Hustenschleim

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 11. September 2014
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Als Hustenschleim - auch Auswurf, Sputum, Expektoration oder Schleimauswurf - wird die ausgehustete Absonderung der Atemwegsschleimhaut und beigemischte Zellen bezeichnet.

Diese Zellen können bei einer Diagnose weiter in weiße Blutkörperchen, beim Bronchialkarzinom auch als Malignomzellen unterschieden werden. Daneben kann der Hustenschleim auch mit Speichel, Nahrungsresten, Staub, Rauchteilchen, Erregern, Eiter und im Falle eines Bluthustens auch mit Blut versetzt sein.

Der Auswurf kann der Untersuchung von Erkrankungen wie einer Lungenentzündung, einer chronischen Bronchitis oder zur Diagnose bei Tuberkulose sowie von Tumorbildungen des unteren Atemtrakts dienen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Auswurf bzw. Sputum?

Beim Hustenschleim handelt es sich um eine Begleiterscheinung des Hustens. Die Bronchialschleimhaut produziert zum Beispiel während eines viralen Infekts verstärkt ein Sekret, das sich im Hals/Rachen festsetzt und den Betroffenen oftmals zum Husten zwingt.

Der Schleim hat in der Regel eine gelblich-grüne Farbe, kann aber auch Blutspuren aufweisen. In letzterem Fall ist größere Vorsicht geboten. Bemerkt werden kann dies allerdings erst, wenn der Hustenschleim nach außen gelangt:

Der Körper möchte sich vom übermäßig gebildeten Hustenschleim befreien - gelingt dies, sprechen Ärzte vom Auswurf oder Sputum. Dann kann ebenso von einem produktiven Husten gesprochen werden. Dieser tritt nicht nur während einer Erkrankung auf, sondern auch beispielsweise bei Rauchern.

Ursachen für Hustenschleim

Hustenschleim der im Rahmen eines Hustens bei Erkältung vorkommt, ist normal. Sinn des Hustenschleims ist hierbei, dass die Bronchien gereinigt werden. Wird unnatürlich viel Hustenschleim bzw. Auswurf gebildet und sind dessen Farben ungewöhnlich, kann dies auch ein Zeichen für die Erkrankung der Atemwege sein. Die gängisten Ursachen hierbei sind die akute Bronchitis, Asthma bronchiale, chronische Lungenerkrankung, Allergien, Tuberkulose und Lungenkrebs (Bronchialkarzinom).

Aus der Farbe des Sputums lassen sich Rückschlüsse auf mögliche Ursachen ziehen:

  • Gelb-grün: es handelt sich um eine eitrige, akute bakterielle Infektion, z.B. Asthma bronchiale, einer Lungenentzündung (Pneumonie) und Mukoviszidose
  • Weiß-glasig: die Infektion ist eher viral bedingt, z.B. bei chronischer Bronchitis, Abhusten am Morgen
  • Weiß-schaumig: Hinweis für Lungenstauung bis zum Ödem
  • Gräulich: bakterieller Infekt in Abheilung, häufig bei Lungenentzündungen
  • Bräunlich-schwarz: am ehesten altes Blut. Kann harmlos sein, muß aber nicht, Abklärung erforderlich, meist bei starken Rauchern
  • Bröckelig: Lungenkrankheiten wie Aktinomykose und Tuberkulose
  • Blutig: Bluthusten (Hämoptoe), kann ein Anzeichen eines schweren Infekts (wie Lungenentzündung) oder bösartigen Tumor (zum Beispiel Lungenkrebs) sein

Bei starkem Husten nimmt die Bronchialschleimhaut Schaden, es ist dann normal, dass einige kleine Fädchen Blut beim Auswurf beigemengt sind.

Diagnose und Verlauf bei Auswurf

Hustenschleim oder sein Auswurf können vom Betroffenen selbst diagnostiziert werden - was dahintersteckt, muss allerdings von einem Arzt abgeklärt werden.

