Windpocken
Windpocken bzw. Varizellen sind eine häufig auftretende Kindererkrankung. Diese Viruskerkrankung wird zumeist durch eine Tröpfcheninfektion übertragen. Typisch sind dabei vor allem der auffällige Hautausschlag.
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Definition Windpocken
Bei Kindern verläuft die Krankheit meist komplikationsfrei und ist nach drei bis fünf Tagen ausgestanden. Bei Erwachsenen treten die Windpocken überwiegend schwerer auf und dauern deutlich länger an. Außerdem kann es zu schwerwiegenderen Komplikationen wie Lungenentzündung oder Meningites kommen. Besonders bei Schwangeren sollte eine Ansteckung mit Windpocken wegen der erhöhten Gefahr für Mutter und Kind vermieden werden.
Ursachen für Windpocken
Neben dem direkten Kontakt, mit den während des Krankheitsverlaufs auftretenden Varziellenbläschen (den „Windpocken“), ist die Übertragung auch durch Exspirationströpfchen oder sogar durch die Luft möglich, da die Erreger auch außerhalb des menschlichen Körpers für kurze Zeit überlebensfähig sind.
Die Windpocken sind schon zwei Tage vor dem Auftreten des Ausschlags ansteckend und bleiben es nach dem ersten Auftreten der Hautirritationen noch etwa eine Woche. Die Ansteckungsgefahr beträgt für Personen, die sich länger als eine Stunde in der Gegenwart von Windpockenerkrankten aufhalten bis zu 90 %.
Symptome
Krankheitsverlauf Windpocken
Da die Krankheit bei Erwachsenen deutlich schwerer verläuft, versuchen Eltern häufig in sogenannten Windpockenpartys ihre Kinder in jungen Jahren mit dem Virus zu infizieren.
Nach der Ansteckung können zehn bis 21 Tage bis zum Ausbruch der Windpocken vergehen. Die Krankheit beginnt bei Kindern in den meisten Fällen mit leichtem Fieber, manchmal auch mit Kopf- und Gliederschmerzen. Binnen 24 Stunden bilden sich dann im Brust- und Kopfbereich kleine rote Juckpusteln, in denen sich häufig wasserklare Bläschen bilden. Die Schleimhäute sind von dieser Pustelbildung nur selten betroffen. Wenn die Bläschen platzen, bildet sich eine braune Kruste, die bald ohne Narbenbildung abfällt, sofern darauf geachtet wird, dass die Kinder nicht zu sehr kratzen.
Bei Erwachsenen zeigen sich in der Merzahl der Fälle mehr Windpocken, die auch die Gliedmaßen und den Genitalbereich befallen können. Immer wieder neu auftretenden Pusteln sind häufig von hohem Fieber begleitet. Bei Schwangeren kann eine Infektion mit Windpocken auch zu einer Fehlgeburt führen.
Behandlung von Windpocken
Immungeschwächten Personen sollten die virushemmenden Mittel Aciclovir oder Vidarabin gegeben werden. Desweiteren sollte besonders bei an Windpocken erkrankten Erwachsenen auf Symptome einer Gehirnhautentzündung (Schmerzen beim Nicken und Absenken des Kopfes), Lungenentzündung (Atembeschwerden oder Auswurf) oder Magen-Darm-Komplikation (Starke Bauchschmerzen, Aufblähen) geachtet werden.
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