Panikattacken

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für innere Medizin) am 26. Mai 2017
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Als Panikattacken, Panikanfälle, Angstattacken oder Panikstörungen werden oft häufig auftretende Angstanfälle bezeichnet, die zumeist plötzlich und ohne zunächst ersichtlichen Grund auftreten. Dabei werden die Panikattacken oft von weiteren Symptomen begleitet, die dem Betroffenen oft das Gefühl geben, in einer lebensgefährlichen Situation zu sein.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Panikattacken?

Panikattacken sind zunächst einmal, im Gegensatz zur normalen Angst, oft wiederholende Attacken von Angst bzw. Panik. Normalerweise ist Angst ein lebensnotwendiges und natürliches Grundgefühl, welches dem Gehirn und dem Körper bei Gefahr alarmiert. Dabei werden alle Reflexe, Kräfte und Konzentrationen für eine potentielle Flucht oder einem Kampf sehr schnell mobilisiert. Tritt diese Angst jedoch häufiger und immer wiederkehrender auf, so spricht man von einer Panikattacke.

Panikattacken treten fast immer spontan und aus heiterem Himmel auf und können bis zu 30 Minuten anhalten.

Panikattacken sind prinzipiell immer heilbar. Es müssen nur die auslösenden Ursachen gefunden werden. Dies ist oft jedoch recht schwierig und langwierig.

Typische Begleitsymptome einer Panikattacke sind zumeist Schwindel, Angst, Beklemmung, Atemnot oder Hyperventilation, Gesichtsblässe, Herzrasen, innere Unruhe, Schweißausbrüche und Zittern. Durch diese Symptome denken die Betroffenen oft, dass sie einen Herzinfarkt, Schlaganfall oder Kreislaufschock haben oder gleich sterben werde.

Statistisch gesehen, kommen Panikattacken zumeist bei Frauen unter dem 30. Lebensjahr vor. Leider diagnostizieren viele Ärzte bei den Betroffenen oftmals keine Panikattacke, sondern konzentrieren sich mehr auf die Begleitsymptome, um eine körperliche Ursache zu finden. Es werden dann auch häufig Tabletten und Medikamente verschrieben, die die Panikattacken in keiner Weise mindern. Betroffene sind nicht selten jahrelang bei mehreren Ärzten in Behandlung, ohne dass die richtige Ursache für ihre Panikattacken gefunden wird. Dies fürdert natürlich wiederum die Ungewissheit und schürt damit weitere Angstattacken.

Ursachen

Panikattacken können zum Beispiel sowohl aus Angst vor giftigen Tieren (z.B. Spinnenphobie) oder aus Angst vor gefährlichen Situationen (z.B. Höhenangst, Platzangst) vorkommen. Oftmals wissen die Betroffenen aber auch gar nicht, warum sie, auch in harmlosen Situationen, an Panikattacken leiden. Dieses wiederum kann dann in eine Angst vor möglichen schlimmeren Ursachen oder Krankheiten münden. Häufen sich die Panikattacken, können die Patienten auch Angst vor der Angst haben und man spricht von einer Angstphobie (oder auch Angststörung).

Die meisten Panikattacken entstehen aber durch zuviel Stress, soziale und berufliche Probleme (z.B. Überforderung, Mobbing, Tod eines geliebten Menschen), zu wenig Schlaf, zu viel Alkohol und Nikotin und zu wenig Entspannung, körperliche Bewegung (Sport) und einen natürlichen Ausgleich in der Natur.

Krankheiten

Komplikationen

Bleiben Panikattacken unbehandelt, nehmen sie häufig einen chronischen Verlauf an. Die Angstzustände treten dann in immer kürzeren Abständen auf, die angstfreien Intervalle nehmen zunehmend ab. In ständiger Erwartung einer erneuten Panikattacke werden alle Situationen vermieden, die einen Anfall auslösen könnten: Insbesondere die Angst vor weiten Plätzen (Agoraphobie) und Menschenmengen tritt sehr häufig nach wiederholten Panikattacken auf.

