Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen

Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für innere Medizin)

Schmerzhafte Beschwerden beim Wasserlassen (konnkret: Algurie - Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen) stellen für die Betroffenen eine starke Beeinträchtigung des Allgemeinbefindens dar und bedingen häufig einen großen Leidensdruck. Sowohl Frauen als auch Männer unterschiedlicher Altergruppen leiden unter diesen Symptomen.

Inhaltsverzeichnis

Definition Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen

In der Medizin sind Brennen und Schmerzen beim Wasserlassen unter der Fachbezeichnung Algurie zusammengefasst. Hinter diesem Begriff verbergen sich Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen sowohl vor, als auch nach der Entleerung der Harnblase.

Bei Brennen und Schmerzen beim Wasserlassen sind ausschließlich die ableitenden Harnwege sowie die Harnblase selbst involviert. Zu den ableitenden Harnwegen gehören die Harnröhre und der Harnleiter.

Der Begriff Algorie entstammt der grichischen Sprache und setzt sich aus algos dem Schmerz und ouron dem Harn zusammen.

Ursachen für Schmerzen beim Wasserlassen

Die Ursachen für Brennen und Schmerzen beim Wasserlassen sind recht vielgestaltig und teilweise eher untypisch. In der Regel treten die Schmerzen oder das Brennen vorwiegend bei Frauen jüngeren Alters auf. Auch Menschen, die sich ein einer besonderen gesundheitlichen Situation befinden oder unter verschiedenen Begleiterkrankungen leiden, haben mit Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen zu kämpfen.

Das Brennen beim Wasserlassen wird manchmal bei schwangeren Frauen beobachtet. Außerdem sind Frauen in den Wechseljahren sowie Patienten mit Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes von Schmerzen beim Wasserlassen betroffen. Organische Erkrankungen wie Prostataleiden oder Entzündungen des Harn ableitenden Organsystems können ebenfalls zu Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen führen.

Viele Patienten, die Blasensteine haben und unter ansteckenden Geschlechtskrankheiten leiden, zeigen als Begleitsymptome Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen. Als Ursache treten in diesem Zusammenhang oftmals bakterielle Erreger auf.

Diagnose und Verlauf von Brennen beim Wasserlassen

Brennen beim Wasserlassen

Für die diagnostische Abklärung, die bei Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen angestrebt wird, kommen neben Urin- und Blutuntersuchungen ebenfalls technische Untersuchungsverfahren wie ein Ultraschall der Blase und der ableitenden Harnwege in Frage.

Im Rahmen labortechnischer Untersuchungen wird ein Nachweis von entzündungsauslösenden Bakterien benötigt. Nicht nur Blutproben, welche die Bestimmung der Blutsenkung beinhalten, sondern auch die Entnahme von Abstrichen aus dem Genitalbereich können eine baldige Diagnose von Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen leisten.

Neben der ultraschallgestützten Untersuchung ist eine Diagnose bei Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen ebenso über eine röntgenologische Untersuchung realisierbar.

Palpatorische Untersuchungen des Enddarms, bei denen der Facharzt eine manuelle Abtastung bestimmter Darmbereiche vornimmt, dienen als hilfreiche und vorausschauende Diagnostik bei Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen.

Um Erkrankungen der Prostata auszuschließen, die zu Beschwerden beim Wasserlassen führen, erfolgt die Bestimmung des sogenannten Prostataspezifischen Antigens.

Behandlung von Schmerzen beim Wasserlassen

Die therapeutischen Möglichkeiten zur Linderung der Schmerzen beim Wasserlassen sind umfangreich und im Normallfall wirkungsvoll. Grundsätzlich erfolgt die Feststellung der individuell angebrachten Therapieform gegen Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen immer unter Betrachtung der jeweiligen Symptome.

Wurde bei Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen ein ursächlicher Zusammenhang mit bakteriellen Krankheitserregern erkannt, verschreibt der Arzt spezielle antibiotisch wirkende Arzneimittel. Diese stoppen das Keimwachstum und helfen, die Beschwerden zu beheben.

Im Rahmen der Unterstützung der konservativen Therapie sollten die Patienten reichlich Flüssigkeit zu sich nehmen. Dies trägt dazu bei, dass durch häufiges Wasserlassen die Keime aus den ableitenden Harnwegen und der Harnblase zügig ausgeschwemmt werden, um Schmerzen beim Urinieren zu behandeln. Um die Symptome therapiebegleitend zu unterdrücken, können Schmerzmittel hilfreich sein.

Sind Blasensteine die Ursachen für ein Brennen beim Wasserlassen, wird ein endoskopisches Verfahren zur Beseitigung der Blasensteine empfohlen. Die Endoskopie ist meist mit einer extrakorporalen Stoßwellentherapie verbunden, bei welcher die Steine durch Zertrümmerung verkleinert werden können. Sind diese Eingriffe nicht wirksam, können Blasensteine chirurgisch entnommen werden.

Sind Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen Folge einer anderen Krankheit, so muss diese zunächst behandelt werden.


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Vorbeugung von Brennen beim Wasserlassen

Um Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen vorzubeugen, sollten alle Maßnahmen getroffen werden, um Entzündungen durch Keime oder durch Unterkühlung zu vermeiden.

Warme Kleidung, eine entsprechende Intimhygiene und die Benutzung von Kondomen beim Geschlechtsverkehr sind in dieser Hinsicht sinnvoll. Darüber hinaus tragen regelmäßige Krebsvorsorgeuntersuchungen der Prostata und des Darmes dazu bei, Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen zu vermeiden.

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