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Panikattacken

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 19. März 2014
Symptomat.deSymptome Panikattacken

Als Panikattacken, Panikanfälle, Angstattacken oder Panikstörungen werden oft häufig auftretende Angstanfälle bezeichnet, die zumeist plötzlich und ohne zunächst ersichtlichen Grund auftreten. Dabei werden die Panikattacken oft von weiteren Symptomen begleitet, die dem Betroffenen oft das Gefühl geben, in einer lebensgefährlichen Situation zu sein.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Panikattacken?

Panikattacken sind zunächst einmal, im Gegensatz zur normalen Angst, oft wiederholende Attacken von Angst bzw. Panik. Normalerweise ist Angst ein lebensnotwendiges und natürliches Grundgefühl, welches dem Gehirn und dem Körper bei Gefahr alarmiert. Dabei werden alle Reflexe, Kräfte und Konzentrationen für eine potentielle Flucht oder einem Kampf sehr schnell mobilisiert. Tritt diese Angst jedoch häufiger und immer wiederkehrender auf, so spricht man von einer Panikattacke.

Panikattacken treten fast immer spontan und aus heiterem Himmel auf und können bis zu 30 Minuten anhalten. Typische Begleitsymptome einer Panikattacke sind zumeist Schwindel, Angst, Beklemmung, Atemnot oder Hyperventilation, Gesichtsblässe, Herzrasen, innere Unruhe, Schweißausbrüche und Zittern. Durch diese Symptome denken die Betroffenen oft, dass sie einen Herzinfarkt, Schlaganfall oder Kreislaufschock haben oder gleich sterben werde.

Statistisch gesehen, kommen Panikattacken zumeist bei Frauen unter dem 30. Lebensjahr vor. Leider diagnostizieren viele Ärzte bei den Betroffenen oftmals keine Panikattacke, sondern konzentrieren sich mehr auf die Begleitsymptome, um eine körperliche Ursache zu finden. Es werden dann auch häufig Tabletten und Medikamente verschrieben, die die Panikattacken in keiner Weise mindern. Betroffene sind nicht selten jahrelang bei mehreren Ärzten in Behandlung, ohne dass die richtige Ursache für ihre Panikattacken gefunden wird. Dies fürdert natürlich wiederum die Ungewissheit und schürt damit weitere Angstattacken.

Ursachen für Panikattacken

Panikattacken können zum Beispiel sowohl aus Angst vor giftigen Tieren (z.B. Spinnenphobie) oder aus Angst vor gefährlichen Situationen (z.B. Höhenangst, Platzangst) vorkommen. Oftmals wissen die Betroffenen aber auch gar nicht, warum sie, auch in harmlosen Situationen, an Panikattacken leiden. Dieses wiederum kann dann in eine Angst vor möglichen schlimmeren Ursachen oder Krankheiten münden. Häufen sich die Panikattacken, können die Patienten auch Angst vor der Angst haben und man spricht von einer Angstphobie (oder auch Angststörung).

Die meisten Panikattacken entstehen aber durch zuviel Stress, soziale und berufliche Probleme (z.B. Überforderung, Mobbing, Tod eines geliebten Menschen), zu wenig Schlaf, zu viel Alkohol und Nikotin und zu wenig Entspannung, körperliche Bewegung (Sport) und einen natürlichen Ausgleich in der Natur.

Krankheiten mit Panikattacken

Behandlung und Therapie von Panikattacken

Panikattacken sind prinzipiell immer heilbar. Es müssen nur die auslösenden Ursachen gefunden werden. Dies ist oft jedoch recht schwierig und langwierig und setzt viel innere Kraft und Motivation des Betroffenen voraus.

Zunächst sollte der Betroffenen einen guten Arzt finden, der ihn nicht für verrückt erklärt (denn das ist er ganz und gar nicht) und seine Panikattacken ernst nimmt und als solche auch diagnostiziert. Er wird dann sie dann in aller Regel an einen Facharzt (z.B. Psychologe) oder zu einem ausgebildeten Psychotherapeuthen weiter verweisen. Zusammen mit diesem Spezialisten wird dann genaustens das Leben durchleuchtet, um mögliche Ursachen für die Panikattacken zu finden.

Therapeutisch haben sich besonders das Autogene Training und die Progressive Muskelentspannung zur Unterstützung bewährt. Sie sorgen für innere Ausgeglichenheit und geben Kraft zur Bewältigung von Problemen im Alltag und Beruf. Entscheidend für eine Heilung von den Panikattacken ist jedoch, dass sie die Ursachen in ihrem Leben finden und beheben, auch wen dies einen völligen Wandel ihres bisherigen Lebenswandels bedeuten sollte.

Psychopharmaka sollten nur in sehr schweren Fällen vom Arzt verschrieben werden. Günstiger für Körper und Seele sind pflanzliche Produkte aus Baldrian und Melisse.

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Hausmittel und Kräuter gegen Panikattacken

  • Baldrian, als Tropfen eingenommen, beruhigt Herz und Nerven und hilft auch bei Schlaganfall.

