Rachenkrebs

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 22. Oktober 2017
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Der Rachenkrebs wird in der medizinischen Fachsprache auch als Pharynxkarzinom bezeichnet und betrifft den Rachenraum. Hierbei handelt es sich um einen bösartigen Tumor, der jedoch in den meisten Fällen durch eine Operation entfernt werden kann.

Inhaltsverzeichnis

Definition Rachenkrebs

Als Rachenkrebs werden bösartige Tumore bezeichnet, die alle Teile des menschlichen Rachens betreffen können. Betrifft der Krebs den oberen Bereich des Rachens, also den Nasenrachenraum, wird dieser auch als Nasopharynxkarzinom bezeichnet.

Ist der Mundraum betroffen, spricht man vom Oropharynxkarzinom und bei Krebs im unteren Bereich des Rachens bezeichnet man diesen auch als Hypopharynxkarzinom.

Die Tumore gehen dabei allesamt von der Schleimhaut des Rachens aus. Der Rachenkrebs ist eine eher seltene Krebserkrankung, der meist zwischen dem 40. und dem 60. Lebensjahr auftritt. Männer sind häufiger betroffen als Frauen.

Ursachen

Die Ursachen für die Erkrankung Rachenkrebs sind noch weitestgehend unerforscht. Jedoch geht man davon aus, dass der übermäßige Alkohol- und Tabakgenuss den Rachenkrebs begünstigen kann.

Darüber hinaus kann eine mangelhafte Ernährung Rachenkrebs hervorrufen, ebenso wie bestimmte Umwelteinflüsse. Experten gehen zudem davon aus, dass die Erkrankung ebenso erblich bedingt sein kann. Auch bestimmte Virusinfektionen sind als Auslöser von Rachenkrebs bekannt.

Hier an erster Stelle zu nennen ist das Humane Papillomvirus, welches unter anderem auch für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs verantwortlich ist.

Patienten, die häufig an Erkrankungen des Magen- und Darmbereiches wie Sodbrennen leiden, sind ebenfalls anfälliger für den Rachenkrebs.

Typische Symptome

Diagnose & Verlauf

Der Rachenkrebs verläuft bei vielen Patienten ohne eindeutige Symptome. Die Halslymphknoten können geschwollen sein, was aber meist keine Schmerzen verursacht. Diese geschwollenen Lymphknoten sind meist das erste Anzeichen für den Rachenkrebs, welches jedoch von den meisten Patienten gar nicht bemerkt wird.

Betrifft der Rachenkrebs den Nasenraum, kann die Nasenatmung behindert sein und auch Nasenbluten sind bei diesen Patienten keine Seltenheit. Ist wiederum der Rachenraum betroffen, können Halsschmerzen auftreten. Treten Schluck- und Atemstörungen auf, hat der Krebs meist schon Metastasen gebildet und sich in benachbarte Organe ausgebreitet.

Die Diagnose Rachenkrebs wird zumeist mithilfe der Endoskopie gestellt. Bei dieser Untersuchung entnimmt der behandelnde Arzt Gewebeproben aus dem Rachenraum und untersucht diese im Labor. Manche der Tumore sind bereits mit bloßem Auge sichtbar. Um Metastasen in der Lunge auszuschließen, wird diese zumeist geröntgt.

Der Verlauf des Rachenkrebses kann mit einigen Komplikationen verbunden sein. So sind Probleme beim Schlucken und beim Atmen keine Seltenheit. Dies führt natürlich zu Problemen bei der Nahrungsaufnahme und schränkt die Lebensqualität des Patienten teilweise stark ein. Besonders wichtig für Patienten, welche den Rachenkrebs erfolgreich besiegt haben, ist eine regelmäßige Nachkontrolle. Nur so kann rasch festgestellt werden, wenn der Krebs erneut auftaucht.

Komplikationen

Als schwerwiegende Komplikationen können bei Rachenkrebs Atembeschwerden und Schluckstörungen auftreten. Daraus ergeben sich Probleme bei der Nahrungsaufnahme und es kommt oft zu Mangelerscheinungen und Dehydration. Bei länger andauernden Beschwerden ist auch die Lebensqualität erheblich eingeschränkt. Weiterhin können Mittelohrentzündungen, Kopfschmerzen und Nasenbluten auftreten.

Kommt es zu diesen Beschwerden, hat der Krebs meistens schon Metastasen in benachbarten Organen gebildet. Im weiteren Verlauf kommt es dementsprechend meist zu weiteren Komplikationen, die einer eigenständigen Behandlung bedürfen. Die Chemotherapie stellt für den Körper immer eine große Belastung dar. Typischerweise treten Nebenwirkungen wie Übelkeit, Haarausfall, Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit und Blutarmut auf.

Auch Störungen der Blutgerinnung und Störungen der Organe können auftreten. Im Allgemeinen besteht ein erhöhtes Risiko für Infektionen und Folgeerkrankungen. Selbiges gilt für die Strahlentherapie, die außerdem mit einem sehr geringen Risiko für eine weitere Krebserkrankung verbunden ist. Im Rahmen einer Operation können Blutungen, Nachblutungen, Infektionen und Verletzungen von Nervensträngen und wichtigen Organen auftreten. Nach dem Eingriff kann es zu Wundheilungsstörungen und Entzündungen im Bereich des Eingriffs kommen. Wenn sich Narben bilden, kann dies dauerhafte Probleme beim Kauen und Schlucken nach sich ziehen.

Behandlung & Therapie

Die Behandlung von Rachenkrebs hängt in der Regel davon ab, wie weit dieser bereits fortgeschritten ist. Grundsätzlich wird das primäre Ziel sein, diesen im Rahmen einer Operation zu entfernen.

Ist dies nicht möglich, kommen auch Strahlen- und/oder Chemotherapie in Frage. Je früher mit der Behandlung begonnen wird, desto besser sind natürlich die Chancen auf Heilung.

Vor allem bei Rachenkrebs im Bereich des Kehlkopfes sollte die Behandlung in erster Linie darauf abzielen, alle wichtigen Funktionen aufrecht zu erhalten. Dies gilt natürlich besonders für den Erhalt der Stimme. Zur Verfügung steht den Ärzten mittlerweile eine Vielzahl an Operationsmöglichkeiten, um den Kehlkopf zu erhalten.

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Vorbeugung

Da als Hauptursachen für den Rachenkrebs Alkohol und Zigaretten bekannt sind, sollte man versuchen, die Zufuhr beider Genussmittel einzuschränken beziehungsweise wenn möglich gar ganz aufzugeben. Auf Kaffee wiederum muss man nicht verzichten, denn Experten gehen davon aus, dass regelmäßiger Kaffeekonsum das Risiko für Rachenkrebs sogar senken kann. Generell ist auf eine gesunde Ernährung mit viel Obst und Gemüse zu achten. Erkrankungen des Magen- und Darmtraktes sollte man rechtzeitig behandeln lassen, denn auch sie gelten als Auslöser für den Rachenkrebs.

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Quellen

  • Arnold, W.: Checkliste Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde. Thieme, Stuttgart 2011
  • Pfeifer, B., Preiß, J., Unger, C. (Hrsg.): Onkologie integrativ. Urban & Fischer, München 2006
  • Preiß, J. et al.(Hrsg.): Taschenbuch Onkologie. Zuckschwerdt, München 2014

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