Vitamin B9 (Folsäure)

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 23. Dezember 2016
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Vitamin B9 oder Folsäure, auch als Folat bezeichnet, ist ein wasserlösliches Vitamin, welches zu den sogenannten B-Vitaminen gehört.

Inhaltsverzeichnis

Wirkungsweise von Vitamin B9 (Folsäure)

Der Körper kann Vitamin B9 (Folsäure) nur bedingt speichern, daher ist es wichtig, dem Körper in regelmäßigen Abständen dieses Vitamin zuzuführen.

Geschieht dies nicht, können Mangelerscheinungen auftreten. Ein Mangel an Folsäure ist in Deutschland weit verbreitet - dem kann mit Hilfe von Folsäurepräparaten entgegengewirkt werden. Alkoholiker, Raucher, schwangere und stillende Frauen sowie Menschen mit Erkrankungen des Magen- und Darmsystems und auch Patienten mit chronischen Blutungen zählen zu den Risikogruppen für Folsäuremangel.

Ein gesunder Erwachsener hat etwa fünf bis zehn Milligramm Folsäure in seinem Körper, wobei der weitaus größte Teil in der Leber gespeichert wird.

Bedeutung

Ein erwachsener Mensch sollte täglich etwa 400 Mikrogramm, also 0,4 Milligramm Folsäure zu sich nehmen. Allein durch den täglichen Verzehr von frischem Obst und Gemüse ist dieser Bedarf gut abgedeckt.

Für den Körper hat Vitamin B9 (Folsäure) mehrere entscheidende Bedeutungen. So wirkt diese zum Beispiel bei der Bildung der Blutkörperchen und der Schleimhautzellen mit. Auch hilft sie beim Aufbau der wichtigen Erbsubstanzen DNA und RNA und auch beim Eiweißstoffwechsel. Darüber hinaus ist Folsäure unentbehrlich für den Fettstoffwechsel.

Wird dem Körper nicht regelmäßig Folsäure über die Nahrung zugeführt, kann sich schon innerhalb weniger Zeit, meist nach vier bis fünf Monaten, eine besondere Form der Blutarmut entwickeln. Diese nennt man auch megaloblastische Anämie. Im Gegensatz zum Biotinmangel, ist ein Mangel an Folsäure in Deutschland weiter verbreitet. Gründe hierfür sind sowohl eine zu einseitige Ernährung als auch das zu lange Kochen von Gemüse. Dies wird in der Praxis häufig falsch gemacht. Auch der häufige Konsum von Alkohol kann zu einem Mangel am Vitamin B9 Folsäure führen.

Vor allem schwangere Frauen sollten auf eine ausreichende Zufuhr von Folsäure achten. Geschieht dies nicht, kann das Embryo schwere Störungen erleiden; am häufigsten handelt es sich dabei um neurologische Störungen. Der sogenannte offene Rücken ist eine der häufigsten Erkrankungen des Ungeborenen, welche sich aus einem Folsäuremangel der Mutter entwickelt.

Vorkommen in Lebensmitteln

Blattgemüse, Getreide und Innereien sind hervorragende Lieferanten für Vitamin B9 (Folsäure). Entgegen der weit verbreiteten Meinung aber ist Fisch wiederum nur ein bedingt guter Lieferant von Folsäure. Achten sollte man vor allem beim Gemüse darauf, dieses nicht zu lange zu kochen, da sonst die wertvolle Folsäure verloren geht. Auch Licht und Sauerstoff schaden übrigens den meisten Gemüsesorten. Neben Gemüse ist überdurchschnittlich viel Folsäure auch in Eiern, Sonnenblumenkernen und Weizenkleie enthalten.

Ein erwachsener Mensch sollte täglich etwa 400 Mikrogramm, also 0,4 Milligramm Folsäure zu sich nehmen. Schwangere und stillende Frauen wiederum sollten mindestens 600 Mikrogramm Folsäure am Tag zu sich nehmen. Allein durch den täglichen Verzehr von frischem Obst und Gemüse ist dieser Bedarf gut abgedeckt.

Jedoch schaffen es die wenigsten Deutschen regelmäßig, Obst und Gemüse zu essen.

So ist es nicht weiter verwunderlich, dass etwa 80 bis 90 Prozent der Bevölkerung zumindest an einem geringen Folsäuremangel leiden. In diesen Fällen wird der behandelnde Arzt meist Präparate verschreiben, die Folsäure enthalten.

Eine Überdosierung ist kaum möglich, erst ab einer Menge von 15 Milligramm täglich spricht man von solch einer Überdosierung. Schlaflosigkeit und Nervosität wären die unschönen Folgen einer Überdosierung mit Folsäure. Leidet man zusätzlich an einem Mangel des Vitamins B12, ist eine richtige Aufnahme von Folsäure übrigens nur bedingt möglich.

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