Vorbeugung von Panikattacken

Vermeiden sie vor allem Stress, zu viel Alkohol und Nikotin. Bewegen sie sich viel in der Natur und machen sie regelmäßig Sport. Lösen sie soziale und berufliche Probleme wenn möglich rasch. Vorbeugend wirkt auch Autogene Training und die Progressive Muskelentspannung, die sie gegen die Tücken des Alltages seelisch stärken und somit Panikattacken verhindern können.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Richterin kommentierte am 25.08.2011 um 19:59 Uhr

Mit 58 hatte ich das "Glück" als Pflegehelferin (häusl. Pflege) eingestellt zu werden. Meine Ausbildung lag 12 Jahre zurück. In einer mir fremden Stadt musste ich dann nach 4 Tagen Einarbeitung die Leute finden und pflegen. Mein Navi ließ sich in dem Betriebsauto nicht laden, ging immer mal aus. Panik, Schweißausbrüche, wie ich sie nicht kannte. Zu hoher Blutdruck - Krankschreibung folgte. Musste gleich 7 Tage durch arbeiten, war völlig erschöpft. Trinken, essen, telefonieren, alles im Auto. Keine Pause, nur Stress. So werden Menschen kaputt gespielt.

ty1981 kommentierte am 05.07.2012 um 11:40 Uhr

Ich hab seit ca. 3 Monaten diese Panikattacken. Mein Kreislauf spinnt dann rum, mein Herz fängt an zu rasen. Furchtbar, und ich habe jeden Moment das Gefühl das ich umfalle. Ursachen sehe ich in der Schwangerschaft (meine Freundin ist im 9 Monat schwanger), Arztbesuche, Einkaufen, und allgemein unter Menschen sein. Mein Arzt hat mir Opipramol verschrieben. Nur leider ohne Erfolg, eher im Gegenteil. Ich hab das Gefühl, dass mein Kreislauf da noch mehr absinkt. Mein Kreislauf ist im Schnitt bei 100-60. Ich bin 30 Jahre alt und wiege 95 kg. Momentan nehme ich Effortil um meinen Kreislauf zu stabilisieren. Das geht auch soweit ganz gut. Die Attacken sind trotzdem geblieben. Ich würde so gerne bei der Geburt meiner Tochter dabei sein wollen, ich glaube allerdings nicht das ich das durchstehe. Könnt Ihr mir vielleicht helfen bzw. einen Tipp geben, was ich machen kann. Vielen Dank!

clouded kommentierte am 03.05.2013 um 08:09 Uhr

Es gibt auch Medikamente als Auslöser einer Panikattacke.
Bis zum 37. Lebensjahr war ich gesund, habe keinen Arzt benötigt und dann kam plötzlich die Diagnose TBC.
Behandelt wurde ich mit den damals (1992) üblichen Medikamenten (stationär). Nach 3 Wochen wurde ich mit dem Befund "Keine TBC nachweisbar" entlassen. Trotzdem erhielt ich die Auflage die Medikamente für ein Jahr einzunehmen.
Nach 6 Monaten dann hatte ich nicht definierbare, grundlose Angstzustände und musste in die Notaufnahme. Diagnose: vegetative Dystonie. Mir wurde Lexotanil verordnet und seit 20 Jahren bin ich nicht frei von Angst und Panik, dafür aber abhängig. So kann man auch zu einer Angststörung kommen d.h. durch eine falsche Diagnose und Medikamentenverordnung der Ärzte.

ella kommentierte am 01.07.2013 um 11:09 Uhr

Ich bin 25 Jahre alt und meine erste Panikattacke kam als mein Freund für ein Jahr ins Ausland ging. Ich habe nie ausgesprochen wie schlimm das für mich war. Seitdem habe ich leichtere Angstzustände in Situationen, in denen ich mich eingeengt fühle und nicht fliehen kann. Also auf der Autobahn, im Kino, in Vorlesungen, Flugzeug. Ich habe vor einem halben Jahr mit einer psychotherapie begonnen und versuche jetzt den Ursachen auf den Grund zu gehen. Zusätzlich nehme ich seit einer Woche dysto loges. Bis jetzt habe ich noch keine großen Veränderungen bemerkt, aber das braucht einfach Zeit und Geduld. Die Zuversicht ist oft das Schwierigste. Ich wünsche allen viel Mut und Durchhaltevermögen!

letti kommentierte am 11.07.2013 um 20:27 Uhr

Hallo, ich bin 41 Jahre alt und habe, so lange ich denken kann, Angst vor fast allem. Ich bin nervös, unruhig und ängstlich. Vor drei Wochen kam dann der Hammer. Wir hatten hier ein schlimmes Gewitter und ich musste raus zur Arbeit. Mein Freund kam und sagte beiläufig, dass ich jetzt nicht losfahren könne, da draußen die Hölle los sei. Ich habe eigenlich keine Angst vor einem Gewitter, aber in dem Moment hatte ich einen kompletten Urinsturz. Seit diesem Tag kann ich das Haus nicht mehr verlassen, weil ich Angst habe, dass ich mir in die Hosen mache. Genau wie bei meiner Vorschreiberin, kommt die Panik in Situationen, in denen ich nicht fliehen kann; beim Einkaufen, wenn viele Menschen um mich herum sind oder bei Schulungen und Meetings. Total schlimm! Jetzt nehme ich Opipramol. Morgens und Mittags eine 50iger. Nach anderthalb Wochen habe ich noch nichts gemerkt, doch jetzt schwindet die Angst langsam. Ich kann schnell mal einkaufen gehen, ohne in Panik zu geraten. Es ist furchtbar, die Angst vor der Panik zu haben. Ich sage mir dann immer: "Das ist alles eine Kopfsache, einfach ablenken!" Wichtig ist auch ein verständnisvoller Arzt. LG M.