Als weitreichende Komplikation zieht das ausgeprägte Vermeidungsverhalten oft den sozialen Rückzug bis hin zum Verlust der Arbeitsfähigkeit nach sich. In weiterer Folge kann sich eine Depression ausbilden, die im schlimmsten Fall in einem Selbstmord mündet. Auch nach erfolgreicher Therapie besteht nach dem Auftreten von Panikattacken ein höheres Risiko, im späteren Leben an anderen psychischen Störungen zu erkranken.

Der Versuch, die Angstanfälle mit Alkohol zu bekämpfen, endet häufig in einer Abhängigkeit. Auch vom Arzt verschriebene Antidepressiva sind nicht ohne Risiko: Beim abrupten Absetzen nach regelmäßiger Einnahme drohen gesundheitliche Probleme wie Schwindelzustände, Übelkeit und ein neuerliches Auftreten der Panikattacken. Die ärztliche Behandlung mit Beruhigungsmitteln kann ebenfalls in einer Sucht enden, die nachfolgende Entzugstherapie löst nicht selten erneut Panikattacken aus.

Ab wann sollte man zum Arzt gehen?

Bereits bei der ersten Panikattacke führt viele Betroffene der Weg zum Arzt, da sie aufgrund der starken Symptome wie beispielsweise Herzrasen, Schwindel und Schweißausbrüche einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall befürchten. Die Physis betreffend, wäre dieser Arztbesuch unnötig. Es kann aber eine beruhigende Wirkung auf den Betroffenen haben, wenn er die Ursache seiner Symptome kennt und versucht, das Wesen von Panikattacken zu verstehen. Oft reicht diese Beruhigung aus und die Patienten nutzen ihr Wissen für den Zusammenhang zwischen Stress- und Belastungssituationen und Angst, um weitere Panikanfälle von vornherein zu vermeiden.

Ein weiterer Besuch beim Hausarzt, der womöglich eine Überweisung zum Psychologen oder Psychotherapeuten nach sich zieht, ist nötig, wenn die Panikattacken häufiger auftreten. Sie könnten das Leben des Betroffenen dann deutlich einschränken, sodass es psychologischer Unterstützung bedarf. Die Gefahr, Panikattacken unbehandelt zu lassen, liegt in zwei Komplikationen. Zum einen kann es beim Patienten zu einem Vermeidungsverhalten in Bezug auf alle Situationen (U-Bahn, Restaurant, Flugzeug) kommen, in denen schon einmal solche Attacken aufgetreten sind. Zum anderen droht die sogenannte Erwartungangst.

Das bedeutet, dass die Panik sich schon so in den Gedanken des Betroffenen festgesetzt hat, dass er ängstlich auf den nächsten Anfall wartet und diesen damit provoziert. Spätestens dann ist weitere ärztliche Unterstützung nötig, damit dieser Kreislauf zum Beispiel mit einer gezielten Verhaltenstherapie durchbrochen werden kann.

Behandlung & Therapie

Panikattacken sind prinzipiell immer heilbar. Es müssen nur die auslösenden Ursachen gefunden werden. Dies ist oft jedoch recht schwierig und langwierig und setzt viel innere Kraft und Motivation des Betroffenen voraus.

Zunächst sollte der Betroffenen einen guten Arzt finden, der ihn nicht für verrückt erklärt (denn das ist er ganz und gar nicht) und seine Panikattacken ernst nimmt und als solche auch diagnostiziert. Er wird dann sie dann in aller Regel an einen Facharzt (zum Beispiel Psychologe) oder zu einem ausgebildeten Psychotherapeuthen weiter verweisen. Zusammen mit diesem Spezialisten wird dann genaustens das Leben durchleuchtet, um mögliche Ursachen für die Panikattacken zu finden.

Therapeutisch haben sich besonders das Autogene Training und die Progressive Muskelentspannung zur Unterstützung bewährt. Sie sorgen für innere Ausgeglichenheit und geben Kraft zur Bewältigung von Problemen im Alltag und Beruf. Entscheidend für eine Heilung von den Panikattacken ist jedoch, dass sie die Ursachen in ihrem Leben finden und beheben, auch wen dies einen völligen Wandel ihres bisherigen Lebenswandels bedeuten sollte.

