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Nasennebenhöhlenentzündung

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 1. September 2014
Symptomat.deKrankheiten Nasennebenhöhlenentzündung

Eine Nasennebenhöhlenentzündung oder Sinusitis ist eine Entzündung der Schleimhaut in den Nasennebenhöhlen. Sie wird zumeist von Viren oder Bakterien ausgelöst und kann in akuter oder chronischer Form verlaufen. Typische Symptome sind Schnupfen und stechende und pochende Schmerzen im Bereich der Stirn und Augen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Nasennebenhöhlenentzündung?

Eine Nasennebenhöhlenentzündung wird in der Medizin auch als Sinusitis bezeichnet. Dabei sind vor allem die Nasennebenhöhlen entzündet. Eine Nasennebenhöhlenentzündung tritt in der Regel akut auf, kann sich unter Umständen auch zu einer chronischen Nasennebenhöhlenentzündung entwickeln.

Eine Entzündung der Nasennebenhöhlen tritt recht häufig auf. Bei einer akuten Erkrankung sind zumeist die Kieferhöhle, die Stirnhöhle, Siebbein oder die Keilbeinhöhle im Schädel betroffen. Bei einer chronischen Nasennebenhöhlenentzündung breitet sich die Krankheit meist nur im Siebbein oder in der Kieferhöhle aus. In seltenen Fällen sind alle Nebenhöhlen entzündet. Dies wird dann als Pansinusitis oder Polysinusitis bezeichnet.

Ursachen für Nasennebenhöhlenentzündung

Die Ursachen für eine Nasennebenhöhlenentzündung wird in akute und chronische Ursachen unterschieden und sollen nun im Anschluss genauer beleuchtet werden.

Akute Nasennebenhöhlenentzündung

Nach einer Rachenentzündung oder Schnupfen kann es zu einer Nasennebenhöhlenentzündung kommen. Dabei gelten Viren als Auslöser, die im Verlauf die Schleimhaut anschwellen lassen und die Entzündungsherde in Richtung der Nebenhöhleneingänge verlagern. Es kommt dann zu einer bakteriellen Zweitinfektion. Hierbei spielen besonders Streptokokken, Pneumokokken und die Bakterien Haemophilus influenzae eine zentrale Rolle.

Zusätzlich begünstigen bereits vorhandenen Nasenpolypen, eine vergrößerte Nasenmschel oder eine schiefe Nasenscheidewand die Entzündung. Ebenso ist als unterstützender Auslöser eine erkrankte Zahnwurzel oder eine Entzündung durch einen gezogenen Zahn möglich. Eher seltener kommt eine akute Nasennebenhöhlenentzündung nach einem Bad oder Schwimmen vor, bei denen Erreger im Wasser zur Entzündung der Nebenhöhlen führen können.

Chronische Nasennebenhöhlenentzündung

Die Ursachen für eine chronische Nasennebenhöhlenentzündung sind zumeist eine unzureichende Durchlüftung der Nasennebenhöhlen, die dann verengt sind. Ebenso gelten eine schiefe Nasenscheidewand, Nasenpolypen und vergrößerte Nasenmuscheln zu den Auslösern. Weiterhin kommen auch aggressive bakterielle Erreger gekoppelt an ein geschwächtes Immunsystem in Frage. Da hierbei über einen langen Zeitraum der Schleimtransport behindert wird, können die Bakterien zu chronischen Entzündungen führen.

Typische Symptome und Anzeichen bei Nasennebenhöhlenentzündung

Krankheitsverlauf Nasennebenhöhlenentzündung

Der Verlauf einer Nasennebenhöhlenentzündung kann positiv verlaufen, wenn die Krankheit rechtzeitig erkannt und behandelt wird. Eine akute Nebenhöhlenentzündung wird in der Regel vom Hausarzt schnell behandelt. Bei einer chronischen Erkrankung könnte eine Entfernung von Polypen oder die Operation einer schiefen Naseninnenwand in Frage kommen.

Komplikationen können im Form von Kehlkopfentzündung oder chronischen Rachenentzündung auftreten. Ebenso auch eine akute Bronchitis. In schwerwiegenden und unbehandelten Fällen kann es gar zu einem Durchbruch der Stirnhöhle kommen, wobei dann die Stirnhaut mit entzündet werden kann. Bei der Kombination mit einer Kieferhöhlenentzündung kann ein Durchbruch der Entzündung zur Augenhöhle einsetzen. Dies führt dann manachmal zu irreversiblem Sehverlust oder Sehstörungen.

