Blaue Flecken

Boxen ist ein harter Sport, was nicht nur die Gegner im Ring spüren, sondern die Zuschauer oft auch zu sehen bekommen. Manche Rechte hinterläßt deutliche Spuren im Gesicht des Gegners, die dort tagelang als blaue Flecke sichtbar sind. Solche Hautverfärbungen kennen wir alle. Sie treten leicht auf, wenn man sich an der Tischkante stösst, bei Glatteis ausrutscht oder sich den Knöchel verstaucht.

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Kennzeichen und Anzeichen für blaue Flecken

Ähnliche Farbtöne entstehen auch, wenn nach einer Injektion oder Blutentnahme die Einstichstelle nicht fest oder lange genug zugedrückt wird, so dass das Blut in das Gewebe sickern kann. So unterschiedlich die Ursache also ist, die Folgen sind in allen Fällen gleich. Der blaue Fleck, vom Mediziner Hämatom (Bluterguss) genannt, ist auf eine Blutung in oder direkt unter der Haut zurückzuführen. Ebenso kann die Blutung auch in dem Gewebe unter den Hautschichten erfolgen.

Ist es beim Boxen der Schlag, der eine Ader zum Platzen bringt und dadurch die Blutansammlung im Gewebe verursacht, so wird im anderen Fall durch den Blutaustritt aus dem Einstichkanal der Injektionsstelle ein Gefäß zerrissen. Die Farbintensität des blauen Flecks hängt von verschiedenen Faktoren ab. Sie wird zum Beispiel stark von der Hautfarbe des Betreffenden beeinflusst. Deshalb ist einleuchtend, dass eine Hautblutung bei dunkelhäutigen Menschen weniger kontrastreich wirkt als bei denen, die eine sehr helle Haut haben.

Außerdem wird die Farbintensität von der Lage des Blutergusses in der Haut und der Ausdehnung in die Tiefe des Gewebes mitbestimmt. Große, frische und flache Blutergüsse, die direkt unter der Haut sitzen oder sogar in die einzelnen Hautschichten eingedrungen sind, haben eine hellrote Farbe. Je tiefer der Bluterguss sitzt, desto dunkler ist sein Farbton. Zusätzliche Farbveränderungen bewirkt auch noch das Alter der Blutansammlungen.

Blauer Fleck

Zunächst zeigen sie graublaue, später gelbgrüne bis gelbbraune Schattierungen. Die verschiedenen Farben, die alle Nuancen des Regenbogens annehmen können, entstehen durch die Umwandlung des Blutpigments, des Hämosiderins. Bei der schnellen Zersetzung des Blutes im Gewebe werden die Blutkörperchen aufgelöst. Der frei werdende Farbstoff durchsetzt und färbt die Umgebung, soweit er von der Gewebsflüssigkeit mitgetragen wird. Nach mehreren Tagen oder Wochen, je nach Größe des Ergusses, was gleichbedeutend mit der Menge des eingedrungenen Blutes ist, wird er von den Lymphgefäßen aufgesogen und verschwindet allmählich.

Symptome bei blauen Flecken und Blutergüssen

Manchmal treten Schmerzen und starke Schwellungen auf, so dass ein ruhigstellender Verband und feuchte Umschläge erforderlich sind. Auf jeden Fall muss dann aber sofort der Arzt aufgesucht werden, da nur er feststellen kann, ob sich Komplikationen, wie eine Verstauchung oder ein Knochenbruch hinter diesen Symptomen verbergen.

Ursachen für blaue Flecke

Beim Zustandekommen dieser Blutungen muss man zwei grundsätzliche Ursachen unterscheiden, einmal das Trauma, worunter eine äußere Ursache wie Stoß, Druck, Sturz oder Schnitt zu verstehen ist, und zum anderen innere Erkrankungen. Wird ein Blutgefäß durch äußere Einwirkung verletzt, so bildet sich der Erguss am Ort der Einwirkung. Solche Ergüsse gibt es daher nicht nur unter der Haut, sondern zum Beispiel auch in der Brusthöhle, im Herzbeutel, im Schädel, in den Hoden und Gelenkkapseln. In diesen Fällen liegen aber meist Verletzungen grösserer Gefäße vor, weil eine bestimmte Höhe des Blutdrucks zur Bildung einer so großen Blutansammlung erforderlich ist.