Psychopharmaka sollten nur in sehr schweren Fällen vom Arzt verschrieben werden. Günstiger für Körper und Seele sind pflanzliche Produkte aus Baldrian und Melisse.

Aussicht & Prognose

Panikattacken treten bei vielen Menschen auf und führen zu einer stark verminderten Lebensqualität. So können einfache Vorgänge im Alltag nicht mehr in der gewöhnlichen Art und Weise durchgeführt werden. Es ist kaum mehr möglich, mit Panikattacken den Arbeitsalltag zu überstehen, auch der Besuch einer Schule ist relativ schwierig. Falls diese durch Stress oder durch eine besondere Situation ausgelöst werden und nicht dauerhaft auftreten, müssen die Panikattacken nicht zwingend von einem Arzt behandelt werden. Hier kann der Patient die Panikattacken oft selbst unter Kontrolle bringen.

Falls die Panikattacken allerdings häufig auftreten und zu sehr schlimmen Gefühlen führen, ist eine Therapie auf jeden Fall notwendig. So führen Panikattacken oft zu Herzrasen, Atemnot, Schwindel und einem starken Schwitzen. In vielen Fällen kommt es aufgrund der Panikattacken auch zu einem Herzinfarkt. Viele Menschen fallen bei starken Panikattacken auch in Ohnmacht.

Eine Behandlung wird mit Medikamenten und mit einer Therapie durchgeführt. Die Medikamente wirken beruhigend und sollen die Entstehung der Panikattacken verhindern. Gespräche mit einem Psychologen helfen ebenso, die Panikattacken zu reduzieren, da dabei ihre Ursachen behandelt werden. Oft führt eine Therapie zum Erfolg, allerdings kann es mehrere Monate andauern, bis sie anschlägt und die Panikattacken zurückgehen.




Hausmittel & Kräuter gegen Panikattacken

  • Baldrian, als Tropfen eingenommen, beruhigt Herz und Nerven und hilft auch bei Schlaganfall.

Vorbeugung

Vermeiden sie vor allem Stress, zu viel Alkohol und Nikotin. Bewegen sie sich viel in der Natur und machen sie regelmäßig Sport. Lösen sie soziale und berufliche Probleme wenn möglich rasch. Vorbeugend wirkt auch Autogene Training und die Progressive Muskelentspannung, die sie gegen die Tücken des Alltages seelisch stärken und somit Panikattacken verhindern können.

Das können Sie selbst tun

Bei Panikattacken sollte sich der Patient auf jeden Fall in Sicherheit begeben und hinsetzen oder hinlegen. Ein tiefes Durchatmen und die Zufuhr von reichlich Flüssigkeit helfen ebenso bei einer Panikattacke. Idealerweise sollten Freunde, Familie oder Kollegen verständigt werden und bei der betroffenen Person sein, damit die Panik verschwinden kann.

Wer an Panikattacken leidet, sollte keine zu warme Kleidung tragen. Luftige Kleidungsstücke und vor allem die, die sich leicht ausziehen lassen sind ideal. Gegen Panikattacken und zur allgemeinen Beruhigung hilft Baldrian. Dieser kann in Form von Tabletten oder Tee vor dem Einschlafen oder auch tagsüber eingenommen werden. In der Apotheke gibt es auch weitere pflanzliche Mittel, die zur Beruhigung des Körpers dienen. Unnötiger Stress ist auf jeden Fall zu vermeiden. Der Patient sollte sich auf keine heftigen Diskussionen oder Streitigkeiten einlassen, um die Panikattacken zu verhindern.

Vor dem Einschlafen lohnen sich Entspannungsübungen, wie zum Beispiel Yoga. Gegen die Panik helfen oft auch gewöhnliche Gespräche mit Freunden oder mit dem Partner. Der Betroffene muss sich allerdings selbst eingestehen, dass er an dem Symptom leidet. Falls die Selbsthilfe nicht zu einem Erfolg führt, muss auf jeden Fall ein Psychologe aufgesucht werden.

