Strahlentherapie

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 2. Juni 2012
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Die Strahlentherapie, Strahlenbehandlung, Radiotherapie, Radioonkologie oder umgangsprachlich auch die Bestrahlung nutzt verschiedene Strahlen zur Behandlung von Erkrankungen; dazu zählen beispielsweise Röntgenstrahlen oder Elektronenstrahlen. Der Wirkmechanismus liegt darin, dass durch den Einfluss der Strahlentherapie die DNA (die die Erbinformation enthält) von kranken Zellen - wie beispielsweise Tumorzellen - zerstört wird. Eine so geschädigte Zelle kann sich nicht weiter vermehren oder stirbt sogar ab. Tumorzellen reagieren sensibler auf die Strahlentherapie als gesunde Zellen und können sich weniger gut reparieren - daher ist es in der Lage, Tumorzellen zu zerstören und gleichzeitig möglichst wenige gesunde Zellen zu beschädigen. Um dies zu erreichen, werden Dosis und Dauer einer Strahlentherapie jeweils individuell festgelegt.

Inhaltsverzeichnis

Anwendung der Strahlentherapie

Die Strahlentherapie wird sowohl bei der Behandlung von gutartigen als auch von bösartigen Krebserkrankungen angewendet. In der Mehrzahl der behandelten Fälle handelt es sich um bösartige Erkrankungen. Abhängig von der Lage und der Beschaffenheit eines Tumors erfolgt die Strahlentherapie auf verschiedene Weisen; so können die Strahlen von einem leicht entfernten Gerät auf den Patienten treffen oder sie können aus Materialien treten, die am Körper eines Patienten oder in Körperöffnungen befestigt sind.

Teilweise erfolgt die Strahlentherapie in Kombination mit chirurgischen Eingriffen. Dabei kann die Strahlentherapie zeitlich vor einer Operation stattfinden, während eines operativen Eingriffs oder sie kann in Form einer Nachbehandlung angewendet werden. Bestrahlungen während einer Operation können beispielsweise sinnvoll sein, wenn Strahlen angewandt werden müssen, die die Haut nicht vertragen kann. Die Dosierung einer Strahlentherapie richtet sich nach der vorliegenden Erkrankung:

Liegt beispielsweise ein schnell wachsender Rachenkrebs vor, kann es sinnvoll sein, an einem Tag mehrere Bestrahlungseinheiten aneinander zu reihen; die Wirksamkeit der Strahlentherapie steigt dadurch stark an, allerdings kann es auch zu vermehrten Nebenwirkungen kommen. Neben der zeitlichen Frequenz der Strahlentherapie weisen auch die verschiedenen Strahlen unterschiedliche Dosiseinheiten auf:

Während einige Strahlen eingesetzt werden, die sehr tief ins Gewebe eindringen, finden in der Strahlentherapie auch Strahlen ihre Anwendung, die ihre Wirkung in größerer Hautnähe entfalten. Sinnvoll ist letzteres, wenn beispielsweise Tumore in Gewebe erreicht werden sollen, die vor Organen liegen, die nicht von der Strahlung betroffen sein sollen (wie es beim Herz der Fall ist). Ein Beispiel hierfür ist die Strahlentherapie bei Brustkrebserkrankungen. Um die Haut zu schützen, entfalten Strahlen, die aus geringer Distanz auf den Patienten einwirken, erst nach Durchdringen der Haut ihre Wirkung.

Nebenwirkungen und Gefahren bei Strahlentherapie

Strahlendosen, die im Zuge einer Strahlentherapie verabreicht werden, werden möglichst risikoarm dem Krankheitsbild eines Patienten angepasst. Abhängig von der Strahlendosis, die mit einer Strahlentherapie einhergeht, birgt die Therapie aber dennoch gesundheitliche Risiken. Dabei macht es keinen Unterschied, ob eine einmalige hohe Dosis oder mehrere kleine Dosen auf den Körper einwirken.

Bei leichten Strahlenschäden durch Strahlendosen einer gewissen Höhe spricht man von einem sogenannten Strahlenkater: Er kann sich bemerkbar machen durch Kopfschmerzen, Übelkeit oder [[Erbrechen]6. Nach Ganzkörperanwendungen der Strahlentherapie über einem gewissen Grenzwert kann sich ein sogenanntes Strahlensyndrom einstellen: Ein solches Syndrom aufgrund einer Strahlentherapie kann sich zeigen durch Durchfall, Blutungen oder den Verlust von Körperhaaren.

Mögliche Spätfolgen einer Strahlentherapie einer gewissen Dosis können sich Wochen bis Jahre nach der Therapie einstellen. Zu solchen Folgen zählen beispielsweise ein verzögertes Wachstum bei Kindern, die Entartung von Gewebe oder auch die Beeinflussung des Erbguts.

Bücher über Strahlentherapie

Weblinks

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Gerhard kommentierte am 13.06.2012 um 17:21 Uhr

Nach 3 Wochen einer durchgeführten Strahlentherapie meiner Frau im genitalen Bereich, liegt meine Frau nach Schüttelfrost und 39 Grad Fieber im Krankenhaus. Rote, wie Verbrennung aussehende, Ober-u. Unterschenkel, dazu angeschwollene Beine. Die Ärzte finden nach 3 Tagen Aufenthalt keine Ursache. Was kann dagegen getan werden?