Metastasen

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 3. Oktober 2017
Startseite » Krankheiten » Metastasen

Unter Metastasen versteht man grundsätzlich immer eine sogenannte Tochtergeschwulst eines Tumors oder eines tumorartigen Gewebes. Diese Tochtergeschwulst befindet sich in der Regel immer außerhalb der bereits oder ursprünglich befallenen Körperpartie des Betroffenen.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Metastasen?

Metastasen werden nur durch die bösartigen Tumore gebildet. Beim dem Vorgang des Bildung von Metastasen, findet eine Zellabspaltung der kranken oder entarteten Zellen statt.

Diese abgespaltenen Zellen gelangen in den Blutstrom der Betroffenen und werden somit an die unterschiedlichen Stellen im menschlichen Körper transportiert, wo sie sich erneut in Gewebearealen festsetzen. Auch über die Lymphe ist eine Verteilung der abgespaltenen Tumorzellen möglich.

Die Größe eine vorhandenen Tumors hat aber nicht mit seiner eigentlichen Bildung von Metastasen zu tun, denn bei der Diagnose Brustkrebs beispielsweise, kann es schon bei sehr kleinen Tumoren, von weniger als einem Zentimeter zur Metastasierung kommen.

Ursachen

Als Ursachen von Metastasen werden vorhandene bösartige Tumore bezeichnet. Eine Metastasierung ist also immer mit der sogenannten Ausbreitung von vorhandenen Tumoren auf andere Körperteile gemeint. Ist ein vorhandener Krebs in einem fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert, so sind auch Metastasen vorhanden. Die Heilungschancen sind in diesem Fall schon reduziert.

Der genaue Ursachenmechanismus und die damit verbundenen Ursachen von Metastasen sind noch nicht völlig geklärt, denn Krebszellen wachsen im menschlichen Körper unkontrolliert. Die Zellteilung ist hierbei ein sehr wichtiger Fakt, denn während der Teilung der Zellen die Verbindung mit dem umliegenden Gewebe für sehr kurze Zeit unterbrochen. Während dieser kurzen Zeit können sich die entarteten Zellen durch die Lymphe und Blutbahnen fortbewegen. Sehr häufig sind hierbei die Lymphknoten betroffen, denn diese filtern die Tumorzellen heraus.

Grundsätzlich kann zur Ursache von Metastasen angemerkt werden, dass immer ein bösartiger Tumor vorliegen muss, nur dann können die Metastasen sich nach und nach im umliegenden Gewebe einlagern. Im Wesentlichen hängt die Metastasierung aber davon ab, um welche Tumorart und um welchen Ursprungsort der jeweiligen Erkrankung, es sich bei den betroffenen Patienten handelt.

Komplikationen

Metastasen sind bereits eine schwerwiegende Komplikation von Krebserkrankungen. Ihr Wandern im Körper führt, abhängig von ihrer Menge und ihren Niederlassungen, zu weiteren schwerwiegenden Komplikationen. So können prinzipiell alle Bereiche des Körpers von Metastasen befallen werden, die an das Lymph- und Blutkreislaufystem angeschlossen sind.

Ein Überwinden der Blut-Hirn-Schranke ist möglich. Entsprechend sind die ausgelösten Komplikationen bei streuenden Tumoren zahlreich. Besondere Gefahr geht bei der Metastasierung von Tumoren von einer diffusen Karzinose aus. Ein solcher Zustand bedeutet, dass ein Organ oder ein Gewebe ungeordnet von Krebszellen befallen ist, was eine Operation mangels Primärtumor erheblich erschwert.

Das Entfernen ganzer Organe oder immer wiederkehrende Tumore sind häufig erforderlich, ebenso wie eine Chemotherapie. Auch Metastasen im Gehirn sind besonders gefährlich, denn sie sind schwer zu operieren und führen zu massivsten Beeinträchtigungen. Eine große Menge Metastasen im Gehirn korreliert - je nach Lokalisierung - mit einer sehr hohen Sterberate.

Zudem kann ein bereits metastasierender Tumor seine Metastasen so weit streuen, dass gerade kleine Krebszellenansammlungen übersehen werden können. So ist es möglich, dass noch Jahre nach der Behandlung der Krebserkrankung weitere Tumore infolge der früheren Metastasierung gefunden werden.

