Masern

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 21. März 2014
Symptomat.deKrankheiten Masern

Die Masern sind eine Viruserkrankung, die durch das gleichnamige Masernvirus verursacht wird. Sie ist eine akute Infektionskrankheit, die mit grippeähnlichen Symptomen auftritt. Kennzeichnend für die Masern sind vor allem der gut sichtbare Hautausschlag, Husten und Fieber. An Masern erkrankte Personen sind danach lebenslang immun. Eine Impfung gegen die Masern ist wichtig, da potentiell lebendsbedroheliche Nebenerkrankungen auftreten können.

Inhaltsverzeichnis

Definition Masern

Die Masern sind eine akute Infektionskrankheit, die durch ein Virus verursacht wird. Typisches Anzeichen für die Masern sind ein auffallender Hautausschlag, der auch als Exanthem bezeichnet wird. Ähnlich wie Scharlach, Mumps und Windpocken, sind Masern eine nicht selten auftretende Kinderkrankheit. Erwachsense leiden eher seltener an Masern, da eine Infektions im Kindesalter zu lebenslanger Immunität führt.

Masern können unbehandelt aber auch einige andere Erkrankungen auslösen und so schwerwiegende Folgen mit sich bringen. In diesem Zusammenhang kann dann eine Lungenentzündung oder Mittelohrentzündung auftreten. Wie bei anderen Kinderkrankheiten auch, sind die Masern meldepflichtig und auf jeden Fall durch einen Arzt zu behandeln.

Ursachen für Masern

Die Ursachen für Masern sind auf eine Virusinfektions zurückzuführen. Der sogenannte Masernvirus ist vor allem auf Menschen spezialisiert und befällt vor allem Nervenzellen und das Immunsystem. Die Inkubationszeit bei Masern ist in der Regel zwischen sieben und zehn Tagen. Dabei wird die Krankheit durch eine Tröpfcheninfektion, also Niesen oder Husten durch die Luft übertragen.

Danach setzt sich das Masernvirus durch die Atemwege des Betroffenen in den Schleimhäuten fest und entfaltet recht schnell seine erkrankende Wirkung. Ebenso kann auch die Bindehaut der Augen vom Virus betroffen sein. Ähnlich wie bei Scharlacherkrankten, sind die noch ungeborenen Baybies im Mutterleib immun, wenn die Mutter in ihrer Kindheit bereits an den Masern erkrankt war. Diese Immunität hält dann bis zum sechsten Lebensmonats des Kleinkindes an.

Symptome

Krankheitsverlauf Masern

Masern

Beim Krankheitsverlauf der Masern können verschiedene Komplikationen auftreten. Man unterscheidet sie in Komplikationen durch das Virus der Masern und in Komplikationen, die durch weitere bakterielle Infektionen ausgelöst werden. So kann das Masernvirus für die Entstehung von Lungenentzündung oder Bronchitis sorgen. Daher sollte schon im Kindesalter immer an eine Imfpung gegen die Masern gedacht werden. Nicht unerwähnt bleiben soll auch die Gehirnentzündung (Masernenzephalitis), die durch die Masern entstehen können.

In Folge dieser Nebenerkrankung kann es dann zu Krämpfen, Bewusstseinsstörungen, Lähmungen und epileptischen Anfällen kommen. Die potentiellen dauerhaften Persönlichkeitsstörungen und Hirnschäden, die dadurch hervor gerufen werden, stellen eine unbehandelte Maserninfektion als sehr gefährlich dar. In seltenen Fällen kann eine subakute sklerosierende Panenzephalitis in Folge der Masern entstehen, die tödlich endet. Weitere Komplikationen die als bakterielle Superinfektion hinzutreten können sind: Schwächung des Immunsystems, Entzündung der Schleimhäute, Mittelohrentzündung und gegebenenfalls auch Erblindung.

Behandlung von Masern

Die Behandlung von Masern ist beim Arzt meldepflichtig, sodass eine medizinsche Untersuchung absolut notwendig erscheint. Dabei wird der Arzt zumeist den typischen Krankheitsverlauf, sowie die typischen Symptome der Masern rasch feststellen. Vor allem die zweigliedrige Fieberkurve sovie der gut sichtbare Hautausschlag weisen schnell auf die Masern hin.

Zusätzlich können auch Blutuntersuchungen gemacht werden, wenn die Symptome und die Ursache nicht eindeutig geklärt werden kann. Sodann beginnt die Behandlung, die sich zumeist auf die Symptome beziehen. Es werden keine speziellen Medikamente gegen die Masern verordnet. Bettruhe und Schonung sind die zwei Grundpfeiler einer raschen Genesung.

Manchmal kann das betroffene Kind unter Lichtempfindlichkeit während seiner Maserninfektion leiden. In diesem Fall hilft selbstverständlich das Abdunkeln des Zimmers. Unangenehme Begleitsymptome, wie Husten, Kopfschmerzen und Fieber lassen sich durch gänge Medikamente lindern.

Die wichtigste Behandlung gegen Masern ist jedoch die präventive Impfung. Sprechen sie diesbezüglich rechtzeitig mit ihrem Hausarzt.

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