Angina pectoris
Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für innere Medizin)Angina pectoris bzw. Brustenge ist eine Herzerkrankung, die zur Gruppe der koronaren Herzkrankheiten (KHK) gehört. Die Symptome ähneln häufig jenen des Herzinfarktes. Angina pectoris sollte bei Verdacht sofort vom Arzt untersucht werden. Der Ruf des Notarztes bzw. dringenden medizinischen Hilfe ist demnach mehr als ratsam.
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Definition Angina pectoris
Man übersetzt diese auch mit "Brustenge" und damit wird deutlich, um was es sich handelt. Symptome, die im Rahmen einer Angina pectoris auftreten bezeichnet man als "pectanginöse Beschwerden".
Um eine Angina pectoris von dem noch ernsteren Herzinfarkt abzugrenzen, muss man die Zeit betrachten, in der die Symptome auftreten, denn die unangenehmen Symptome einer Angina pectoris treten meist nur kurzfristig auf, bedürfen aber in jedem Fall einer raschen medizinischen Abklärung.
Ursachen für Angina pectoris
Diese Problematik tritt gehäuft unter körperlicher und seelischer Belastung auf und nahezu immer Begleiterscheinung der Koronaren Herzkrankheit.
Da aber nicht jeder Fall der Koronaren Herzkrankheit mit diesen Symptomen einhergeht, ist sie ziemlich heimtückisch, denn sie bleibt daher häufig lang unerkannt und je früher die Ursachen behoben werden, desto günstiger sind die Heilungschancen.
Weitere Ursachen können sein: Bluthochdruck, Diabetes, Arteriosklerose, Stress und Rauchen.
Symptome
- Brustschmerzen
- Atemnot
- Übelkeit
- Schweißausbrüche
- Beklemmung
- Angst
- Bauchschmerzen
- Gefühlsstörung
Krankheitsverlauf Angina pectoris
Bei Verdacht auf Angina pectoris sollte umgehend ein Arzt gerufen werden, um bleibende Schäden zu vermeiden. Bei einer dann einsetzenden ärztlichen Behandlung können die Herzkranzgefäße durch moderne medizinische Therapieverfahren nachhaltig behandelt werden, sodass die Gefahr für einen Herzinfarkt oder andere Herzerkrankungen gesenkt werden kann.
Dennoch sollte gerade bei der Angina pectoris der Patient selbst aktiv werden. Das heisst unbedingter Verzicht auf Rauchen, Alkohol und fettes Essen. Zudem sollte der Betroffene unter äztlicher Anleitung beginnen sich mehr zu bewegen oder gar Sport zu treiben. Ebenso sollte Stress vermieden werden. Leidet der Patient zudem an Übergewicht, so ist dieses durch zusätzliche Diätmaßnahmen zu behandeln.
Wird eine koronare Herzerkranung, zu der die Angina pectoris zählt, nicht behandelt, so ist ein hohes Risiko gegeben durch einen Herzinfarkt zu sterben.
Behandlung von Angina pectoris
Wer penctanginöse Beschwerden verspürt, sollte sich umgehend in ärztliche Behandlung begeben, um eine mögliche Angina pectoris rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln, denn hier zählt der Zeitfaktor. Am Besten ist es, wenn man sofort den Rettungsdienst ruft. Dieser wird vermutlich mit dem Notarzt kommen, da die Erkrankung lebensgefährlich sein kann.
Auf jeden Fall sollte man den Oberkörper hochlagern und keinen Schritt mehr gehen. Es kann passieren dass man erbrechen muss oder es sogar zu einem Kreislaufzusammenbruch kommt. Die Erstmaßnahmen des Rettungsdienst werden darin bestehen, durch eine Nasensonde hochdosierten Sauerstoff zuzuführen, die Vitalfunktionen, also Atmung, Puls und Blutdruck zu überprüfen und eine oder mehrere venöse Zugänge (Infusionsnadeln) zu legen, damit schnell Medikamente wie Schmerzmittel etc. verabreicht werden können.
Halten die Angina pectoris Beschwerden bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes an, handelt es sich vermutlich um einen Herzinfarkt, der unbehandelt zum Tode führen kann. Das ist der Grund, weshalb man diese Brustenge sehr ernst nehmen sollte und lieber einmal mehr den Rettungsdienst rufen sollte als einmal zu wenig. Erst anhand des angelegten und ausgewerteten EKG´s kann man eventuell feststellen, ob es sich "nur" um eine Angina pectoris oder um einen Herzinfarkt handelt. Selbst bei einem unauffälligen EKG kann ein Herzinfarkt vorliegen, deshalb gehören Menschen mit Herzbeschwerden, egal welcher Art, immer in Behandlung eines Arztes, damit ihnen schnell geholfen werden kann.
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Vorbeugung von Angina pectoris
Die Beste Vorbeugung gegen Angina pectoris ist natürlich, wenn man es erst gar nicht zu den Ursachen kommen lässt und regelmäßig vom Arzt eingehend untersucht wird. Das gilt vor allem dann, wenn man ein sogenannter Risikopatient ist. Hierzu gehören Menschen, die an Übergewicht, Bluthochdruck und hohen Blutfettwerten leiden; Menschen bei denen eine familiäre Belastung vorliegt, was Herzerkrankungen anbelangt und natürlich auch Menschen, die schon früher Herzbeschwerden hatten.
Nicht selten sieht man das Bild des gestressten Managers, der versucht seinen Krawattenknoten zu lockern und nach Luft schnappt. Auch seelische Last kann zu den Symptomen der Angina pectoris führen. Grunderkrankungen müssen behandelt werden und wer ständig unter Leistungsdruck steht, egal in welcher Form, muss einen Gang zurückschalten und seiner Gesundheit zu liebe etwas langsamer treten, denn man hat nur ein Herz und dieses Herz ist lebensnotwendig.
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