Alle weiteren Komplikationen von Metastasen sind mit denen von Krebserkrankungen deckungsgleich. Sind Metastasen erst gestreut, ist eine vollständige Behandlung des Krebsleidens oftmals erschwert bis unmöglich.

Behandlung & Therapie

Für die Behandlung von Metastasen gibt es unterschiedliche Möglichkeiten der Behandlung, denn sie können durch eine Operation wie auch durch chemotherapeutische und medikamentöse Maßnahmen behandelt werden.

Bei der Behandlung der Metastasen kommt es natürlich auch auf die Lage der Tochtergeschwülste an, je nach dem kommen eine Operation oder andere Maßnahmen zur Anwendung. Eine Standarttherapie bei Metastasen, speziell Knochenmetastasen, ist die Verabreichung von Bisphosphonaten.

Hierbei handelt es sich um spezielle Medikamente, bei denen ein verstärkter Einbau von Mineralien und Kalzium in die Knochen möglich wird. Dadurch kann der durch den vorhandenen Tumor entstandene Knochenabbau verringert werden und die Regeneration der schon angegriffenen Knochenpartien beginnen.

Hier finden Sie Ihre Medikamente:

Vorbeugung

Grundsätzlich gibt es hier anzumerken, dass nach einer Krebsdiagnose immer bestimmte Maßnahmen getroffen werden, um eine Metastasierung oder ein Rezidiv zu vermeiden.

Vorhersagen kann das jedoch keiner, allerdings sollten die betroffenen Patienten darauf achten, dass die Nachsorgeuntersuchen in möglichst kurzen Abständen stattfinden sollten. Nur so kann genau darauf geachtet werden, dass es zu keiner erneuten Metastasenbildung kommen kann.

Sicher sollten auch neben den allgemeinmedizinischen Praktika auch alternative Heilmethoden genutzt werden. Dies sollte aber mit dem zuständigen Onkologen besprochen werden, denn man sollte sich nur mit zugelassenen und erfahrenen Heilpraktikern umgeben, um explizit Erfolge verzeichnen zu können.

Das können Sie selbst tun

Die Rückbildung von Metastasen gilt bei einer Vielzahl der Patienten als unwahrscheinlich. In den meisten Fällen können die Metastasen nur über einen operativen Eingriff entfernt werden. Dennoch berichten einige Erkrankte seit Jahren immer wieder, dass sie nach der Umstellung ihrer Lebensweise eine Verbesserung ihrer gesundheitlichen Situation erreichen konnten. Dazu zählt auch die Rückbildung von Metastasen.

Eine vitaminreiche und ausgewogene Ernährung ist dabei besonders hilfreich, wenngleich es keine ausreichenden statistischen Befunde für eine Wirksamkeit gibt. Individuell sind daher die Hinweise und Tipps unterschiedlicher Anbieter zu prüfen. Dennoch sind sich Mediziner einig, dass es verschiedene Lebensmittel gibt, die bei einer Krebserkrankung förderlich für eine Genesung sind. Eine zuckerfreie Nahrung oder Fruchtsäfte gehören zu ihnen. Zusätzlich gibt es Nahrungsergänzungsmittel, die für eine Erhaltung der Gesundheit angeboten werden.

Neben einer gesunden Ernährung gelten eine ausreichende Bewegung und leichte sportliche Aktivitäten unterstützend für das allgemeine Wohlbefinden. Der Genuss von Schadstoffen wie Nikotin oder Alkohol sollte vollständig vermieden werden. Ausreichender Schlaf, die Vermeidung von unnötigen Stress und verschiedene Entspannungstechniken werden ebenfalls mit großem Erfolg empfohlen. Erkrankte erleben bei der Durchführung von Yoga, autogenem Training oder Meditation in einigen Fällen eine Verbesserung ihrer Gesundheit. Die Stabilisierung der mentalen Fähigkeiten hilft bei dem Umgang mit den aktuellen Gegebenheiten.

Bücher über Krebs & Metastasen

Quellen

  • Pfeifer, B., Preiß, J., Unger, C. (Hrsg.): Onkologie integrativ. Urban & Fischer, München 2006
  • Preiß, J. et al.(Hrsg.): Taschenbuch Onkologie. Zuckschwerdt, München 2014
  • Sauer, R.: Strahlentherapie und Onkologie. Urban & Fischer, München 2009

Diese Seite teilen:

Das könnte Sie auch interessieren:

Bekannt aus: