Krebs

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 1. August 2017
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Die schon umgangssprachlich gewordene Bezeichnung Krebs oder Krebserkrankung, die insbesondere im Bereich sowohl der Human- als auch der Veterinärmedizin eine wichtige Bedeutung erlangt hat, ist ein übergeordneter Begriff.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Krebs?

Hinter diesen Sammelbezeichnungen Krebs bzw. Krebserkrankungen verbergen sich Neuentstehungen körpereigener und entarteter Zellen, die jedoch von einer Bösartigkeit, einer krankmachenden Wirkung, gekennzeichnet sind.

Die Neubildung dieser aggressiven und bösartigen Zellen kommt in jedem Organ und in jeder Gewebsart des Organismus vor und zeichnet sich spezielle Eigenschaften aus.

Wenn Menschen von Krebs sprechen, dann meinen sie damit, dass sich die zu einer späteren Geschwulst ausprägenden körpereigenen Zellen nicht kontrolliert teilen und die angrenzenden gesunden Gewebe zerstören.

Ursachen

Grafische Illustration und Infogramm einer typischen Krebszelle.

Die Ursachen von Krebs sind enorm vielschichtig und leider noch nicht restlos erforscht. Die trifft nicht nur für die Ursachen, sondern auch für die sogenannten krebsauslösenden Faktoren zu. Generell wird bei den Ursachen von Krebs davon ausgegangen, dass es sich sowohl um innere als auch äußere Faktoren und Auslöser handelt, die entweder einzeln oder in Kombination zu Krebs führen.

Ein unkontrolliertes und entartendes Wachstum von Körperzellen kann auf der Basis von ungesundem oder verändertem genetischem Material erfolgen. Die Ursachen, die zu einem abnormen Erbmaterial beitragen, sind ebenfalls sehr vielgestaltig und können auch durch Einwirkungen aus der Umwelt beiinflusst werden.

Zu den äußeren und umweltbezogenen Einflüssen von Krebs gehören neben den Umweltgiften wie Asbest oder verschiedenen kanzerogenen Chemikalien die radioaktive Strahlung, die Krebs hervorrufen kann. Diese Gifte können sich in oder an der Nahrung, im Wasser oder in der Luft befinden und durch unterschiedliche Wege in den Organismus gelangen. Verschiedene krebsauslösende Arzneimittel können ebenfalls die Entstehung von Krebs begünstigen.

Komplikationen

Da es sich bei Krebs um eine schwerwiegende Erkrankung handelt, die auch lebensbedrohlich sein kann, kann es im Verlauf der Krankheit immer wieder zu Komplikationen kommen. Da eine Krebserkrankung tödlich enden und zu vielfältigen Folgen im Körper führen kann, sollte jeder Tumor individuell von Fachärzten behandelt werden. Sowohl ohne als auch mit ärztlicher Behandlung kann es beim Patienten zu krebsbedingten Schmerzen im Körper kommen.

Viele Betroffene klagen im Zuge des Krankheitsverlaufes über Schwierigkeiten beim Atmen. Da der Krebs und seine Behandlung Einfluss auf die Darmtätigkeit haben, kann es zu Durchfall oder Verstopfung kommen. Oftmals weist der Gewichtsverlust von Betroffenen als erstes Symptom auf eine mögliche Krebserkrankung hin. Ein Teil der Krebspatienten leidet unter einer starken Auszehrung mit eingesunkenen Augen, erschlaffter Haut, hervorgetretenen Knochen und einem massiven Verlust an Fett- und Muskelmasse.

Im Zuge der Krebsbehandlung kommt es bei den Patienten oftmals zu Übelkeit. Die bei der Chemotherapie eingesetzten Zytostatika, aber auch eine umfangreiche Bestrahlung, können beim Betroffenen Unwohlsein, Übelkeit und Erbrechen hervorrufen. Kommt es zu Tochtergeschwülsten im Körper, können diese in anderen Organen Gewebe zerstören und zu Funktionsstörungen führen. Unter paraneoplastischen Syndromen versteht man Symptome in verschiedenen Organsystemen, wie zum Beispiel eine gestörte hormonelle Regulation des Wasserhaushaltes aufgrund eines Lungenkrebses.

Behandlung & Therapie

Lymphozyten sind Bestandteile des Blutes. Sie gehören zu den natürlichen "Killerzellen" sowie zu den weißen Blutkörperchen, den Leukozyten. Im Bild zerstören Lymphozyten Krebszellen. Weiß: Lymphozyten, Grün: Krebszellen. Klicken, um zu vergrößern.

Zur Behandlung von Krebs werden derzeit ganz verschiedene Verfahren eingesetzt, die sowohl unabhängig voneinander als auch gemeinsam durchgeführt werden. Kennzeichnend für die onkologischen Behandlungen sind neben der Chemotherapie eine Strahlenbehandlung mit radioaktiven Strahlen sowie der Einsatz krebszerstörender und wachstumshemmender Präparate, die auf der Basis von Hormonen arbeiten.

Einen großen Erfolg erzielen die Onkologen neben diesen Therapieformen ebenfalls mit dem Einsatz der operativen Methoden, bei denen das Krebsgewebe entnommen wird. In den überwiegenden Fällen werden bei der Bestätigung des Verdachtes, dass Krebs vorliegt, operative Eingriffe durchgeführt. Diese sind insbesondere dann erfolgreich, wenn sie frühzeitig vorgenommen werden. Außerdem werden innerhalb der Operationen auch die Metastasen entfernt.

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Vorbeugung

Um Krebs vorzubeugen, ist es sinnvoll, die eigene Lebensweise zu überdenken, auf ein optimales Körpergewicht zu achten sowie den Genuss von Nikotin einzustellen. Außerdem ist eine regelmäßige körperliche Ertüchtigung gut in Hinblick auf die Vorbeugung gegen Krebs. Einen ganz zentralen Stellenwert bei der Krebsvorsorge besitzen der Schutz gegen zu intensive und dauerhafte Sonneneinstrahlung sowie eine Umstellung der Ernähung.

Ratsam ist der Vorzug von pflanzlicher Kost gegenüber einer Reduzierung scharfer, fettreicher und stark gebratener tierischer Lebensmittel. Prophylaktisch gegenüber einer Entstehung von Krebs wirkt eine Verminderung alkoholischer Getränke auf ein möglichst niedriges Limit.

Nicht zu unterschätzen sind Krebsvoruntersuchungen. Diese beziehen sich unterschiedliche Krebsformen und gewinnen insbesondere ab einem bestimmten Lebensalter sowohl bei Frauen als auch bei Männern an Bedeutung. Dies betrifft die Mammografie zur Erkennung von Brustkrebs, Krebsvorsorgeuntersuchungen des Darmes sowie die Prostatauntersuchung. Im Laufe des Lebens ist es jedoch wichtig, auch auf äußerliche Körperveränderungen zu achten und eine Hepatitis B Impfung vorzunehmen.

Bücher über Krebs & Krebserkrankungen

Quellen

  • Pfeifer, B., Preiß, J., Unger, C. (Hrsg.): Onkologie integrativ. Urban & Fischer, München 2006
  • Preiß, J. et al.(Hrsg.): Taschenbuch Onkologie. Zuckschwerdt, München 2014
  • Sauer, R.: Strahlentherapie und Onkologie. Urban & Fischer, München 2009

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