Dies geschieht mit einer Kombination aus Fragen zur Vorgeschichte des Patienten sowie weiteren Beschwerden und intensiven Untersuchungen des Mund- und Rachenraumes. Optional werden Herz und Lunge mit der Hilfe eines Stethoskops abgehört. Blutuntersuchungen können bei Verdacht auf eine bestimmte Krankheit hinzutreten.

Das Auftreten von Hustenschleim lässt sich mit Husten in Verbindung bringen. Während einer Erkältung bildet er sich sehr oft. Da der Hals versucht, sich von ihm zu trennen, kommt es sehr oft auch zum Auswurf. Ist dieser blutig, sollten weitere Untersuchungen (zum Beispiel auf Lungenkrebs) stattfinden.

Diagnosedaten & Häufigkeit

Relative Häufigkeit je 100.000 Einwohner pro Bundesland (ICD-10: R09 Sonstige Symptome, die das Atmungssystem betreffen) (2012)
Quelle: GBE des Bundes (Diagnosedaten der Krankenhäuser)

Krankheiten mit Auswurf

Behandlung und Therapie von Auswurf

Hustenschleim tritt im Rahmen einer Allergie oder einer Erkältung als harmloses Symptom auf. Begleitet wird der Auswurf von starkem oder schwachem Husten. Tritt der Husten und sein Hustenschleim länger auf oder ist er von Blut ganz oder teilweise durchzogen, sollte die Ursache vom Arzt untersucht werden. Dennoch sollte nicht gleich an den Lungenkrebs gedacht werden.

Der Arzt stellt zur Ursachenerkennung Fragen zu den Beschwerden bzw. zum Auswurf selbst. Weiterhin erfragt er wichtige Begleitsymptome wie Schnupfen, Kopfschmerzen, Heiserkeit, etc. Auch Allergien, Unverträglichkeiten und Vorerkrankungen sind wichtig zu erwähnen. Selbst Medikamente können Einfluss auf den Hustenschleim haben. Schlussendlich sollte noch ermittelt werden, ob der Betroffene starker Raucher ist oder in luftverschmutzten Umgebungen lebt oder arbeitet.

Danach erfolgt eine ganzheitliche Untersuchung von Rachen, Hals und Brustkorb. Lunge und Herz werden mit einem Stethoskop abgehorcht und Blut wird, zur weiteren Untersuchung potentieller Entzündungswerte und Erreger, abgenommen. Ebenso wird der Hustenschleim im Labor untersucht, um Keime und Errger (z.B. Tuberkulose) ausfindig zu machen. Zusätzlich werden die Zellen, die im Auswurf enthalten sind mit untersucht.

Husten und Auswurf hängen meist eng miteinander zusammen. Der Hustenschleim sollte aber genau beobachtet werden. Ist Blut mit dazwischen sollte ein Arzt konsultiert werden.

Sollte immer noch Unklarheit über die Ursache des Hustens sein oder will der Arzt die Ergebnisse genauer untersuchen, so sind weitere Untersuchungen sinnvoll.

Mögliche weitere Maßnahmen könnten sein: Gewebeuntersuchung (Biopsie), Spiegelung des Kehlkopfs, Spiegelung der Bronchien, Spülung der Bronchien, Computertomographie u.a..

Die Therapie selbst richtet sich in erster Linie gegen den Verursacher des Hustenschleimes. Meist sind dies Erkältung, Asthma bronchiale oder Lungenkrebs. Diese Erkrankungen sollten daher behandelt werden. Bei bakteriellen Infekten sind Antibiotika eventuell anzuwenden.

Weiterhin sollte, wenn möglich, das Rauchen eingestellt werden. Auch staubige und trockene Luft sollte gemieden werden. Natürliche Alternativen sind ausreichend Getränke in Form von Wasser und Tees (Kamillentee, Fencheltee, Anistee und Salbeitee).