Bücher über Panikattacken & Angstattacken

Quellen

  • Lasogga, F., Gasch, B.: Notfallpsychologie: Lehrbuch für die Praxis. Springer, Berlin 2007
  • Payk, T.: Checkliste Psychiatrie und Psychotherapie. Thieme, Stuttgart 2013
  • Tölle, R., Windgassen, K.: Psychiatrie. Springer, Heidelberg 2006

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Tamara kommentierte am 17.03.2016 um 09:16 Uhr

Ich habe seit drei Monaten Panikattacken und weiß nicht mehr weiter. Meine Eltern denken, dass ich nur Aufmerksamkeit suche. Ich lag wegen meinen Panikattacken auch im Krankenhaus. Mein Hausarzt hat mir Opipramol verschrieben, das hilft mir ein wenig, aber ohne diese Tabletten kann ich nicht mehr schlafen. Was kann ich machen?

esmeralda kommentierte am 23.02.2016 um 23:09 Uhr

Ich habe seit drei Jahren Panikattacken. Nachts mitten im Schlaf wurde ich wach, Schweißausbruch, Schwindel, Übelkeit und Herzrasen, das ist so schlimm und unbeschreiblich, man denkt, dass man einen Herzinfarkt bekommt. Ich lag sogar im Krankenhaus und wurde überall untersucht, ich war schon traurig als der Arzt mir sagte, dass ich gesund bin, worüber ich mich eigentlich freuen sollte. Ich war bei mehreren Ärzten bis einer von ihnen gesagt hatte, dass es Panikattacken sind. Der Arzt verschrieb mir Tabletten, die Paroxetin heißen. Seitdem geht es einigermaßen. Ich habe leider von den Tabletten zugenommem, aber das ist mir langsam egal, ich bin froh, dass es etwas besser ist.
Was kann ich noch machen?

Merlin296 kommentierte am 15.08.2015 um 00:24 Uhr

Wenn ich lese, Panikattacken dauern bis zu 30 Minuten, kann ich darüber nur lächeln. Meine Attacken dauern bis zu 3 Tagen an. Ich nehme dagegen Baldriantropfen, die mir helfen.

Pinky kommentierte am 15.07.2015 um 14:09 Uhr

Hallo Patrizia, ichbin auch seit Jahren in Behandlung wegen Panikattacken inkl. Tabletten (Opipramol und Citalopram). Mit den Tabletten habe ich wieder aufgehört, als es mir so halbwegs gut ging, da ich nicht abhängig werden möchte. Was mir sehr hilft, ist die Psychotherapie, da ich auch immer wieder in alte Muster zurückfalle und das Gelernte oft nur schwer anwenden kann. Seit ich in den Wechseljahren bin, ging es mir auch wieder schlechter. Ich lief von einem Arzt zum anderen, da mir laufend irgendwo was weh tat und ich dauernd kurz vor der Panik stand. Hier hat mir bis jetzt Remifemin recht gut geholfen. Ich habe nun 3x 100er Packungen hinter mir und mache gerade etwas Pause damit. Heute habe ich mit Rotkleetinktur angefangen (selbst hergestellt) und wenn das hilft, kann ich mir das Geld für die Tabletten sparen. Es ist eine Achterbahnfahrt - ich kann es gut nachempfinden. Ich hoffe, ich konnte Dir ein wenig weiterhelfen. Alles Gute!