Bei äußerer Gewalteinwirkung wird der Bluterguss, um so größer sein, je plötzlicher und unerwarteter der Stoß wirkt und je weniger Zeit das Blut hat, sich in die benachbarten Gefäße zu entleeren. Im allgemeinen schützt zwar die Spannkraft und Geschmeidigkeit der Haut vor einer Zerreißung der Gefäße, mitunter führt aber schon heftiges Quetschen oder Kneifen der Haut zur Sprengung der Gefäßwand. Hinzu kommt, dass es Menschen gibt, die so empfindlich sind, dass schon ein geringer Druck auf die Haut oder sogar intensives Kratzen großflächige blaue Flecke hervorruft.

Die zweite Art der Hautblutung ist auf innere Erkrankungen zurückzuführen. Diese Blutansammlungen haben nicht die Größe und Ausdehnung, wie sie manchmal bei Blutergüssen vorkommen, die durch äußere Einwirkung entstanden sind, weil ihr Entstehungsmechanismus völlig anders ist. Oft liegen komplizierte Störungen im Blut selbst oder im Bereich des Blutgefäßes vor. Diese Hautblutungen beruhen entweder auf einer krankhaften Durchlässigkeit der Blutgefäße oder einer herabgesetzten Gerinnungsfähigkeit des Blutes. Ein verletztes Gefäß oder eine Wunde werden in der Regel durch ein festes Blutgerinnsel verschlossen.

Zur Bildung dieses Blutgerinnsels ist die Eiweißsubstanz Fibrin, die aus Fibrinogen unter Zusatz des spezifischen Wirkstoffs Thrombin entsteht, erforderlich. Die gerinnungsaktive Wirksamkeit dieser Thromboplastine hängt nun davon ab, ob die zur Thromboplastinbildung notwendigen Ausgangsstoffe vorhanden sind. Auch Anzahl und Funktionstüchtigkeit der Blutplättchen, der Thrombozyten, sind für die normale Gerinnungsfähigkeit von Bedeutung. Eine stärkere Verminderung oder gar ein Fehlen dieser thromboplastin-, thrombin- und fibrinbildenden Vorstufen sowie das Auftreten von gerinnungshemmenden und fibrinauflösenden Substanzen können eine Störung der Blutgerinnung hervorrufen, so dass es, zu Blutungen kommt.

Zu diesen Gerinnungsstörungen gehört die Hämophilie, eine erbliche Blutkrankheit. Hier können selbst unbedeutende Eingriffe, wie das Zahnziehen, ein Schlag auf die Nase oder ein Schnitt beim Rasieren durch unaufhaltsames Verbluten den Tod herbeiführen, wenn nicht rechtzeitig Hilfsmaßnahmen ergriffen werden. Heute gibt es aber Medikamente, die diese Krankheit zwar nicht heilen, aber doch die tödliche Blutung aufholten.

Außer den erwähnten Krankheiten, gibt es noch eine Reihe von Erkrankungen, bei denen ebenfalls Blutungen in der Haut und im Gewebe auftreten. Zum Beispiel Infektionskrankheiten wie Malaria und Fleckfieber, Vergiftungen, Rheuma, die Überdosierung von Medikamenten, oder Überempfindlichkeitsreaktionen auf Medikamente. Deshalb ist es für den Arzt nicht immer leicht, sofort die richtige Ursache zu erkennen. Blaue Flecke sind also nur ein Symptom. Immer liegt eine äußere oder innere Ursache vor. So harmlos sie im allgemeinen auch sein können und so belustigend ein "Veilchhen" auf dem Auge für die Umgebung oft ist, so muss man doch daran denken, dass sie mitunter ein Zeichen schwerer Erkrankungen sein können.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

amistad (weiblich) kommentierte am 10.10.2011 um 16:59 Uhr

Bei einer Blutuntersuchung stellte man bei mir einentotal erhöhten Vitamin B 12 fest. Mein Arzt wusste kein Bescheid darüber, was dieser erhöte Wert zu bedeuten hat und welche Folgen ev. damit verbunden sind. Er wies mich an, sobald ich an meinem Körper blaue Flecken feststelle, ihn sofort zu informieren. Haben Sie über diese Sache mehr Erkenntnisse? Für Ihre Mühe bedanke ich mich im Voraus bestens.

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