Kinderarzt

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 25. November 2016
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Wenn das eigene Baby oder Kind erkrankt und zum Kinderarzt muss, so stellt dies für die meisten Eltern und Kinder eine belastende Situation dar. Der Kinderarzt ist der richtige Ansprechpartner bei Erkrankungen des Kindes, aber auch für Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen. Beratungen bei Entwicklungsauffälligkeiten oder Verhaltensproblemen gehören ebenso zu den Aufgaben eines ein Kinderarztes.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Kinderarzt?

Ein Kinderarzt, der in der Fachsprache Pädiater genannt wird, ist ein Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin. Nach seinem Medizinstudium spezialisiert er sich in einer fünfjährigen Weiterbildung auf die Besonderheiten des kindlichen und jugendlichen Körpers sowie die häufigsten Krankheiten des Kindes- und Jugendalters und deren Behandlungsmöglichkeiten.

Darüber hinaus hat die Arbeit eines Kinderarztes auch eine präventive – also vorsorgende - Funktion, die vor allem bei Impfungen und Vorsorgeuntersuchungen zum Tragen kommt. Einige Kinderärzte entscheiden sich für eine Weiterbildung in einem besonderen Fachbereich wie beispielsweise die Behandlung von Krebs, Nerven- oder Herzerkrankungen bei Kindern.

Andere Weiterbildungsgebiete sind die Behandlung von Diabetes, orthopädischen Problemen, Rheuma, Lungenkrankheiten, Entwicklungsstörungen und von Verdauungs- und Nierenproblemen. Die meisten niedergelassenen Kinderärzte behandeln ein breites Spektrum von Krankheiten und überweisen ein erkranktes Kind bei Problemen oder zur weiteren Diagnostik an ihre spezialisierten Kollegen. Ein spezialisierter Kinderarzt ist häufig in einem Kinderkrankenhaus tätig.

Behandlungen

Ein niedergelassener Kinderarzt mit eigener Praxis sieht sich in seinem Arbeitsalltag häufig mit eher harmlosen bakteriellen und viralen Erkrankungen wie Infekten der Atemwege oder des Verdauungssystems konfrontiert. Er untersucht die Kinder und schlägt im Anschluss daran eine Behandlung vor.

Hinzu kommen Verletzungen oder kleinere Unfälle, die sich ambulant behandeln lassen. Ein weiterer wichtiger Tätigkeitsbereich eines Kinderarztes besteht in der Durchführung der Vorsorgeuntersuchungen, die umgangssprachlich als Us (U1 - U11, sowie J1 und J2) bezeichnet werden. Bei diesen Untersuchungen beurteilt der Kinderarzt die altersentsprechende emotionale, soziale und körperliche Entwicklung des Kindes und trägt seine Befunde schließlich in das gelbe Vorsorgeheft, das die Eltern zu jeder U mitbringen sollen, ein.

Die Vorsorgeuntersuchungen finden zu vorgegebenen Zeitpunkten statt und die zu überprüfenden körperlichen und geistigen Fähigkeiten sind vorgegeben. Vorsorgeuntersuchungen sind eine Früherkennungsmaßnahme, so dass auf eventuelle Auffälligkeiten rechtzeitig reagiert werden kann. Auch die von der STIKO (Ständige Impfkommission der Bundesrepublik Deutschland) empfohlenen Impfungen führt der Kinderarzt durch. Wenn Eltern sich unsicher über die Notwendigkeit bestimmter Impfungen sind, so ist der Kinderarzt ein kompetenter Ansprechpartner und berät die Eltern gerne in diesen Fragen.

Diagnose- & Untersuchungsmethoden

Der Kinderarzt ist der richtige Ansprechpartner bei Erkrankungen des Kindes, aber auch für Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen.

Die Methoden, die ein Kinderarzt zur Untersuchung und Diagnosestellung zur Verfügung hat, richten sich in erster Linie nach seiner Praxisausstattung und nach seiner Schwerpunktsetzung. So stehen bei leichteren Erkrankungen diagnostische Verfahren wie beispielsweise das Abtasten, das Abhören von Herz und Lunge mit dem Stethoskop, das Gespräch mit den Eltern, das Wiegen und Messen des Kindes sowie die Kontrolle des Rachenraums und der Ohren im Vordergrund.

Zusätzlich hat ein Kinderarzt die Möglichkeit, Blut, Abstriche und Urin des Kindes auf Auffälligkeiten zu untersuchen. Einige Kinderärzte können Schnelltests direkt in ihrer Praxis durchführen, andere schicken die Proben zur Auswertung in ein Labor. Ob eine Kinderarztpraxis ein Röntgen- oder Ultraschallgerät besitzt, hängt von der Ausrichtung der Praxis ab.

Spezialisierte Kinderarztpraxen führen zusätzlich Untersuchungen ihres Fachgebietes durch. So kann ein Kinderkardiologe beispielsweise ein EKG schreiben oder ein Kinderarzt für Lungenheilkunde einen Atemfunktionstest durchführen.

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Worauf sollten die Eltern achten?

Wenn Eltern auf der Suche nach einem Kinderarzt sind, so ist es oftmals hilfreich, mit anderen Eltern über deren Erfahrungen zu sprechen.

Letztendlich ist es jedoch vor allem in der Kinder- und Jugendheilkunde häufig eine Frage der persönlichen Sympathie, denn am wichtigsten für ein gutes Verhältnis zum Kinderarzt ist eine solide Vertrauensbasis.

Das Kind sollte sich bei den Untersuchungen wohlfühlen, was vor allem durch einen kindgerechten Umgang des Arztes mit dem Kind erreicht wird. Doch auch für die Fragen und Sorgen der Eltern sollte sich ein guter Kinderarzt ausreichend Zeit nehmen, damit Unklarheiten rasch beseitigt werden können.

Mindestens während des ersten Lebensjahrzehnts ist der Kinderarzt ein wichtiger Begleiter von Eltern und Kind.

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