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Prostatavergrößerung

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 22. März 2014
Symptomat.deKrankheiten Prostatavergrößerung

Die Prostata ist eine walnussgroße Drüse, die zu den männlichen Geschlechtsorganen gehört. Mit zunehmendem Alter setzt eine Prostatavergrößerung ein, die auf die Harnröhre drückt und verschiedene Beschwerden auslöst. Die Prostatavergrößerung, die nicht krankhaften Ursprungs ist, wird auch als benigne Prostatahyperplasie oder Prostataadenom bezeichnet.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Prostatavergrößerung?

Eine Prostatavergrößerung ist eine gutartige Vergrößerung der Prostata infolge zunehmender Vermehrung von Zellmaterial. Hyperplasie ist von der Hypertrophie (Wachstum der Zellgröße) zu unterscheiden, auch wenn die Begriffe bei einer Prostatavergrößerung teilweise synchron verwendet werden.

Die Prostatavergrößerung betrifft einen Anstieg der Anzahl der stromalen und epithelialen Zellen, was zur Bildung von großen, relativ diskreten Knoten in dem die Harnröhre umgebenden Bereich der Prostata führt. Bei ausreichender Größe drücken die Knötchen auf die Harnröhre, was eine Behinderung des normalen Harnflusses verursacht.

Eine Prostatavergrößerung führt zu symptomatischem Harnverhalten wie häufigem Wasserlassen, Dysurie (Schmerzen beim Wasserlassen) und einem erhöhten Risiko für Infektionen der Harnwege. Trotz Beschwerden verursachender Symptome führt eine Prostatavergrößerung nicht zu Krebs bzw. einem erhöhten Risiko von Krebserkrankungen.

Ursachen für Prostatavergrößerung

Das zunehmende Gewebewachstum der Prostata beginnt ab etwa einem Alter von 30 Jahren. Schätzungsweise 50% der Männer haben im Alter von 50 Jahren histologische Anzeichen einer Prostatavergrößerung. Im Alter von 80 Jahren weisen 40-50% aller Männer eine klinisch signifikante Prostatavergrößerung auf.

Die Ursache der Prostatavergrößerung ist bislang ungeklärt, daher können kaum Risikofaktoren benannt werden. Es wird jedoch angenommen, dass der zunehmend höhere Anteil von Östrogen einen Wachstumsreiz weiblicher Gewebeanteile in der hinteren Harnröhre befördert. Eine andere These geht davon aus, dass eine Prostatavergrößerung aus einer im Alter verminderten Produktion von Dihydrotestosteron (DHT) resultiert.

Andere Studien gehen davon aus, dass eine Prostatavergrößerung veranlagt sein könnte. Demnach werden bestimmte Zellen im späteren Lebensalter aktiviert, die anderen Zellen der Drüse signalisieren zu wachsen oder empfindlicher auf Hormone zu reagieren.

Typische Symptome und Anzeichen bei Prostatavergrößerung

  • Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen
  • Probleme beim Wasserlassen
  • nur Geringes Wasserlassen beim normalen Toilettengang möglich
  • dünner Harnstrahl und unterbrochenes Wasserlassen
  • die Blase kann nicht mehr vollständig entleert werden
  • Urin bleibt in der Harnblase zurück
  • draus resultiert das ständige subjektive Gefühl, auf Toilette gehen zu müssen

Diagnose und Verlauf bei Prostatavergrößerung

Schematische Darstellung zur Anatomie einer gesunden Prostata und einer vergrößerten Prostata bei Prostatakrebs. Klicken, um zu vergrößern.

Im Reizstadium einer Prostatavergrößerung zeigen sich erste Symptome die Häufigkeit des Wasserlassens und die Blasenfunktion betreffend. Das zweite Stadium der Prostatavergrößerung ist gekennzeichnet durch unvollständige Harnverhaltung und beginnendem Organversagen.

Im unbehandelten Endstadium versagt die Blasenfunktion vollständig, wodurch eine Urinvergiftung eintreten würde. Zusätzliche Komplikationen wie Harnwegsinfektionen bis hin zur Nierenschädigung sind möglich. Zur vollständigen Diagnose einer Prostatavergrößerung ist zunächst eine rektale urologische Untersuchung notwendig.

Um Krebs als Ursache der Prostatavergrößerung auszuschließen, kann ein proteinbasierter PSA-Bluttest oder ein rektaler Ultraschall durchgeführt werden. Im Verdachtsfall wird eine Biopsie verdächtigen Gewebes für eine mikroskopische Untersuchung entnommen. Bei der Zystoskopie führt der Arzt bei lokaler Betäubung einen kleinen Schlauch durch die Öffnung der Harnröhre in den Penis ein. So können das Innere der Harnröhre und der Blase untersucht werden, um den Umfang der Prostatavergrößerung zu bestimmen.

Behandlung und Therapie von Prostatavergrößerung

Bereits bei ersten Beschwerden sollten behandelnde Maßnahmen ergriffen werden, um das Fortschreiten der Prostatavergrößerung einzudämpfen. Die meisten dieser minimal-invasiven Behandlungen führen dem betroffenen Gewebe, das auf die Blase drückt, Wärme zu.

Bei starken Symptomen und erfolglosen Wärmebehandlungen sollte eine Operation in Betracht gezogen werden. Neben naturheilkundlichen Heilpflanzentees aus Brennnessel, Weidenröschen oder Knospen der Zitterpappel kann eine Prostatavergrößerung auch medikamentös behandelt werden.

Die natürlichen Hormone Finasterid und Dutasterid unterbinden die Prostatavergrößerung. Sogenannte Alpha-Blocker wie Terazosin, Doxazosin, Tamsulosin oder Alfuzosin können Symptome der Prostatavergrößerung behandeln.

Mit Nebenwirkungen wie Schwindel, Müdigkeit und Benommenheit ist jedoch zu rechnen. Die Beschwerden einer Prostatavergrößerung können mit Rotlicht und Sitzbädern oder feuchtwarmen Wickeln gelindert werden. Um dem Blutstau in der Prostata entgegenzuwirken ist zudem regelmäßiger Geschlechtsverkehr oder die Masturbation eine wirkungsvolle Therapie.

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Vorbeugung von Prostatavergrößerung

Eine Prostatavergrößerung gehört bei Männern zum Alterungsprozess. Grundsätzlich empfiehlt sich zur Vorbeugung eine leichte, vitamin- und kohlenhydratreiche Kost, die wenig Eiweiß enthält. Fett, Fleisch und Bier sollte zugunsten von kohlensäurefreien Getränken und Obst entsagt werden. Eine wertvolle Alternative zu Chips sind die, das Wachstum wuchernden Prostatagewebes hemmenden, Kürbiskerne. Vermieden werden sollten auch zu langes Sitzen, Unterkühlung oder eine gewaltsame Unterdrückung des Harndranges.

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