Je nach abschließender Ursache wird der Hustenschleim bzw. die Krankheit, die zum Auswurf führt, behandelt. Für den harmlosen Hustenschleim einer Erkältung sind die altbekannten Hustentabletten (Lutschtabletten) oder der Hustensaft die Klassiker. Von diesen Medikamenten gibt es sowohl freiverkäufliche Mittel in der Apotheke als auch verschreibungspflichtige Arznei. Die Hustemittel unterscheidet man selbst in Hustenlöser und Hustenstiller.

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Vorbeugung von Hustenschleim

Hustenschleim, der nicht krankhaft bedingt sind, kann man durch ein gesundes Leben mit viel Bewegung, frischer Luft, gesunder Ernährung und den Verzicht auf Rauchen gut vorbeugen. Weiterhin sollte man, wenn möglich, nicht in luftverschmutzten Räumen oder Gebieten arbeiten und leben. Ein Mundschutz kann gegebenenfalls kurzfristig vorbeugend wirken.

Hausmittel und Kräuter gegen Hustenschleim und Auswurf

  • Anis hilft gegen Blähungen, Hustenschleim, Asthma und Weißfluß und sorgt für guten Schlaf.
  • Hustentee bereite man wie folgt zu: je 5 Gramm Spitzwegerich, Lungenkraut, Huflattich, Wollblume, Aniskörner, Süßholz, Hibiskuswurzeln und 10 Gramm Isländisches Moos.
  • Ein weiterer Hustentee mache man aus einem halben Esslöffel Süßholz, einem halben Esslöffel Veilchenwurzeln, einem Esslöffel Eibischwurzeln, einem halben Esslöffel Huflattichblättern, einem halben Esslöffel Wollblumen und genauso viel Anis-Samen. Von dieser Mischung machen sie dann aus einem Teelöffel eine Tasse Tee. Am besten mit Honig süßen.
  • Brennesseltee wirkt blutreinigend und schleimlösend.
  • Als Badezusatz verwendet, löst Eukalyptusöl den Schleim, öffnet die Atmungsorgane und nimmt den Hustenreiz. Deshalb ist dieses Bad bei Erkältungskrankheiten besonders angebracht.
  • Fichtennadelhonig ist ein gutes, schleimlösendes Hustenmittel. Die Blüten der Fichte werden dazu mit Zucker angesetzt.
  • Huflattich wirkt appetitanregend und hilft bei Husten, Verschleimung und Heiserkeit.

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Dr. Nonnenmacher zum Thema Husten

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Jutta kommentierte am 06.12.2011 um 14:20 Uhr

Ich habe jetzt seit fast 4 Wochen starken Husten. Durch leichte Maßnahmen wie Nasendusche, Inhalieren, Brustwickel, Ruhe (Krankschreibung) geht es mir insgesamt schon besser. Doch ich werde immer noch von Hustenattacken geplagt, wobei diese mittlerweile häufiger Auswurf produzieren, der in der Regel gelb-grün ist. Bin ich dann noch ansteckend? Ist es sinnvoll, den Auswurf untersuchen zu lassen? Vielen Dank für Ihre Antwort! Jutta

karl kommentierte am 16.01.2012 um 22:22 Uhr

Als erstas muss ich sagen, dass ich seit Mai 2008 ein Melanom, also schwarzen Hautkrebs, habe der schnell streut. Seit ungefähr 3 Wochen habe ich einen Reizhusten, der aber in den letzten Tagen fast aufgehört hatte. Jetzt habe ich nur noch Zeitweise einen Hustenanfall. Der Schleim war fast immer glasig. Heute abend musste ich wieder Husten. Diesmal war es garnicht so schlimm aber ich sehe in dem hellen Schleim das erste Mal einen Blutfaden. Ich hatte vor 3 Monaten schon eine Thorax CT und fast alle 3 Monate ebenso. Meine Lunge ist nicht mehr in Ordnung. Ich hatte vor 4 Monaten einen Rundherd von 2 mm, der aber kleiner und länglich wurde. Der Radiologe meinte das ist eine Narbe. In den letzten 10 Jahren habe ich auch einige Lungenentzündungen gehabt. Kann ich noch ein CT riskieren? Die lezte war vor 3 Monaten. Betonen möchte ich noch, dass ich immer einen trockenen Rachen und Mund habe.

