Panikattacken

Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für innere Medizin)

Als Panikattacken, Panikanfälle, Angstattacken oder Panikstörungen werden oft häufig auftretende Angstanfälle bezeichnet, die zumeist plötzlich und ohne zunächst ersichtlichen Grund auftreten. Dabei werden die Panikattacken oft von weiteren Symptomen begleitet, die dem Betroffenen oft das Gefühl geben, in einer lebensgefährlichen Situation zu sein.

Inhaltsverzeichnis

Definition Panikattacken

Panikattacken sind zunächst einmal, im Gegensatz zur normalen Angst, oft wiederholende Attacken von Angst bzw. Panik. Normalerweise ist Angst ein lebensnotwendiges und natürliches Grundgefühl, welches dem Gehirn und dem Körper bei Gefahr alarmiert. Dabei werden alle Reflexe, Kräfte und Konzentrationen für eine potentielle Flucht oder einem Kampf sehr schnell mobilisiert. Tritt diese Angst jedoch häufiger und immer wiederkehrender auf, so spricht man von einer Panikattacke.

Panikattacken treten fast immer spontan und aus heiterem Himmel auf und können bis zu 30 Minuten anhalten. Typische Begleitsymptome einer Panikattacke sind zumeist Schwindel, Angst, Beklemmung, Atemnot oder Hyperventilation, Gesichtsblässe, Herzrasen, innere Unruhe, Schweißausbrüche und Zittern. Durch diese Symptome denken die Betroffenen oft, dass sie einen Herzinfarkt, Schlaganfall oder Kreislaufschock haben oder gleich sterben werde.

Statistisch gesehen, kommen Panikattacken zumeist bei Frauen unter dem 30. Lebensjahr vor. Leider diagnostizieren viele Ärzte bei den Betroffenen oftmals keine Panikattacke, sondern konzentrieren sich mehr auf die Begleitsymptome, um eine körperliche Ursache zu finden. Es werden dann auch häufig Tabletten und Medikamente verschrieben, die die Panikattacken in keiner Weise mindern. Betroffene sind nicht selten jahrelang bei mehreren Ärzten in Behandlung, ohne dass die richtige Ursache für ihre Panikattacken gefunden wird. Dies fürdert natürlich wiederum die Ungewissheit und schürt damit weitere Angstattacken.

Ursachen für Panikattacken

Panikattacken können zum Beispiel sowohl aus Angst vor giftigen Tieren (z.B. Spinnenphobie) oder aus Angst vor gefährlichen Situationen (z.B. Höhenangst, Platzangst) vorkommen. Oftmals wissen die Betroffenen aber auch gar nicht, warum sie, auch in harmlosen Situationen, an Panikattacken leiden. Dieses wiederum kann dann in eine Angst vor möglichen schlimmeren Ursachen oder Krankheiten münden. Häufen sich die Panikattacken, können die Patienten auch Angst vor der Angst haben und man spricht von einer Angstphobie (oder auch Angststörung).

Die meisten Panikattacken entstehen aber durch zuviel Stress, soziale und berufliche Probleme (z.B. Überforderung, Mobbing, Tod eines geliebten Menschen), zu wenig Schlaf, zu viel Alkohol und Nikotin und zu wenig Entspannung, körperliche Bewegung (Sport) und einen natürlichen Ausgleich in der Natur.

Krankheiten mit Panikattacken

Behandlung von Panikattacken

Panikattacken sind prinzipiell immer heilbar. Es müssen nur die auslösenden Ursachen gefunden werden. Dies ist oft jedoch recht schwierig und langwierig und setzt viel innere Kraft und Motivation des Betroffenen voraus.

Zunächst sollte der Betroffenen einen guten Arzt finden, der ihn nicht für verrückt erklärt (denn das ist er ganz und gar nicht) und seine Panikattacken ernst nimmt und als solche auch diagnostiziert. Er wird dann sie dann in aller Regel an einen Facharzt (z.B. Psychologe) oder zu einem ausgebildeten Psychotherapeuthen weiter verweisen. Zusammen mit diesem Spezialisten wird dann genaustens das Leben durchleuchtet, um mögliche Ursachen für die Panikattacken zu finden.

Therapeutisch haben sich besonders das Autogene Training und die Progressive Muskelentspannung zur Unterstützung bewährt. Sie sorgen für innere Ausgeglichenheit und geben Kraft zur Bewältigung von Problemen im Alltag und Beruf. Entscheidend für eine Heilung von den Panikattacken ist jedoch, dass sie die Ursachen in ihrem Leben finden und beheben, auch wen dies einen völligen Wandel ihres bisherigen Lebenswandels bedeuten sollte.

Psychopharmaka sollten nur in sehr schweren Fällen vom Arzt verschrieben werden. Günstiger für Körper und Seele sind pflanzliche Produkte aus Baldrian und Melisse.

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Hausmittel und Kräuter gegen Panikattacken

  • Baldrian, als Tropfen eingenommen, beruhigt Herz und Nerven und hilft auch bei Schlaganfall.

Vorbeugung von Panikattacken

Vermeiden sie vor allem Stress, zu viel Alkohol und Nikotin. Bewegen sie sich viel in der Natur und machen sie regelmäßig Sport. Lösen sie soziale und berufliche Probleme wenn möglich rasch. Vorbeugend wirkt auch Autogene Training und die Progressive Muskelentspannung, die sie gegen die Tücken des Alltages seelisch stärken und somit Panikattacken verhindern können.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Richterin kommentierte am 25.08.2011 um 19:59 Uhr

Mit 58 hatte ich das "Glück" als Pflegehelferin (häusl. Pflege) eingestellt zu werden. Meine Ausbildung lag 12 Jahre zurück. In einer mir fremden Stadt musste ich dann nach 4 Tagen Einarbeitung die Leute finden und pflegen. Mein Navi ließ sich in dem Betriebsauto nicht laden, ging immer mal aus. Panik, Schweißausbrüche, wie ich sie nicht kannte. Zu hoher Blutdruck - Krankschreibung folgte. Musste gleich 7 Tage durch arbeiten, war völlig erschöpft. Trinken, essen, telefonieren, alles im Auto. Keine Pause, nur Stress. So werden Menschen kaputt gespielt.

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