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Scharlach

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Peter Hoffmann (Facharzt für Allgemeinmedizin)

Scharlach ist zumeist eine Kinderkrankheit, die durch Streptokokken-Bakterien übertragen wird. Typische Anzeichen für Scharlach sind Ausschlag auf der Zunge, Husten, Auswurf, Schnupfen und Fieber. Scharlach wird zumeist durch Tröpfcheninfektion oder direkten Kontakt übertragen.

Inhaltsverzeichnis

Definition Scharlach

Scharlach ist eine bekannte und früher weit verbreitete Kinderkrankheit gewesen. Heute kommt sie nicht mehr so häufig vor. Sie wird von Streptokokken-Bakterien verursacht, die auch für andere Krankheiten verantwortlich sein können. Dazu gehören unter anderem die Angina tonsillaris, Mandelentzündung und die Wundrose. Ebenso kann Scharlach für Folgekrankheiten, wie rheumatisches Fieber, als Ursache in Betracht kommen.

Scharlach komm zumeist bei Kindern im Kindergarten und in der Schule vor und verbreitet sich unter ihnen durch Kontaktinfizierung. Interessanterweise haben Babys bis zum sechsten Monat einen natürlichen Immunschutz vor Scharlach und anderen Kinderkrankheiten. Aber auch Erwachsene können an Scharlach erkranken. Dabei ist die Ansteckungsgefahr saisonal bedingt zsichen Oktober und März am höchsten.

Tritt Scharlach auf, so ist diese Erkrankung sofort beim Arzt zu melden, um weitere Ansteckungen zu vermeiden.

Ursachen für Scharlach

Die Ursache für Scharlach ist eine Infektion mit Streptokokken-Bakterien (auch A-Streptokokken, Streptococcus pyogenes). Dabei werden die Bakterien entweder durch direkten Kontakt mit einer infizierten Person oder durch Tröpfcheninfektion (Husten, Schnupfen) übertragen. Ebenso können auch infizierte Nahrungsmittel, Getränke und Gegenstände als Ansteckungsherd in Betracht kommen.

Scharlach ist nach der Infizierung schon innerhalb von ein bis drei Tagen ausgebrochen und die Symptome treten als typische Beschwerdebilder auf. Dabei können die Betroffenen weitere Menschen anstecken, sodass eine Isolation und Behandlung absolut notwendig ist.

Symptome

Krankheitsverlauf Scharlach

Scharlach

Ein unbehandelter Krankheitsverlauf von Scharlach kann immense Schädigungen nachsich ziehen. Vor allem kann es zu einer Vergiftung verschiedener Organe, Kreislaufversagen, Durchfall, Herzmuskelentzündung und Erbrechen kommen. Ebenso können sich die Streptokokken-Bakterien mit dem Blutkreislauf ausbreiten und in Folge auch zur Blutvergiftung (Sepsis) führen. Ebenso ist eine Nasennebenhöhlenentzündung und Hirnhautentzündung möglich.

Spätfolgen die im Zuge von Scharlach nachhaltig bleiben können sind Herzklappenfehler, Nierenerkrankungen und rheumatisches Fieber. Schwangere Frauen, die an Scharlach erkrank sind, hinterlassen keine bleibenden Schäden für das noch ungeborene Kind. Mit Scharlach infizierte Kinder, die durch Antibiotika behandelt wurdem können schon nach einigen Tagen wieder in die Schule oder Kindergarten gehen.

Behandlung von Scharlach

Die reguläre Behandlung von Scharlach erfolgt durch Antibiotika (Penicillin). Auf jeden Fall sollte bei Scharlach daher ein Arzt aufgesucht werden, da zum einen Meldepflicht besteht und zum anderen von einer Eigenbehandlung dringend abzuraten ist. Vor allem die unangenehmen Krankheitssymptome, wie Husten, Kopfschmerzen, Halsschmerzen, Fieber und Gliederschmerzen, sollen dabei gemildert und die Streptokokken-Bakterien ausgemerzt werden.

Ist die Antibiotikamedikamente beim Betroffenen unverträglich bzw. reagiert er allergisch darauf, so können auch Alternativen, wie Cephalosporin, Roxithromycin oder Erythromycin vom Arzt verschrieben werden. Neben der allgemeinen Erstuntersuchung sollte auch eine Zweituntersuchung nach ein bis zwei Wochen durch den Arzt erfolgen. Hier wird in der Regel eine Urinprobe entnommen und untersucht. Dabei soll festgestellt werden, ob im Körper bzw. im Urin eine sogannte Nierenkörperchenentzündung entstanden ist. Ebenso sollte auch auf Blutreste im Urin geachtet werden.

Neben der ärztlichen Untersuchung und Behandlung, sollte der Betroffene bei Scharlach auf jeden Fall strenge Bettruhe einhalten. Zusätzlich sollte das Kind nicht andere Menschen anstecken können. Daher ist der Patient in relativer Isolation zu behandeln. Besonders Kinder mit Scharlach sollten viel trinken und den Hustenschleim regelmäßig abhusten. Hustenschleimbefreiende Mittel kann in allen gänigen Apotheken zumeist rezeptfrei erworben werden. Weiterhin sollte man in den Räumen für etwas feuchtere und kühlere Luft sorgen.

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Weitere Infos

Quellen: Herold, G.: Innere Medizin, Köln 2013; Andreae, S.: Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, Stuttgart 2008; Ruß A., Endres S.: Arzneimittel pocket plus 2013, Grünwald 2012, Greten H., Rinninger F.: Innere Medizin, Stuttgart 2010.

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