Akupunktur

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 4. September 2017
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Die Akupunktur ist eine Heilmethode der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Ausgangspunkt der fast 3000 Jahre alten Technik der Akupunktur ist die Annahme einer kosmischen Kraft „Qi“, die auch den menschlichen Körper durchströmt. Die neuzeitliche Deutung des Qi verweist auf nervöse und hormonale Vorgänge im Körper. Krankheiten sind in dieser Vorstellung Störungen in der Regulation der Körperfunktionen oder des Flusses der Lebenskräfte. Hier setzt die Akupunktur an.

Inhaltsverzeichnis

Funktion, Wirkung & Ziele

Die Leitungsbahnen dieser Lebensenergien sind die Meridiane. Ihr Verlauf zeigt sich als Linienmuster auf der Körperoberfläche wie dies seit alters her auf den anatomischen Karten der Akupunktur überliefert ist. Auf den Meridianen liegen die Punkte der Akupunktur, die einzelnen Krankheiten zugeordnet sind.

Eine Reizung der Punkte soll die Kraftströme des Organismus anregen, wodurch die Akupunktur Krankheiten heilt. Der Effekt der Akupunktur erfolgt im klassischen Fall durch das Einstechen spezieller Nadeln. Eine andere Möglichkeit der Akupunktur ist die Einflussnahme mit Wärme auf die Heilpunkte, der Arzt spricht dann von Moxibustion. Als Wärmequelle dient getrockneter japanischer Beifuß, der in verschiedenen Varianten die Temperatur auf den Körper überträgt.

Entweder hält der Therapeut während der Akupunktur eine Moxazigarre über den Indikationspunkt oder er befestigt ein Moxaklümpchen an der eingestochenen Nadel und entzündet ihn während der Akupunktur. Eine weitere Möglichkeit sind aufgelegte Ingwerscheiben, auf denen der Arzt ein Moxafeuerchen entfacht. Auch mechanischer Druck kann eine Wirkung auf Indikationspunkte der Akupunktur ausüben, diese sogenannte Akupressur kann der Patient auch mit Hilfe des Arztes erlernen. Eine andere Variante der Akupunktur ist die Elektro-Akupunktur, die mit schwachem Strom arbeitet.

Nebenwirkungen

Die Akupunktur gehört der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) an. Sie geht von der Lebensenergie (Qi) des Körpers aus, die auf sogenannten Meridianen fließt und einen regulierenden Einfluss auf alle Körperfunktionen hat. Klicken, um zu vergrößern.

Die früher häufigste Nebenwirkung der Akupunktur sind Infektionen durch unsterile Nadeln. Einmalnadeln, die heute in der Akupunktur Anwendung finden, haben dieses Risiko minimiert. Sollen die Nadeln längere Zeit in der Haut verbleiben ist die Gefahr einer Infektion etwas höher. Sehr selten kommt es zu Verletzungen mittelgroßer Blutgefäße während einer Akupunktur, wodurch blutstillende Maßnahmen seitens Arztes erforderlich sind.

Wie bei Injektionen auch, können sich im Rahmen einer Akupunktur leichte Blutergüsse und balue Flecken auf der Haut bilden. Lungenverletzungen gelten nicht als Nebenwirkung, sondern als Behandlungsfehler einer Akupunktur. Bei sensiblen Patienten können während der Akupunktur Kreislaufprobleme bis hin zur Ohnmacht auftreten. Silbernadeln verursachen gelegentlich dauerhafte Hautverfärbungen. Mit Silikon beschichtete Nadeln können Material in der Einstichstelle hinterlassen, die dort entzündliche Knötchen als Folge der Akupunktur verursachen.

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Akupunktur in der Therapie & Behandlung von Krankheiten

Die Akupunktur deckt nach der Meinung der Internationalen Gesellschaft für Chinesische Medizin fast alle Indikationsgebiete der Medizin ab. Die Weltgesundheitsorganisation hingegen akzeptiert nur eine eingeschränkte Reihe von Einsatzfeldern für die Akupunktur, die sie in einer Positivliste für Akupunktur von 2003 veröffentlichte.

Demzufolge kann Akupunktur bei entzündlichen Krankheiten des Magen-Darm-Traktes, der Atemwege und der Lunge einschließlich des Asthmas helfen. Auch zur Genesung nach Schlaganfällen empfiehlt die WHO die Akupunktur, daneben sind in der Liste weitere neurologische Krankheiten enthalten, die den Einsatz der Akupunktur rechtfertigen. Rückbildungen der Netzhaut behandeln Heilpraktiker und Ärzte mit Akupunktur und tragen damit den offiziellen Richtlinien der Akupunktur Rechnung.

Schlafstörungen und Suchtprobleme wie Nikotinentzug sollen nach der obersten Gesundheitsbehörde ebenfalls mit Akupunktur gut behandelbar sein. Oft dient die Akupunktur zur Unterstützung weiterer Therapien der konventionellen westlichen Medizin. Akupunktur ist aber gerade auch eingebettet in die gesamte TCM, die neben Maßnahmen der Diätetik auch chinesische Medikamente umfasst. Akupunktur ist besonders sinnvoll im Zusammenwirken mit Qi Gong und Tuina, einer chinesischen Massage.

Bücher über Akupunktur

Quellen

  • Hammes, M., Kuschick, N.: Akupunktur kompakt. Lehmanns Media, Berlin 2012
  • Hecker, H.-U., Steveling, A., Peuker, E. T. (Hrsg.): Praxis-Lehrbuch Akupunktur. Hippokrates, Stuttgart 2010
  • Molsberger, A., Böwing, G.: So hilft mir die Akupunktur. Haug, Stuttgart 2006

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