Patrizia dybizbanski kommentierte am 16.06.2015 um 19:49 Uhr

Ich leide seit 4 Jahren unter einer Angststörung. Drei Jahre wurde ich medikamentös behandelt. Ich habe alles durch, von Tagesklinik, Kur, Psychotherapie, usw. Seit ich in den Wechseljahren bin, geht es mir wieder schlechter. Es vergeht kein Tag ohne Panikattacken. Ich gebe mir so große Mühe, alles Gelernte anzuwenden, aber es klappt nicht. Heute hatte ich den ganzen Tag Schwindel, usw. Ich hoffe es geht bald wieder besser.

maran kommentierte am 31.05.2015 um 23:07 Uhr

Meine Panikattacken fingen letztes Jahr im Oktober an. Mitten in der Nacht wurde mir übel und ich dachte ich muss erbrechen. Ich dachte anfangs an eine übliche Magen- und Darm-Grippe. Doch nach 3 Wochen war mir immer noch übel. Ich ging mehrmals zum meiner Hausärztin. Man machte ein Ultraschall und nahm Blut ab. Eeinmal wurde ich ins Krankenhaus überwiesen mit Verdacht auf Blinddarmentzündung, doch dem war nicht so. Ich nahm ab und wurde immer schwächer, doch niemand fand etwas. Ich habe schon die Tage gezählt, bis ich sterbe, so schlimm war das. Einen Tag vor Weihnachten lief ich dann zum Krankenhaus. Bus und Autofahren ging nicht, aus Angst ich müsste mich dann übergeben. Im Krankenhaus wurde dann wieder Blut abgenommen, Urinprobe und Ultraschall gemacht, bei dem dann Gallensteine gefunden wurden. Ich freute mich, endlich was gefunden zu haben. Ich sollte im Wartebereich warten, da sie noch die Blutwerte bräuchten. Nachdem diese da waren, wurde noch einmal ein Ultraschall gemacht, zur Sicherheit, und da hiess es, sie würden keine Steine finden. Enttäuscht ging wieder heim. Mitte Januar ging es mir etwas besser, ich bekam wieder Appetit. Ich Nahm auch wieder etwas zu. Bis Anfang Februar, da bekam ich plötzlich in der Nacht solche Schmerzen, dass ich dachte, ich müsste sterben. Als ich am nächsten Tag aufwachte und immer noch diese Schmerzen hatte, fuhr ich in die Notaufnahme. Zum Glück, denn ich hatte eine schwere Bauchspeicheldrüsenentzündung und der Gallengang war auch entzündet. Ich blieb eine Woche im Krankenhaus und habe seitdem in dieser Hinsicht keine Probleme mehr. Allerdings kamen die Panikattacken bezüglich des Bus- und Autofahren wieder und so bald ich das Hause verlasse, habe ich das Gefühl, ich müsste auf die Toilette. Das Ganze schränkt meinen Lebensstil sehr ein. Ich bemühe mich seit längerem um einen psychotherapeutischen Platz aber bis jetzt ohne Erfolg. Ich geh so gut wie nie aus dem Haus, höchstens in den Garten. Medikamente nehme ich noch keine.

letti kommentierte am 11.07.2013 um 20:27 Uhr

Hallo, ich bin 41 Jahre alt und habe, so lange ich denken kann, Angst vor fast allem. Ich bin nervös, unruhig und ängstlich. Vor drei Wochen kam dann der Hammer. Wir hatten hier ein schlimmes Gewitter und ich musste raus zur Arbeit. Mein Freund kam und sagte beiläufig, dass ich jetzt nicht losfahren könne, da draußen die Hölle los sei. Ich habe eigenlich keine Angst vor einem Gewitter, aber in dem Moment hatte ich einen kompletten Urinsturz. Seit diesem Tag kann ich das Haus nicht mehr verlassen, weil ich Angst habe, dass ich mir in die Hosen mache. Genau wie bei meiner Vorschreiberin, kommt die Panik in Situationen, in denen ich nicht fliehen kann; beim Einkaufen, wenn viele Menschen um mich herum sind oder bei Schulungen und Meetings. Total schlimm! Jetzt nehme ich Opipramol. Morgens und Mittags eine 50iger. Nach anderthalb Wochen habe ich noch nichts gemerkt, doch jetzt schwindet die Angst langsam. Ich kann schnell mal einkaufen gehen, ohne in Panik zu geraten. Es ist furchtbar, die Angst vor der Panik zu haben. Ich sage mir dann immer: "Das ist alles eine Kopfsache, einfach ablenken!" Wichtig ist auch ein verständnisvoller Arzt. LG M.

