Hustenschleim

Als Hustenschleim - auch Auswurf, Sputum, Expektoration oder Schleimauswurf - wird die ausgehustete Absonderung der Atemwegsschleimhaut und beigemischte Zellen bezeichnet.

Diese Zellen können bei einer Diagnose weiter in weiße Blutkörperchen, beim Bronchialkarzinom auch als Malignomzellen unterschieden werden. Daneben kann der Hustenschleim auch mit Speichel, Nahrungsresten, Staub, Rauchteilchen, Erregern, Eiter und im Falle eines Bluthustens auch mit Blut versetzt sein.

Der Auswurf kann der Untersuchung von Erkrankungen wie einer Lungenentzündung, einer chronischen Bronchitis oder zur Diagnose bei Tuberkulose sowie von Tumorbildungen des unteren Atemtrakts dienen.

Inhaltsverzeichnis

Ursachen für Hustenschleim

Hustenschleim der im Rahmen eines Hustens bei Erkältung vorkommt, ist normal. Sinn des Hustenschleims ist hierbei, dass die Bronchien gereinigt werden. Wird unnatürlich viel Hustenschleim bzw. Auswurf gebildet und sind dessen Farben ungewöhnlich, kann dies auch ein Zeichen für die Erkrankung der Atemwege sein. Die gängisten Ursachen hierbei sind die akute Bronchitis, Asthma bronchiale, chronische Lungenerkrankung, Allergien, Tuberkulose und Lungenkrebs (Bronchialkarzinom).

Aus der Farbe des Sputums lassen sich Rückschlüsse auf mögliche Ursachen ziehen:

  • Gelb-grün: es handelt sich um eine eitrige, akute bakterielle Infektion, z.B. Asthma bronchiale, einer Lungenentzündung (Pneumonie) und Mukoviszidose
  • Weiß-glasig: die Infektion ist eher viral bedingt, z.B. bei chronischer Bronchitis, Abhusten am Morgen
  • Weiß-schaumig: Hinweis für Lungenstauung bis zum Ödem
  • Gräulich: bakterieller Infekt in Abheilung, häufig bei Lungenentzündungen
  • Bräunlich-schwarz: am ehesten altes Blut. Kann harmlos sein, muß aber nicht, Abklärung erforderlich, meist bei starken Rauchern
  • Bröckelig: Lungenkrankheiten wie Aktinomykose und Tuberkulose
  • Blutig: Bluthusten (Hämoptoe), kann ein Anzeichen eines schweren Infekts (wie Lungenentzündung) oder bösartigen Tumor (zum Beispiel Lungenkrebs) sein

Bei starkem Husten nimmt die Bronchialschleimhaut Schaden, es ist dann normal, dass einige kleine Fädchen Blut beim Auswurf beigemengt sind.

Krankheiten mit Auswurf

Behandlung von Hustenschleim

Hustenschleim tritt im Rahmen einer Allergie oder einer Erkältung als harmloses Symptom auf. Begleitet wird der Auswurf von starkem oder schwachem Husten. Tritt der Husten und sein Hustenschleim länger auf oder ist er von Blut ganz oder teilweise durchzogen, sollte die Ursache vom Arzt untersucht werden. Dennoch sollte nicht gleich an den Lungenkrebs gedacht werden.

Der Arzt stellt zur Ursachenerkennung Fragen zu den Beschwerden bzw. zum Auswurf selbst. Weiterhin erfragt er wichtige Begleitsymptome wie Schnupfen, Kopfschmerzen, Heiserkeit, etc. Auch Allergien, Unverträglichkeiten und Vorerkrankungen sind wichtig zu erwähnen. Selbst Medikamente können Einfluss auf den Hustenschleim haben. Schlussendlich sollte noch ermittelt werden, ob der Betroffene starker Raucher ist oder in lustverschmutzten Umgebungen lebt oder arbeitet.

Danach erfolgt eine ganzheitliche Untersuchung von Rachen, Hals und Brustkorb. Lunge und Herz werden mit einem Stethoskop abgehorcht und Blut wird, zur weiteren Untersuchung potentieller Entzündungswerte und Erreger, abgenommen. Ebenso wird der Hustenschleim im Labor untersucht, um Keime und Errger (z.B. Tuberkulose) ausfindig zu machen. Zusätzlich werden die Zellen, die im Auswurf enthalten sind mit untersucht.

Husten und Auswurf

Sollte immer noch Unklarheit über die Ursache des Hustens sein oder will der Arzt die Ergebnisse genauer untersuchen, so sind weitere Untersuchungen sinnvoll. Mögliche weitere Maßnahmen könnten sein: Gewebeuntersuchung (Biopsie), Spiegelung des Kehlkopfs, Spiegelung der Bronchien, Spülung der Bronchien, Computertomographie u.a..

