Hyperventilation

Hyperventilation, hyperventilieren und schnelles Atmen sind Begriffe für eine Atmung, die entweder in ihrer Frequenz oder Atemtiefe unnatürliche Wesenszüge besitzt. Ein Beispiel für eine Hyperventilation ist ein unbegründetes, überhöhtes und schnelles Atmen im Ruhezustand aufgrund von Schock oder Erregung. Meist tritt eine Hyperventilation im Zuge von Anfällen auf und kann dabei wiederum andere Symptome, wie Schwindel, Sehstörungen, Atemnot und Brustschmerzen hervorrufen. Manchmal kommt es gar zu einer Bewusstlosigkeit.

Inhaltsverzeichnis

Ursachen für Hyperventilation

Hyperventilation kann schon im Kindesalter auftreten. Eine geschlechtsspezifische Veranlagung bezüglich des Hyperventilieren gibt es nicht.

Anders als man vermuten könnte, ist eine Hyperventilation zumeist nicht körperlich bedingt sondern psychisch. Dabei spielen vor allen Situationen mit psychischen Belastungen eine zentrale Rolle. Besonders Stress, Angst und Erregung sind typische Indikatoren. Eher selten tritt eine Hyperventilation im Rahmen einer neurologischen Erkrankung auf. Hierbei können mögliche Tumore das Atemzentrum im Gehirn nachhaltig stören.

Ist die Hyperventilation krankheitsbedingt kommen jedoch meist Ursachen wie Vergiftungen, Sauerstoffmangel, Lungenembolie, Herzinsuffizienz und Fieber in Frage und sollten ärztlich untersucht werden.

Krankheiten mit Hyperventilation

Verlauf einer Hyperventilation

Kommt es zu einer Hyperventilation, bei der in der Regel eine schnelle und tiefe Atmung erfolgt, wird der Sauerstoffanteil im Blut kaum erhöht, da die Sättigung bereits durch die normale Atmung ermöglicht wurde.

Allerdings steigt nunmehr der Anteil des Kohelndioxides in seiner Konzentration ungleich mehr ausgeatment. Der Effekt ist dann ein erhöhter pH Wert, der zu einer respiratorischen Alkalose führt.

Die Folge können dann Muskelkrämpfe, die sogenannten Hyperventilationstetanien sein. Dies kann bis zur Bewusstlosigkeit führen.

Behandlung von Hyperventilation

Nicht jeder Betroffene sucht bei Hyperventilation sofort einen Arzt auf. Treten die Anfälle jedoch öfter auf oder bereiten sie Grund zur Sorge, sollte man sich untersuchen lassen. Beim Gespräch erkundigt sich der Arzt über Vorerkrankungen, genommene Medikamente und die Situationen, bei denen es zu einer Hyperventilation gekommen ist. Meisten ergeben sich hierbei die Ursachen von Stress und Erregung.

Zur Differentialdiagnose wird der Arzt gegebenenfalls weitere Untersuchungen anstreben (Elektrokardiogramm (EKG), Röntgenaufnahmen, Blutuntersuchung).

Nach erfolgreicher Ursachenfeststellung wird die passende Therapie ausgewählt. Sind Stress und Aufregung für die Hyperventilation verantwortlich, sollte der Patient beruhigt werden. Die Verschreibung von Autogenem Training ist sinnvoll. Beim akuten Anfall kann auch eine in eine Plastiktüte geatmet werden, um den Kohlendioxidwert wieder zu normalisieren und die Hyperventilation zu beenden. Bei Krämpfen erfolgt gegebenenfalls die Verabreichung von Beruhigungsmitteln (Benzodiazepine).

Vorbeugend und therapeuthisch sollte eine sogenannte Atemtherapie gemacht werden, bei dem der Patient besondere Atemtechniken erlernen kann. Weiterhin sollte der Gebrauch von Entspannungstechniken wie Progressive Muskelrelaxation, Yoga oder Autogenem Training gemacht werden. Bei einer Angststörung als Ursache sollte zusätzliche eine Psychotherapie in Erwähgung gezogen werden. Eingesetzte Psychopharmaka sollten jedoch nur als letztes Mittel einer Genesung in Betracht kommen.

Bei organischen Ursachen wie Herzinsuffizienz, Blutvergiftung oder Blutarmut, sollten diese Krankheiten zuerst behandelt werden.

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Vorbeugung von Hyperventilation

Eine nicht krankhafte Hyperventilation, kann man durch ein gesundes, stressfreies Leben ohne ungesunde Aufregung mit viel Bewegung, frischer Luft, gesunder Ernährung und den Verzicht auf Rauchen und Alkohol gut vorbeugen. Vorbeugend ist ebenso das Autogene Training, welches nicht nur zur Beruhigung dient, sondern auch insgesamt mehr Entspannung im Alltag bringen kann.

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