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Zittern

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Peter Hoffmann (Facharzt für Allgemeinmedizin)

Zittern, Zuckungen oder Tremor ist zumeist eine unbewusste zittrige oder schwingende motorische Bewegung von Köperteilen. Vor allem zitternde Hände sind ein oftmals eindeutiges Kennzeichnen des Symptoms.

Inhaltsverzeichnis

Definition Zittern

Wie bereits angemerkt ist Zittern zumeist eine unbewusste oder unwillkürliche motorische Handlung, bei dem der Körper als Gesamtheit oder einzelne Körperteile zittern oder leicht schwingend oder bibbernd wirken. Das Zittern selbst hat seine Herkunft zumeist in dem entgegengesetzten Wirken von Muskelgruppen (Antagonisten). Bekannt für besonders starkes Zittern sind oft Hände, Kiefer, Kopf, Füße und Stimme.

Zittern kann in unterschiedlichen Formen vorkommen. Beispielsweise kann es zittrig oder bibbernd wirken, bei bei starkem Frieren oder eher schwingend und rhytmisch, wie bei Parkinson. Dabei kann das Zittern sowhl in Ruhe oder in Bewegung vorkommen.

Man kann weiterhin folgende Formen des Zitterns differenzieren:

1. Zittern bei der Bewegung eines Körperteils

2. Zittern bei Ruhe oder Halten eines Körperteils

3. Zittern bei Fixierung auf ein Ziel

4. Zittern beim Festhalten eines Gegenstandes

5. Zittern bei spezifischen motorischen Aktionen, wie musizieren

Ursachen für Zittern

Zittern bei Kälte bzw. frieren ist in der Regel harmlos, wenn nicht Erfrierungen in Folge auftreten. Hierbei ist Frieren sogar ein Schutzmechanismus, um den Körper mehr Wärme durch Muskelkontraktion zuzuführen. Dennoch kann Zittern auch als Symptom einer Erkrankung sein. Typische Vertreter hierfür sind Parkinson, Schilddrüsenüberfunktion, Epilepsie, Schlaganfall und Multiple Sklerose.

Aber auch der übermäßige Konsum von Alkohol, Nikotin, Drogen, Kaffee, Tee und diverse Medikamente können Zittern auslösen. Ebenso sind auch psychische Leiden, wie Angststörung oder Panikattacken eine mögliche Ursache. Eine seltene Ursache für das Zittern sind erbliche Veranlagerungen, die aber bisher noch nicht genau erforscht sind.

Krankheiten mit Zittern

Behandlung von Zittern

Normalerweise wird kein Arzt bei Zittern aufgesucht. Dennoch kann im Rahmen einer anderen Erkrankung dieses Symptom durch einen Mediziner festgestellt werden und eine Diagnose diesbezüglich mit einbezogen. Je nach Ursache ist dann, neben der Grunderkrankung, eine Behandlung des Zitterns möglich.

Mögliche Therapiemaßnahmen sind die Einnahme von Medikamenten, wie Betablocker oder Botulinumtoxin. Außerdem sind motorische Techniken und Trainingsformen in der Vergangenheit erfolgreich gegen das Zittern zum Einsatz gekommen. Zittern im Rahmen einer Epilepsie oder Parkinson Krankheit kann bisher nicht geheilt werden. Lediglich die Linderung der Symptome wird von den Ärzten gewährleistet.

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Vorbeugung von Zittern

Um Zittern zu vermeiden bzw. vorzubeugen sollte versucht werden ein stressfreie und entspanntes Leben zu führen. Außerdem hilft regelmäßiger Sport und Bewegung in der Natur und an der frischen Luft. Ebenso sollte eine gesunde Ernährung angestrebt werden. Verzichtet werden sollte auf zu viel Alkohol, Rauchen und Drogenkonsum. Die Reduzierung von Kaffee kann ebenso hilfreich sein.

Bücher über Zittern

Quellen: Herold, G.: Innere Medizin, Köln 2013; Andreae, S.: Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, Stuttgart 2008; Ruß A., Endres S.: Arzneimittel pocket plus 2013, Grünwald 2012, Greten H., Rinninger F.: Innere Medizin, Stuttgart 2010.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Misa-Light kommentierte am 26.08.2011 um 20:53 Uhr

Ich zittere auch manchmal. Also nur meine rechte Hand zittert, wenn ich z.B meinen Füller halte. Außerdem habe ich im Moment schnelles Herzklopfen. Aber ich gehe am Montag sicherheitshalber zum Arzt.

Tatterlise kommentierte am 07.12.2011 um 06:15 Uhr

Ich zittere seit ich denken kann. Inzwischen habe ich herausgefunden, dass ich auf Zusatzstoffe in Lebensmitteln reagiere. Bei mir sind das Phosphat, Geschmacksverstärker (auch Hefe-Extrakt) und Citronensäure (die aus Schimmelpilzen gewonnen wird)- Zitronensaft ist o.k. für meinen Körper.
Vermutlich kann sich mein Körper nicht von diesen Stoffen befreien und lässt deshalb den Zitteralarm läuten. Bin gerade dabei mich mit Vitamin B6, Zink, Mangan und Vitamin B1 wieder in einen zitterfreien Menschen zu verwandeln. Macht Euch schlau, es lohnt sich!

kopfzittern kommentierte am 24.02.2012 um 23:18 Uhr

Hallo, ich habe starkes Kopfzittern seit ein paar Jahren. Nun bekomme ich mittlerweile alle 3 Monate Botoxspritzen. Manchmal bringt es was und manchmal auch nicht. Meine Frage: Was kann ich noch tun, um das zu stoppen? Es macht mich richtig fertig und ich weiss nicht mehr weiter. Leider kann ich auch mit niemandem darüber reden. Wenn mich jemand nach meinem Kopfzittern fragt, dann sage ich in den kalten Wintertagen, dass mir kalt ist.

zittern kommentierte am 27.07.2012 um 13:30 Uhr

Ich zittere seit ein paar Monaten sehr stark, meist ist es mein ganzer Körper, hin und wieder leicht mein Kopf und täglich meine Hände. Es fühlt sich an manchen Tagen so schlimm an, dass ich das Gefühl habe einfach nur umzukippen. Ab und zu bekomme ich eine Sehschwäche. Ich musste meinen Job vorübergehend kündigen, da ich mit zittrigen Händen nicht arbeiten, geschweige denn mich nicht ausführlich konzentrieren kann. War schon beim Arzt, der nahm mir Blut ab, untersuchte meine Schilddrüse sogar auf Zucker wurde ich getestet. Soweit ist aber alles in Ordnung, außer dass mein Blutdruck sehr niedrig ist. Dann schickte er mich zum Neurologen, der meinte, es sei auch alles soweit OK.
Irgendwo muss das doch herkommen! Ich will nicht mein ganzes Leben so zittern. Ich bin doch gerade erst 19 Jahre alt. Eine Ausbildung will ich machen, aber wenn ich ewig so zittere...