Teddy24 kommentierte am 19.09.2012 um 15:04 Uhr

Ich habe seit 3 Wochen Husten. Der Arzt in Mallorca gab mir für 5 Tage ein Antibiotika, danach leider keine Besserung. Wenn ich liege und mein Kopf nach oben geneigt ist, fängt der Husten richtig an und dauert 2-3 Stunden. Am nächsten Tag bekomme ich keine richtige Stimme her. Und bei jeden Husten, verliere ich Urin. Mir tut alles weh. Am Montag verschrieb mir mein Arzt Paracodin was leider keine Linderung ist. Was kann ich noch machen?

Symptomat kommentierte am 19.12.2014 um 12:53 Uhr

ostsee kommentierte am 21.10.2012 um 16:34 Uhr

Habe seit 3 Tagen Husten mit glasigem Schleim. Ich glaube der Husten sitzt im Kehlkopf. Die Hustenanfälle sind dermassen schlimm. Ich habe keinen Schnupfen und meine immer der Schleim läuft mir den Rachen runter. Was kann ich tun?

Karin kommentierte am 20.11.2012 um 10:02 Uhr

Ich huste mit weißem Schleim schon seit einem halben Jahr. Er plagt mich nachts und am Tage. Was kann man dagegen machen?

Wohmännchen kommentierte am 02.02.2013 um 10:10 Uhr

Ich habe seit fast 3-4 Monaten NUR am Morgen Husten, der um die Mittagszeit weg geht. Ich huste gelb-grünlichen Schleim (Stückchen) raus. Der Arzt meinte, es sei eine Bronchitiserkrankung und gab mir Gelomyrtol. Ich habe immer noch NUR am Morgen den Husten. Jetzt habe ich grad im Internet gelesen, dass es eine Lungenentzündung sein kann, aber wieso verschreibt mir der Arzt dann nichts dagegen?! Eine Lungenentzündung kann doch auf Dauer auf mein Herz schlagen. Was soll ich machen?

PS: Ich rauche nur am Wochenende und ab und zu 1-3 Zigaretten in der Woche, dies hab ich aber eingestellt bei der Behandlung mit GeloMyrtol.

Symptomat kommentierte am 19.12.2014 um 12:53 Uhr

Gobe13 kommentierte am 25.02.2013 um 15:01 Uhr

Seit 4 Monaten habe ich morgens verstärkt weißen bis gelben Auswurf ohne Husten, Schnupfen, Fieber usw.
Was kann ich dagegen tun?

Christin kommentierte am 23.04.2014 um 20:11 Uhr

Vergangenen Oktober hatte ich eine Bronchitis und eine Nasennebenhöhlenentzündung. Seit dem wurde ich wiederholt krank. Den Husten samt Auswurf werde ich gar nicht mehr los. Ich habe den ganzen Tag Hustenattacken, das ist echt lästig. Ich habe immer viel Sport gemacht, aber in letzter Zeit bin ich froh, wenn ich mal einen Sprint hinbekomme. Vielleicht kann mir hier jemand helfen und mir einen Rat geben. Vielen Dank im Voraus und liebe Grüße Christin.

charly23 kommentierte am 27.06.2014 um 07:06 Uhr

Falls es keine normale Erkältung ist, sondern man Nacht- und Morgenhusten mit keinem oder wenig Auswurf hat, der nicht blutig, sondern fast farblos ist, dann kann es ein viraler Infekt in Kombination mit einer allergischen Reaktion sein. Zudem hat man stundenweise eine schwach erhöhte Temperatur mit Schweiß auf der Stirn. Dagegen können die Wirkstoffe Budesonid und Formoterol helfen und dazu Codeintropfen. Innerhalb eines Tages wird es besser und nach zwei Tagen ist es fast weg. Es zerstört die Viren nicht, da das das Immunsystem weiterhin machen soll.

Symptomat kommentierte am 19.12.2014 um 12:53 Uhr