Atemnot

Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Friedrich (Facharzt für Innere Medizin)

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Atemnot, Luftnot oder Dyspnoe ist eine erschwerte Atemtätigkeit, die als unangenehm empfunden wird. Die Symptome und Folgen können in ihrer Wahrnehmung sehr unterschiedlich sein. Atemnot, die nur unter Belastung vorkommt, wird als Belastungsdyspnoe bezeichnet. Ebenso gibt es eine Sprechdyspnoe, bei der bereits das Sprechen durch eine starke Atemnot begleitet wird. Die Extremform ist aber wohl die Ruhedyspnoe, die teilweise mit einer Orthopnoe nur mit Atemhilfsmuskulatur gebessert werden kann.

Atemnot wird, anders als Luftmangel, als Lebensbedrohung aktuter Stufe empfunden, wobei diese Aussage immer in einem subjektiven Kontext selbst erlebt wird.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Atemnot?

Als Atemnot wird ein Zustand bezeichnet, in dem der Patient kaum noch die Atemluft einatmen kann, die er zwingend braucht.

In der medizinischen Fachsprache wird der Zustand als Dyspnoe bezeichnet. Bei der Atemnot empfindet der Patient meist Todesangst, da er das Gefühl bekommt, er müsse ersticken.

Zur Atemnot kann es durch Belastung kommen, sie kann aber auch vermehrt in sitzender oder liegender Haltung auftreten. Gelegentlich handelt es sich um eine Form der Atemnot, die vor allem beim Sprechen Probleme bereitet.

Ursachen für Atemnot

Alle Krankheiten, die zu einer Verminderung der Sauerstoffaufnahme oder krankhaften Verabreitung durch die Atmungsorgane führen, sind als Ursache für die Atemnot zu betrachten. Allerdings können auch psychosoziale Faktoren eine Rolle spielen.

Als Ursache für eine Atemnot kommen aber hauptsächlich alle Erkrankungen der Lungen und des Herzmuskels in Frage. Beide sind unter anderem für die Versorgung des Körpers mit lebensnotwendigem Sauerstoff zuständig. Typische Erkrankungen der Lunge sind Asthma oder entzündliche Reaktionen wie die Lungenentzündung, in Frage kommen aber auch schwerwiegendere Erkrankungen wie Krebs. Die Atemnot ist häufig nur ein Teil eines weiteren Symptomkomplexes, wird vom Patienten aber als so unangenehm und bedrohlich empfunden, dass er sie in den Mittelpunkt stellt.

Eine Atemnot kann ich durch die Verstopfung der Atemwege entstehen. Bei schweren Erkältungen und Entzündungen der Atemwege bildet sich Schleim, der sich in den Atemwegen ablagert.

Eine solche Atemnot ist oft nur von kurzer Dauer, bis der Patient die Atemwege wieder freigehustet hat, stellt allerdings eine beängstigende Situation dar. Häufig wird in diesem Zusammenhang die Schwierigkeit des Atmens generell vom Patienten als Atemnot angesehen und bezeichnet.

Durch besondere Vorgänge in der Umgebung und der Psyche des Patienten kann es ebenfalls zur Atemnot kommen. Menschen, die unter Panikattacken leiden, verspüren in solchen Situationen häufig eine begleitende Atemnot. Extreme Angst ist grundsätzlich eine gefährliche Situation - besonders dann, wenn der Patient durch eine Krankengeschichte besonders anfällig für die Atemnot geworden ist.

Die geistige Wahrnehmung der Atemnot selbst, ist noch recht unerforscht, da die Atmung als einzige Vitalfunktion im Hirnstamm auch von kortikalen Impulsen und Signalen gesteuert wird.

Krankheiten mit Atemnot

Behandlung und Therapie von Atemnot

Atemnot

Die Behandlung der Atemnot richtet sich nach dem individuellen Krankheitsbild. Dementsprechend werden individuelle Maßnahmen ergriffen. Akute Erkrankungen der Atemwege, beispielsweise die Bronchitis, wird medikamentös behandelt und der Patient muss Situationen meiden, in denen es zur Atemnot kommen könnte. Für chronische Erkrankungen wie Asthma gibt es weitere Methoden, so etwa den bekannten Inhalator zur Lockerung und Öffnung der Atemwege.

Schleim sollte in jedem Fall möglichst abgehustet werden. Die Behandlung der psychisch bedingten Atemnot fällt ins Aufgabengebiet des Psychologen. Dieser kann herausfinden, woher die Atemnot kommt. Anschließend wird eine individuell auf den Patienten angepasste Therapie entwickelt, die ihm helfen soll, Atemnot künftig zu meiden, indem er das zugrundeliegende Problem in den Griff bekommt.

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Vorbeugung von Atemnot

Einer Atemnot kann man nur bedingt vorbeugen. Oft resultiert sie aus einem Zustand, zu dessen Entstehung der Patient nichts beigetragen hat. Grundsätzlich gilt: Situationen, in denen es verstärkt zur Atemnot kommt, sind zu meiden.

Vorbeugende Mittel müssen immer richtig eingenommen werden. Größeren Belastungen sollte man grundsätzlich aus dem Weg gehen.

