Panikattacken
Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Friedrich (Facharzt für Innere Medizin)Anzeige
Als Panikattacken, Panikanfälle, Angstattacken oder Panikstörungen werden oft häufig auftretende Angstanfälle bezeichnet, die zumeist plötzlich und ohne zunächst ersichtlichen Grund auftreten. Dabei werden die Panikattacken oft von weiteren Symptomen begleitet, die dem Betroffenen oft das Gefühl geben, in einer lebensgefährlichen Situation zu sein.
Was sind Panikattacken?
Panikattacken treten fast immer spontan und aus heiterem Himmel auf und können bis zu 30 Minuten anhalten. Typische Begleitsymptome einer Panikattacke sind zumeist Schwindel, Angst, Beklemmung, Atemnot oder Hyperventilation, Gesichtsblässe, Herzrasen, innere Unruhe, Schweißausbrüche und Zittern. Durch diese Symptome denken die Betroffenen oft, dass sie einen Herzinfarkt, Schlaganfall oder Kreislaufschock haben oder gleich sterben werde.
Statistisch gesehen, kommen Panikattacken zumeist bei Frauen unter dem 30. Lebensjahr vor. Leider diagnostizieren viele Ärzte bei den Betroffenen oftmals keine Panikattacke, sondern konzentrieren sich mehr auf die Begleitsymptome, um eine körperliche Ursache zu finden. Es werden dann auch häufig Tabletten und Medikamente verschrieben, die die Panikattacken in keiner Weise mindern. Betroffene sind nicht selten jahrelang bei mehreren Ärzten in Behandlung, ohne dass die richtige Ursache für ihre Panikattacken gefunden wird. Dies fürdert natürlich wiederum die Ungewissheit und schürt damit weitere Angstattacken.
Ursachen für Panikattacken
Die meisten Panikattacken entstehen aber durch zuviel Stress, soziale und berufliche Probleme (z.B. Überforderung, Mobbing, Tod eines geliebten Menschen), zu wenig Schlaf, zu viel Alkohol und Nikotin und zu wenig Entspannung, körperliche Bewegung (Sport) und einen natürlichen Ausgleich in der Natur.
Krankheiten mit Panikattacken
Behandlung und Therapie von Panikattacken
Zunächst sollte der Betroffenen einen guten Arzt finden, der ihn nicht für verrückt erklärt (denn das ist er ganz und gar nicht) und seine Panikattacken ernst nimmt und als solche auch diagnostiziert. Er wird dann sie dann in aller Regel an einen Facharzt (z.B. Psychologe) oder zu einem ausgebildeten Psychotherapeuthen weiter verweisen. Zusammen mit diesem Spezialisten wird dann genaustens das Leben durchleuchtet, um mögliche Ursachen für die Panikattacken zu finden.
Therapeutisch haben sich besonders das Autogene Training und die Progressive Muskelentspannung zur Unterstützung bewährt. Sie sorgen für innere Ausgeglichenheit und geben Kraft zur Bewältigung von Problemen im Alltag und Beruf. Entscheidend für eine Heilung von den Panikattacken ist jedoch, dass sie die Ursachen in ihrem Leben finden und beheben, auch wen dies einen völligen Wandel ihres bisherigen Lebenswandels bedeuten sollte.
Psychopharmaka sollten nur in sehr schweren Fällen vom Arzt verschrieben werden. Günstiger für Körper und Seele sind pflanzliche Produkte aus Baldrian und Melisse.
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Vorbeugung von Panikattacken
Vermeiden sie vor allem Stress, zu viel Alkohol und Nikotin. Bewegen sie sich viel in der Natur und machen sie regelmäßig Sport. Lösen sie soziale und berufliche Probleme wenn möglich rasch. Vorbeugend wirkt auch Autogene Training und die Progressive Muskelentspannung, die sie gegen die Tücken des Alltages seelisch stärken und somit Panikattacken verhindern können.
Bücher über Panikattacken und Angstattacken
Quellen: Herold, G.: Innere Medizin, Köln 2012; Andreae, S.: Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, Stuttgart 2008; Ruß A., Endres S.: Arzneimittel pocket plus 2012, Grünwald 2012, Greten H., Rinninger F.: Innere Medizin, Stuttgart 2010.
Von Dr. med. Albrecht Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin).
Welche Erfahrungen und Hinweise haben Sie zum Thema Panikattacken?
Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern
Richterin kommentierte am 25.08.2011 um 19:59 Uhr
Mit 58 hatte ich das "Glück" als Pflegehelferin (häusl. Pflege) eingestellt zu werden. Meine Ausbildung lag 12 Jahre zurück. In einer mir fremden Stadt musste ich dann nach 4 Tagen Einarbeitung die Leute finden und pflegen. Mein Navi ließ sich in dem Betriebsauto nicht laden, ging immer mal aus. Panik, Schweißausbrüche, wie ich sie nicht kannte. Zu hoher Blutdruck - Krankschreibung folgte. Musste gleich 7 Tage durch arbeiten, war völlig erschöpft. Trinken, essen, telefonieren, alles im Auto. Keine Pause, nur Stress. So werden Menschen kaputt gespielt.
ty1981 kommentierte am 05.07.2012 um 11:40 Uhr
Ich hab seit ca. 3 Monaten diese Panikattacken. Mein Kreislauf spinnt dann rum, mein Herz fängt an zu rasen. Furchtbar, und ich habe jeden Moment das Gefühl das ich umfalle. Ursachen sehe ich in der Schwangerschaft (meine Freundin ist im 9 Monat schwanger), Arztbesuche, Einkaufen, und allgemein unter Menschen sein. Mein Arzt hat mir Opipramol verschrieben. Nur leider ohne Erfolg, eher im Gegenteil. Ich hab das Gefühl, dass mein Kreislauf da noch mehr absinkt. Mein Kreislauf ist im Schnitt bei 100-60. Ich bin 30 Jahre alt und wiege 95 kg. Momentan nehme ich Effortil um meinen Kreislauf zu stabilisieren. Das geht auch soweit ganz gut. Die Attacken sind trotzdem geblieben. Ich würde so gerne bei der Geburt meiner Tochter dabei sein wollen, ich glaube allerdings nicht das ich das durchstehe. Könnt Ihr mir vielleicht helfen bzw. einen Tipp geben, was ich machen kann. Vielen Dank!
clouded kommentierte am 03.05.2013 um 08:09 Uhr
Es gibt auch Medikamente als Auslöser einer Panikattacke.
Bis zum 37. Lebensjahr war ich gesund, habe keinen Arzt benötigt und dann kam plötzlich die Diagnose TBC.
Behandelt wurde ich mit den damals (1992) üblichen Medikamenten (stationär). Nach 3 Wochen wurde ich mit dem Befund "Keine TBC nachweisbar" entlassen. Trotzdem erhielt ich die Auflage die Medikamente für ein Jahr einzunehmen.
Nach 6 Monaten dann hatte ich nicht definierbare, grundlose Angstzustände und musste in die Notaufnahme. Diagnose: vegetative Dystonie. Mir wurde Lexotanil verordnet und seit 20 Jahren bin ich nicht frei von Angst und Panik, dafür aber abhängig. So kann man auch zu einer Angststörung kommen d.h. durch eine falsche Diagnose und Medikamentenverordnung der Ärzte.

