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Herzmuskelentzündung

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 21. März 2014
Symptomat.deKrankheiten Herzmuskelentzündung

Eine Herzmuskelentzündung oder Myokarditis ist eine Erkrankung des Herzens. Dabei kann diese Entzündung des Herzmuskels, sowohl chronisch als auch akut verlaufen. Eine Herzmuskelentzündung kann ohne Behandlung schwerwiegende körperliche Folgen haben und sollte daher unbedingt vom Arzt therapiert werden.

Inhaltsverzeichnis

Definition Herzmuskelentzündung

Bei einer Herzmuskelentzündung, im Fachterminus auch Myokarditis genannt, kommt es zu einer Entzündung des Herzmuskels oder des Herzbeutels. Ist auch der Herzbeutel betroffen, sprechen die Mediziner jedoch von einer Perimyokarditis. Bei der Diagnose ist es jedoch häufig schwierig, die beiden Erkrankungen zu trennen.

Die Herzmuskelentzündung führt zur Störung der Kontraktionsfähigkeit des Herzens. Dadurch kommt es zu einem Abfall der körperlichen Leistungsfähigkeit oder sogar zu einer Herzschwäche. Diese Entzündung ist auch, in manchen Fällen, als Ursache für den plötzlichen Herztod bekannt.

Ursachen für Herzmuskelentzündung

Die Herzmuskelentzündung wird in den westlichen Ländern am häufigsten durch Viren hervorgerufen. Am bekanntesten ist hier eine Infektion mit dem Coxsackie-B-Virus. Dieser tritt oft als Ursache für Erkältungen und Meningitis auf. Auch ein nicht ausgeheilter grippaler Infekt oder eine Magen-Darm-Grippe kann zu einer Myokarditis führen.

Insbesondere wenn die Erkrankung nicht ordentlich auskuriert wird und der Betroffene sich zu früh körperlich verausgabt, wie zum Beispiel beim Ausdauersport. Auch durch eine bakterielle Erkrankung kann es zu einer Herzmuskelentzündung kommen. Hier sind am häufigsten die Erkrankungen Diphtherie, Scharlach und Borreliose. Dies ist eine durch Zeckenbiss übertragene Erkrankung.

In seltenen Fällen kann sich der Herzmuskel auch nach einer Infektion mit Pilzen, Parasiten oder einzellige Organismen, wie Toxoplasmose, entzünden. Eine Herzmuskelentzündung aufgrund einer Autoimmunerkrankung, einer Strahlentherapie oder dem Genuss von Medikamenten oder Drogen ist seltener, aber durchaus möglich.

Typische Symptome bei Herzmuskelentzündung

Krankheitsverlauf Herzmuskelentzündung

Herzmuskelentzündung

Der Verlauf einer Myokarditis bzw. Herzmuskelentzündung kann sehr unterschiedlich sein.

Es gibt problemarme Verläufe der Herzmuskelentzündung mit nur sehr schwachen Symptomen, aber auch schwere Fälle. Diese können sogar tödlich enden. Zu Beginn bemerkt der Betroffene zunächst eine allgemeine Schwäche, die sich auch schon bei täglichen Tätigkeiten bemerkbar macht.

Dazu kann eine schnelle Ermüdungserscheinung, sowie Gewichtsverlust kommen. Auch Gliederschmerzen treten gelegentlich als Symptom für eine Herzmuskelentzündung auf.

Des Weiteren kann es zu sogenannten Herzstolpern, Herzrasen oder Schmerzen im Brustbereich kommen. Je nach Schwere der Erkrankung führen bereits einfache körperliche Tätigkeiten zu einer Kurzatmigkeit oder sogar Atemnot.

Ist durch die Herzmuskelentzündung bereits die Funktion des Herzens eingeschränkt, bilden sich Wasseransammlungen in den Beinen oder der Lunge. Auch ein chronischer Verlauf ist möglich. Hierbei vergrößert sich der Herzmuskel, verliert jedoch seine Fähigkeit zur Kontraktion.

Behandlung von Herzmuskelentzündung

Die Behandlung einer Herzmuskelentzündung erfolgt meist medikamentös. Liegt eine Infektion durch Bakterien vor, wird diese mittels Einsatz von Antibiotika therapiert. Wurde die Herzmuskelentzündung durch Viren hervorgerufen, können diese nicht durch Medikamente behandelt werden. In diesen Fällen werden lediglich die Begleiterscheinungen therapiert. Dazu werden Schmerzmittel verabreicht und mögliche Herzrhythmusstörungen durch die Gabe von speziellen Medikamenten behandelt.

Hat die Herzmuskelentzündung bereits zu einer Herzschwäche geführt, wird diese aus einer Mischung aus harntreibenden Medikamenten, ACE-Hemmern und Beta-Blockern bekämpft. Bei einem großen Erguss wird dieser punktiert, das heißt die Flüssigkeit wird abgesaugt. Ist eine Autoimmunerkrankung der Grund für die Herzmuskelentzündung wird diese auch durch die Gabe von Kortison behandelt. Dadurch sollen die körpereigenen Abwehrkräfte unterdrückt werden.

Hat die Entzündung bereits zu einer starken und dauerhaften Schädigung des Herzens geführt, gibt es als letzte Alternative noch die Herztransplantation. Um eine Herzmuskelentzündung zu verhindern, sollte man sich bei Fieber besonders schonen. Selbst bei einer einfachen Erkältung sollte kein Sport betrieben werden.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

orchidee kommentierte am 25.04.2013 um 11:24 Uhr

Ich erinnere mich, dass ich vor ca. 20 Jahren eine Herzmuskelentzündung als Folge einer Grippe hatte. Ich hatte damals starke Schmerzen im Brustbereich, besonders bei Belastung. Jetzt habe ich seit einiger Zeit wieder solche Schmerzen im Brustbereich, hatte aber keinerlei Vorerkrankungen in letzter Zeit. Die Schmerzen treten eigenartigerweise auch nicht bei Belastung auf, sondern wenn ich zur Ruhe komme und nachts. Ich leide an Bluthochdruck, der Anfang Januar festgestellt wurde (damals war er 200/110). Ich bekam Blutdrucksenker (Rami Lich 10mg - 1 Tbl., Amplodipin 5mg - 1 Tbl. u. HCT-beta 25 -1 Tbl.), die mir schnell halfen und mein Blutdruck wieder Normalwerte annahm. Inzwischen sind die Werte so gut, das die Medikamente reduziert werden konnten und ich zurzeit nur 1 Tbl. Rami Lich täglich nehme. Nun interessiert mich, ob es da einen Zusammenhang gibt und wie ich mich weiter verhalten soll. Mein Hausarzt hat zurzeit Urlaub und ich will nicht unbedingt zu einem anderen Arzt gehen. Was raten Sie mir ? Vielen Dank im Voraus.