Wird das Gehirn von der Nasennebenhöhlenentzündung erfasst, kann es zur Hirnhautentzündung, Nackenschmerzen und Hirnabzessen kommen. Dabei können lebenslange neurologische Störungen auftreten. Lähmungen und Krampfanfälle sind hierbei besonders auffällig.

Behandlung und Therapie von Nasennebenhöhlenentzündung

Bei der Therapie bzw. Behandlung einer Nasennebenhöhlenentzündung kommen sowohl konservative Methoden als auch operative Eingriffe in Frage. Die akute Nebenhöhlenentzündung in der Regel mit konservativen Maßnahmen behandelt. Es sollte in jedem Fall ein Arzt zu weiteren Untersuchung aufgesucht werden. Bei der konservativen Behandlung haben sich besonders abschwellende Nasentropfen bewährt. Diese können direkt verabreicht werden oder mittel einem Wattestück in die betroffene Nasenhöhle eingeführt werden.

Um die allgemeinen Beschwerden und Symptome, wie den stechenden Schmerzen der Stirnhöhle, zu lindern, werden vom Arzt fiebersenkende, entzündungshemmende und schleimlösende Medikamente (oftmals mit den Inhaltsstoffen Ibuprofen oder Paracetamol) empfohlen oder verschrieben. Nur in seltenen Fällen muss Antibiotika verabreichen werden. Unterstützende hilft Rotlichbestrahlung, um den Schleim zu lösen. Ebenso können auch homöopathische Mittel und Akupunktur helfen. Viele Ärzte bieten auch eine Spülung der Nebenhöhlen an.

Bei einer chronischen Nasennebenhöhlenentzündung wird überwiegend eine Operation der Ursachen durchgeführt. Hierbei hat sich besonders die Nebenhöhlenpunktion als erfolgreich beweiesen. Bei der Operation werden je nach Ursache entweder eine krumme Nasenscheidewand gerichtet, Polypen entfernt oder die Nasenmuscheln verkleinert. Als Operationsinstrument wird das Enoskop mit mikrochirurgischen Aufsätzen verwendet. Der operative Eingriff kann in kleinen Fällen ambulant erfolgen oder bei grösseren OP's auch im Krankenhaus.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Leidender kommentierte am 24.08.2011 um 14:15 Uhr

Seit 9 Monaten habe ich stechende Schmerzen am Oberkiefer. Weder Zahnarzt, Ohrenarzt noch Kieferchirurge konnten etwas an den Zähnen feststellen bis letztendlich der Kieferchirurg auf eine Nebenhöhlenerkrankung kam und ein spez. Antibiotikum verschrieb. Wie es aussieht macht sich kaum jemand die Arbeit den wirklichen Grund von monatelangen Schmerzen zu finden.
Das geht von: "Sie haben nichts", "Ich finde nichts", "Sie sind hier beim falschen Arzt", bis zu einem persönlichen Gefühl der eingebildete Kranke zu sein.

JAIA kommentierte am 19.06.2013 um 21:06 Uhr

Die Diagnose war sehr zufriedenstellend, aber zur besseren Erkennung der Krankheit würde ich den einfachen Selbsttest hinzufügen: Zuerst aufstehen, dann schulterbreit hinstellen und folgend den Oberkörper nach vorne lehnen, bis sich der Kopf auf Hüfthöhe befindet. Danach sollte der Patient den Schmerz, wenn er vorhanden ist, lokalisieren. Ist das Schmerzzentrum im Bereich der Nasennebenhöhlen, dann kann der Patient davon ausgehen, dass er/sie an einer Nasennebenhöhlenentzündung leidet. Ist dies nicht der Fall, ist die Wahrscheinlichkeit einer anderen Erkrankung erhöht. Selbiger Test kann auch bei Stirnnebenhöhlenentzündungen angewandt werden. Allerdings befindet sich das Schmerzzentrum hier in den Stirnnebenhöhlen.
Letztlich würde ich es empfehlen, eine Grafik einzubinden, auf der erkennbar ist wo sich Stirnnebnhöhlen, Nasennebnhöhlen, etc. befinden.