Hautarzt
Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Friedrich (Facharzt für Innere Medizin)Anzeige
Die Haut ist das größte Organ des Menschen. Daher ist der Dermatologe, also der Hautarzt, einer der gefragtesten Ärzte in unserem Gesundheitswesen.
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Was ist ein Hautarzt?
Der Hautarzt absolviert wie jeder Mediziner in Deutschland ein Medizinstudium mit anschließender Approbation. Daran schließt sich die Ausbildung zum Facharzt an, der Student arbeitet also mindestens fünf Jahre in einer entsprechenden Einrichtung oder Klinik. Eine letztlich absolvierte Facharztprüfung bei der Ärztekammer berechtigt den Hautarzt dann zur Bezeichnung Facharzt für Dermatologie.
Welche Behandlungen macht der Hautarzt?
Auch ästhetische Dermatologie kann mit in ihr Aufgabengebiet fallen, so gibt es zahlreiche Hautärzte, die Faltenunterspritzungen, Laserepilationen oder Tattooentfernungen mittels Laser anbieten, sowie Fettabsaugungen oder operative Korrekturen von hängenden Augenlidern.
Weiter können Hautärzte mit allergologischen Schwerpunkt Hyposensibilisierungen durchführen, also Allergien in ihrer Praxis behandeln. Hautärzte können den Hauttyp auf Wunsch von Patienten bestimmen, die im Sommerurlaub den richtigen Sonnenschutz sinnvoll anwenden wollen, auch Haaranalysen für Patienten mit Haarausfall sind möglich, sofern der Arzt über die entsprechenden Gerätschaften und Instrumente verfügt.
Nicht alle dieser Leistungen sind über die gesetzlichen Krankenversicherungen abrechenbar, auch ist ein Dermatologie nicht automatisch kassenzugelassen. Es empfiehlt sich ein Anruf beim Hautarzt, um die gewünschten Informationen noch vor dem ersten Besuch oder der ersten Behandlung einzuholen.
Ein Beispiel hierfür ist das sogenannte Hautkrebsscreening, also die Hautkrebsvorsorgeuntersuchung. Sie wird von vielen gesetzlichen Krankenkassen angeboten, viele Hautärzte führen die Untersuchung aber ausschließlich mit dem Auflichtmikroskop durch, um Muttermale und Leberflecken besser beurteilen zu können. Auch eine Fotodokumentation ist möglich.
Diese Hilfsmittel zählen aber zu jenen Leistungen, die von den meisten Krankenkassen nicht übernommen werden. So kann auch die vermeintlich kostenfreie Vorsorge kostenpflichtig werden. Ein guter Hautarzt wird den Patienten vor der Untersuchung immer über eventuelle Kosten informieren und aufklären.
Daher liegt das Hauptaugenmerk des onkologischen Bereiches dieser Fachrichtung auf der Vorsorge, der Behandlung und der anschließenden, mehrjährigen Nachsorge von Hautkrebserkrankungen. Der Hautarzt ist ebenso zuständig für sämtliche Pilzerkrankungen der Haut und Schleimhaut, zum Beispiel behandelt er Nagelpilze, Hautpilze oder Pilzinfektionen im Genitalbereich.
Auch andere akute Krankheitsbilder, die der Hautarzt untersucht und behandelt, können als Notfall gelten. Herpes Zoster (Gürtelrose), das sogenannte Erysipel (Wundrose) oder akute allergische Reaktionen (anaphylaktischer Schock) müssen sofort behandelt werden und können unbehandelt schwerwiegende gesundheitliche Schäden verursachen. So trägt auch der Hautarzt eine große Verantwortung für seine Patienten.
Welche Diagnose- und Untersuchungsmethoden nutzt der Hautarzt?
Da das Gebiet der Dermatologie vielfältig ist, sind auch die Instrumente und Untersuchungsgeräte, mit denen er arbeitet, kaum in einem Satz aufzuzählen. Wie bereits weiter oben erwähnt, gibt es mikroskopische Untersuchungsmethoden, chirurgische Hilfsmittel wie Skalpelle und Kürretagen, sowie Lasergeräte oder Geräte zur Haar- und Nagelanalyse. Ärzte arbeiten zudem eng mit Laborgemeinschaften zusammen, die Blutuntersuchungen vornehmen oder Hautproben analysieren und auf Pilzerkrankungen, Allergien oder Hautkrebs usw. testen.
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Worauf sollte der Patient bei der Wahl des Hautarztes achten?
Bevor der Patient einen Hautarzt aufsucht, sollte er sich zuvor darüber informieren, ob der Arzt auf die Symptome seiner Erkrankung spezialisiert ist. Da die Dermatologie viele einzelne Bereiche umfasst, lässt sich durch eine gezielte Suche, unter Umständen auch mit Hilfe der Krankenkasse, meist schnell der geeignete Hautarzt finden.
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Weitere Infos
Quellen: Herold, G.: Innere Medizin, Köln 2012; Andreae, S.: Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, Stuttgart 2008; Ruß A., Endres S.: Arzneimittel pocket plus 2012, Grünwald 2012, Greten H., Rinninger F.: Innere Medizin, Stuttgart 2010.
Von Dr. med. Albrecht Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin).
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