ella kommentierte am 01.07.2013 um 11:09 Uhr

Ich bin 25 Jahre alt und meine erste Panikattacke kam als mein Freund für ein Jahr ins Ausland ging. Ich habe nie ausgesprochen wie schlimm das für mich war. Seitdem habe ich leichtere Angstzustände in Situationen, in denen ich mich eingeengt fühle und nicht fliehen kann. Also auf der Autobahn, im Kino, in Vorlesungen, Flugzeug. Ich habe vor einem halben Jahr mit einer psychotherapie begonnen und versuche jetzt den Ursachen auf den Grund zu gehen. Zusätzlich nehme ich seit einer Woche dysto loges. Bis jetzt habe ich noch keine großen Veränderungen bemerkt, aber das braucht einfach Zeit und Geduld. Die Zuversicht ist oft das Schwierigste. Ich wünsche allen viel Mut und Durchhaltevermögen!

clouded kommentierte am 03.05.2013 um 08:09 Uhr

Es gibt auch Medikamente als Auslöser einer Panikattacke.
Bis zum 37. Lebensjahr war ich gesund, habe keinen Arzt benötigt und dann kam plötzlich die Diagnose TBC.
Behandelt wurde ich mit den damals (1992) üblichen Medikamenten (stationär). Nach 3 Wochen wurde ich mit dem Befund "Keine TBC nachweisbar" entlassen. Trotzdem erhielt ich die Auflage die Medikamente für ein Jahr einzunehmen.
Nach 6 Monaten dann hatte ich nicht definierbare, grundlose Angstzustände und musste in die Notaufnahme. Diagnose: vegetative Dystonie. Mir wurde Lexotanil verordnet und seit 20 Jahren bin ich nicht frei von Angst und Panik, dafür aber abhängig. So kann man auch zu einer Angststörung kommen d.h. durch eine falsche Diagnose und Medikamentenverordnung der Ärzte.

ty1981 kommentierte am 05.07.2012 um 11:40 Uhr

Ich hab seit ca. 3 Monaten diese Panikattacken. Mein Kreislauf spinnt dann rum, mein Herz fängt an zu rasen. Furchtbar, und ich habe jeden Moment das Gefühl das ich umfalle. Ursachen sehe ich in der Schwangerschaft (meine Freundin ist im 9 Monat schwanger), Arztbesuche, Einkaufen, und allgemein unter Menschen sein. Mein Arzt hat mir Opipramol verschrieben. Nur leider ohne Erfolg, eher im Gegenteil. Ich hab das Gefühl, dass mein Kreislauf da noch mehr absinkt. Mein Kreislauf ist im Schnitt bei 100-60. Ich bin 30 Jahre alt und wiege 95 kg. Momentan nehme ich Effortil um meinen Kreislauf zu stabilisieren. Das geht auch soweit ganz gut. Die Attacken sind trotzdem geblieben. Ich würde so gerne bei der Geburt meiner Tochter dabei sein wollen, ich glaube allerdings nicht das ich das durchstehe. Könnt Ihr mir vielleicht helfen bzw. einen Tipp geben, was ich machen kann. Vielen Dank!

Richterin kommentierte am 25.08.2011 um 19:59 Uhr

Mit 58 hatte ich das "Glück" als Pflegehelferin (häusl. Pflege) eingestellt zu werden. Meine Ausbildung lag 12 Jahre zurück. In einer mir fremden Stadt musste ich dann nach 4 Tagen Einarbeitung die Leute finden und pflegen. Mein Navi ließ sich in dem Betriebsauto nicht laden, ging immer mal aus. Panik, Schweißausbrüche, wie ich sie nicht kannte. Zu hoher Blutdruck - Krankschreibung folgte. Musste gleich 7 Tage durch arbeiten, war völlig erschöpft. Trinken, essen, telefonieren, alles im Auto. Keine Pause, nur Stress. So werden Menschen kaputt gespielt.

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