Bei der psychisch bedingten Atemnot ist es wichtig für den Patienten, Situationen zu meiden, in denen das Symptom auftritt. Erst, wenn er weiß, dass er die Atemnot bekämpfen kann, sollte er sich wieder solchen Belastungen aussetzen.

In jedem Fall ist die Behandlung durch einen vertrauenswürdigen Psychologen wichtig.

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Weitere Infos

Von „http://symptomat.de/Atemnot“

Quellen: Herold, G.: Innere Medizin, Köln 2012; Andreae, S.: Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, Stuttgart 2008; Ruß A., Endres S.: Arzneimittel pocket plus 2012, Grünwald 2012, Greten H., Rinninger F.: Innere Medizin, Stuttgart 2010.
Von Dr. med. (Facharzt für Innere Medizin).

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Conny6 kommentierte am 18.08.2012 um 14:28 Uhr

Ich habe seit Jahren Atemnot bei Belastungen. Das zeigt sich insbesondere beim Fahrradfahren, wenn der Weg (auch nur leicht) ansteigend ist. Ich bin 60 Jahre, gut trainiert, fahre in der Saison ca. 3.000 km. In den letzten Jahren stelle ich fest, dass es immer so Mitte bis Ende August noch viel schlimmer wird, also meine Atemnot nimmt extrem zu. Untersuchungen beim Lungenfacharzt und Kardiologen haben keine Auffälligkeiten ergeben. Vor Jahren wurde ein kleiner Herzklappenfehler festgestellt, außerdem habe ich eine Karotisstenose. Ich möchte weiterhin viel radeln, aber keine Angst haben, dass ich nicht irgendwann plötzlich umfalle, weil z.B. das Herz nicht genug durchblutet wird etc. Wer kann mir Näheres dazu sagen? Vielen Dank.

Sanja kommentierte am 21.08.2012 um 16:20 Uhr

Ich habe bereits seit einigen Monaten verstärkte Atemprobleme, primär im Ruhezustand oder kurz vor dem Einschlafen. Es passiert mir häufiger, dass ich das Atmen regelrecht "vergesse". Die Atmung wird immer flacher, bis ich komplett aufhöre zu atmen. Dann schrecke ich voller Panik hoch und zittere auch oft am ganzen Körper. Hinzu kommen tags und nachts mehr oder weniger intensive Schluckbeschwerden. Ich hatte im Januar diesen Jahres eine 3-monatige Psychotherapie in der Tagesklinik beendet und seitdem habe ich diese Atemprobleme. Ich habe bereits Angst schlafen zu gehen. Flach liegen geht gar nicht mehr, obwohl ich seit frühester Kindheit immer flach geschlafen habe. Ich habe selber den Verdacht, dass mein Leiden eher psychisch bedingt ist, lasse aber dennoch sicherheitshalber meine körperlichen Funktionen, wie Herz und Lunge untersuchen. Bisher wurde physisch nichts festgestellt. Mein Leidensdruck ist sehr groß!

Dieter kommentierte am 05.12.2012 um 13:36 Uhr

Leide zur Zeit an Belastungsdyspnoe. 73 Jahre alt, sportlich, 77kg, 1,81m groß, GBS (siehe unten) seit 1994.
Chronologie:
6.11.2012 : Hausarztbesuch zum 2-Jahrecheck, keine Beschwerden.
Altersbedingte Vergrößerung der Prostata. Hausrazt verschreibt TAMSULOSIN 20 Stück.
14.11. Medikament abgesetzt, weil 1. keine Ejakulation (erstmals im Leben)
Ab 15.11. zunehmende Atemnot bei Belastung (Treppen, leichte Steigungen beim Wandern)
27.11. Hausarztbesuch. Verdacht auf einen Schub meiner
chronischen Krankheit seit 1994: Guilleaume Barre Syndrom. Verschreibung von CORDISON und Überweisung zum Kardiologen.
29.11 Belastungs-EKK, Ultraschall beim Kardiologen: keine Auffälligkeiten.
ab 29.11. Kein Erfolg nach 6 Tagen abnehmender CORDISON Einnahme.
Heute: Gleichbleibende bzw. leicht zunehmende Atemnot.
Was sollte ich tun? Benötige jetzt sicher einen Spezialisten, oder?

Lilo kommentierte am 04.04.2013 um 11:47 Uhr

Ich bin 69 Jahre, wiege 60 kg, walke täglich, mache Krafttraining und ernähre mich gesund. Mein Problem: Ich leide seit vielen Jahren nachts unter Atemnot und Beklemmungszuständen. Erst vor kurzem habe ich wie schon öfter eine Ultraschalluntersuchung, Ruhe-, Belastungs- und Langzeit-EKG durchführen lassen - ohne Befund. Auch eine Kathederuntersuchung wurde vor einigen Jahren ohne Befund durchgeführt. Lunge und Wirbelsäule weisen keine Auffälligkeiten auf. Ich habe auch keine psychischen Probleme, leide aber sehr unter diesem nächtlichen Problem. Haben Sie eine Empfehlung, was ich dagegen tun kann?

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