Die Therapie selbst richtet sich in erster Linie gegen den Verursacher des Hustenschleimes. Meist sind dies Erkältung, Asthma bronchiale oder Lungenkrebs. Diese Erkrankungen sollten daher behandelt werden. Bei bakteriellen Infekten sind Antibiotika eventuell anzuwenden. Weiterhin sollte, wenn möglich, das Rauchen eingestellt werden. Auch staubige und trockene Luft sollte gemieden werden. Natürliche Alternativen sind ausreichend Getränke in Form von Wasser und Tees (Kamillentee, Fencheltee, Anistee und Salbeitee).

Je nach abschließender Ursache wird der Hustenschleim bzw. die Krankheit, die zum Auswurf führt, behandelt. Für den harmlosen Hustenschleim einer Erkältung sind die altbekannten Hustentabletten (Lutschtabletten) oder der Hustensaft die Klassiker. Von diesen Medikamenten gibt es sowohl freiverkäufliche Mittel in der Apotheke als auch verschreibungspflichtige Arznei. Die Hustemittel unterscheidet man selbst in Hustenlöser und Hustenstiller.

Rezeptfreie Medikamente gegen Hustenschleim und Auswurf

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Vorbeugung von Hustenschleim

Hustenschleim, der nicht krankhaft bedingt sind, kann man durch ein gesundes Leben mit viel Bewegung, frischer Luft, gesunder Ernährung und den Verzicht auf Rauchen gut vorbeugen. Weiterhin sollte man, wenn möglich, nicht in luftverschmutzten Räumen oder Gebieten arbeiten und leben. Ein Mundschutz kann gegebenenfalls kurzfristig vorbeugend wirken.

Hausmittel und Kräuter gegen Hustenschleim und Auswurf

  • Anis hilft gegen Blähungen, Hustenschleim, Asthma und Weißfluß und sorgt für guten Schlaf.
  • Hustentee bereite man wie folgt zu: je 5 Gramm Spitzwegerich, Lungenkraut, Huflattich, Wollblume, Aniskörner, Süßholz, Hibiskuswurzeln und 10 Gramm Isländisches Moos.
  • Ein weiterer Hustentee mache man aus einem halben Esslöffel Süßholz, einem halben Esslöffel Veilchenwurzeln, einem Esslöffel Eibischwurzeln, einem halben Esslöffel Huflattichblättern, einem halben Esslöffel Wollblumen und genauso viel Anis-Samen. Von dieser Mischung machen sie dann aus einem Teelöffel eine Tasse Tee. Am besten mit Honig süßen.
  • Brennesseltee wirkt blutreinigend und schleimlösend.
  • Als Badezusatz verwendet, löst Eukalyptusöl den Schleim, öffnet die Atmungsorgane und nimmt den Hustenreiz. Deshalb ist dieses Bad bei Erkältungskrankheiten besonders angebracht.
  • Fichtennadelhonig ist ein gutes, schleimlösendes Hustenmittel. Die Blüten der Fichte werden dazu mit Zucker angesetzt.
  • Huflattich wirkt appetitanregend und hilft bei Husten, Verschleimung und Heiserkeit.

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Dr. Nonnenmacher zum Thema Husten

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Jutta kommentierte am 06.12.2011 um 14:20 Uhr

Ich habe jetzt seit fast 4 Wochen starken Husten. Durch leichte Maßnahmen wie Nasendusche, Inhalieren, Brustwickel, Ruhe (Krankschreibung) geht es mir insgesamt schon besser. Doch ich werde immer noch von Hustenattacken geplagt, wobei diese mittlerweile häufiger Auswurf produzieren, der in der Regel gelb-grün ist. Bin ich dann noch ansteckend? Ist es sinnvoll, den Auswurf untersuchen zu lassen? Vielen Dank für Ihre Antwort! Jutta

karl kommentierte am 16.01.2012 um 22:22 Uhr

Als erstas muss ich sagen, dass ich seit Mai 2008 ein Melanom, also schwarzen Hautkrebs, habe der schnell streut. Seit ungefähr 3 Wochen habe ich einen Reizhusten, der aber in den letzten Tagen fast aufgehört hatte. Jetzt habe ich nur noch Zeitweise einen Hustenanfall. Der Schleim war fast immer glasig. Heute abend musste ich wieder Husten. Diesmal war es garnicht so schlimm aber ich sehe in dem hellen Schleim das erste Mal einen Blutfaden. Ich hatte vor 3 Monaten schon eine Thorax CT und fast alle 3 Monate ebenso. Meine Lunge ist nicht mehr in Ordnung. Ich hatte vor 4 Monaten einen Rundherd von 2 mm, der aber kleiner und länglich wurde. Der Radiologe meinte das ist eine Narbe. In den letzten 10 Jahren habe ich auch einige Lungenentzündungen gehabt. Kann ich noch ein CT riskieren? Die lezte war vor 3 Monaten. Betonen möchte ich noch, dass ich immer einen trockenen Rachen und Mund habe.

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