, wie Abszesse, auftreten. Im Falle des Zentralen Nervensystems entsteht so auch eine Meningitis (Hirnhautentzündung).

Kommt es im Krankheitsverlauf zu einem septischen Schock, bei dem der Kreislauf versagt und die Organe nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt werden, steigt die Gefahr für das eigene Überleben erheblich. Ob eine solche Reaktion eintritt, ist zum einen von der Schwere der Blutvergiftung und zum anderen vom rechtzeitigen ärztlichen Eingreifen abhängig. Beides wirkt sich auch auf Folgeschäden nach der Behandlung aus.

Noch Monate später können Betroffene unter Nervenschäden, Muskelschwäche oder Bewegungsstörungen leiden. Zudem sind wegen der erhöhten psychischen Belastung Depressionen und andere Erkrankungen möglich. Kompliziert wird es außerdem, wenn nicht gleich das richtige Antibiotikum gefunden werden kann.

Dafür muss die Infektionsquelle mit dem entsprechenden Erreger ausfindig gemacht werden, um auf das wirksamste Medikament zurückgreifen zu können. Außerdem müssen dabei mögliche Resistenzen beachtet werden, da bestimmte Bakterien auf häufig verwendete Antibiotika nicht mehr ausreichend ansprechen.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Eine Blutvergiftung, auch Sepsis genannt, darf nicht unterschätzt werden. Bleibt eine Sepsis unbehandelt, kann sie außer Kontrolle geraten. In solchen Fällen besteht akute Lebensgefahr.

Ursache für eine Blutvergiftung ist immer eine vorangegangene Infektion. Offene Wunden, Lungenentzündung oder auch eine Blinddarmentzündung können Auslöser für eine Blutvergiftung sein. In der Regel schafft es ein gesundes Immunsystem, die in den Körper gelangten Krankheitserreger zu bekämpfen und die Infektion heilt aus. Gelingt es dem Immunsystem nicht, die Krankheitserreger in Schach zu halten, gelangen diese in den Blutkreislauf. Es ist also wichtig eine Infektion immer vom Arzt behandeln zu lassen, um das Risiko einer Sepsis zu minimieren. Kommt es dennoch zu einer Blutvergiftung, muss diese im Krankenhaus behandelt werden. Dort wird mittels Bluttests der Erreger ausfindig gemacht. So kann der behandelnde Arzt das passende Antibiotikum verabreichen. In schweren Fällen einer Sepsis werden außerdem der Kreislauf und eventuell angegriffene Organe mit entsprechenden Medikamenten unterstützt.

Sich sicher vor einer Blutvergiftung zu schützen, ist nicht möglich. Das Risiko, dass sich Infektionen im Körper ausbreiten, ist bei einem intakten Immunsystem jedoch deutlich geringer. Eine gesunde Ernährung und Sport unterstützen die körpereigenen Abwehrkräfte, damit eine Blutvergiftung gar nicht erst entsteht.

Behandlung & Therapie

Eine Blutvergiftung kann auch therapiert bzw. behandelt werden. In den meisten Fällen geschieht dies mit Antibiotika. Darüber hinaus können aber auch Methoden wie zum Beispiel Beatmung, Nierenersatzverfahren (Dialyse, Hämofiltration), Schockbehandlung, künstliche Ernährung mit Insulinzugabe, oder Ersatz von Blutzellen und Blutstoffen helfen.

Um einer Blutvergiftung und dem zumeist unglücklichen Verlauf vorzubeugen, kann man sich regelmäßigen Tetanus-Impfungen unterziehen oder aber auch auf ein intaktes Immunsystem achten. Ist das Immunsystem gesund und stabil, so ist der Körper für fremde Erreger nicht so leicht zugänglich und kann diese aktiv bekämpfen. Das Immunsystem kann zum Beispiel durch eine gesunde Ernährung, sowie auch viel Sport gestärkt werden. Auch sollte man im Fall einer Infektionserkrankung sofort einen Arzt aufsuchen um den Ausbruch einer Blutvergiftung zu verhindern.

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Das können Sie selbst tun

Bei dem Verdacht auf eine Blutvergiftung sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Gegen die Begleitsymptome einer Blutvergiftung helfen verschiedene Hausmittel. Wirksam ist etwa ein Sud aus Meisterwurz, Arnika, Angelika und Bibernelle, der über den Tag verteilt in kleinen Schlucken eingenommen wird. Akut hilft auch Knoblauchsaft, der auf die frische Wunde aufgetragen wird und die Bakterien rasch abtötet. Ebenso können Aloe Vera und der Saft der Ringelblume eine beginnende Entzündung verhindern.

Sollte es allerdings bereits zu einer Blutvergiftung gekommen sein, muss ein Mediziner eingeschaltet werden. Bis zum Arztbesuch können mögliche Ursachen für die Sepsis ermittelt und in einem Krankentagebuch festgehalten werden. Anschließend muss der Auslöser durch den Einsatz von Antibiotika behandelt werden. Ergänzend dazu sollte viel und regelmäßig getrunken werden, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Mitunter ist auch die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln und blutzuckersenkenden Medikamenten sinnvoll.

Das wirksamste Hausmittel ist Schonung und Bettruhe. Betroffene sollten außerdem nur leichte, eiweißreiche Nahrungsmittel verzehren, etwa Gemüsebrühe, gedünstetes Gemüse oder Salat. Je nach Schwere der Blutvergiftung kann die Therapie entweder zu Hause oder auf der Intensivstation erfolgen.

Bücher über Blutvergiftung & Sepsis

Quellen

  • Grüne, S., Schölmerich, J.: Anamnese, Untersuchung, Diagnose. Springer, Heidelberg 2007
  • I care Krankheitslehre. Thieme, Stuttgart 2015
  • Piper, W.: Innere Medizin. Springer, Berlin 2013

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

sofia 12 kommentierte am 19.05.2015 um 23:12 Uhr

Gestern wurde ich von einer fremden Katze in den Oberschenkel gekratzt. Ich habe es gleich desinfiziert. Zudem bekam ich eine Tetanusauffrischung vor 9 Monaten. Jetzt ist die Stelle nur drumherum etwas getötet. Muss ich Angst haben, dass es eine Blutvergiftung ist oder wird?

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