Traditionelle chinesische Medizin

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 25. November 2016
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Die traditionelle chinesische Medizin (TCM) ist ein ganzheitliches, natürliches Heilverfahren, das Körper, Geist und Seele als Einheit betrachtet und dementsprechend nicht nur Symptome lindert oder behandelt, sondern den ganzen Menschen in den Blick nimmt. Die TCM ist geprägt vom Konfuzianismus, Buddhismus und Taoismus.

Inhaltsverzeichnis

Was ist die traditionelle chinesische Medizin?

Zu den Behandlungen der chinesischen Medizin gehören vor allem die Arzneitherapie und die Akupunktur sowie die Moxibustion.

Die traditionelle chinesische Medizin geht davon aus, dass Gesundheit auf dem Gleichgewicht von Yin und Yang beruht. Yin steht für Kälte, Feuchtigkeit und Passivität, Yang für Wärme, Trockenheit und Aktivität. Sind beide im Gleichgewicht, fließt die Lebensenergie (Qi) harmonisch im Körper. Wenn das Qi nicht ungehindert fließen kann, z. B. durch zu viel Kälte, Feuchtigkeit, Ärger, Stress, ungesunde Ernährung etc., wird das Gleichgewicht gestört und der Mensch erkrankt.

Die Diagnostik und Behandlung in der TCM beruht nicht auf Symptomen oder Organen, sondern der ganze Mensch und seine Umwelt wird einbezogen. Ziel der therapeutischen Verfahren der TCM ist es, die Harmonie zwischen Yin und Yang wieder herzustellen, um das Qi wieder ungehindert fließen zu lassen.

Im Laufe der Zeit haben sich 5 Säulen der Traditionellen chinesischen Medizin entwickelt:

Funktion, Wirkung & Ziele

Die traditionelle chinesische Medizin findet inzwischen bei vielen Krankheiten Anwendung. Bei Rückenbeschwerden und Migräne hat sich die Akupunktur sehr bewährt und wird inzwischen von einigen Krankenkassen übernommen.

Aber auch Qigong und Taiji leisten wertvolle Linderung bei Verspannungen und Blockaden. Viele Beschwerden im Verdauungsbereich werden durch die chinesische Arzneimitteltherapie gelindert, besonders wenn sie mit der Ernährungslehre kombiniert wird. Die TCM ist eine wertvolle Ergänzung zu den herkömmlichen Behandlungsverfahren, weil sie den Körper von innen heraus stärkt und so eine Heilung herbeiführt.

Das am weitesten verbreitete Heilverfahren ist die Akupunktur. Mit Hilfe von feinen Einwegnadeln werden bestimmte Punkte am Körper über die Haut angeregt, um das Qi wieder fließen zu lassen. Die mechanische Reizung dieser Punkte bewirkt dabei die Anregung des Qi-Flusses und führt so Heilung herbei.

Die chinesische Arzneimitteltherapie besteht im Verabreichen von Heilpflanzen, Mineralien und tierischen Bestandteilen. Diese werden gemischt und individuell auf den zu behandelnden Menschen abgestimmt, z. B. als Tee oder ein Arzneisud aus Pflanzenbestandteilen wie Blättern, Blüten, Wurzeln, Rinden und Stängeln. Für die Zubereitung und Einnahme gibt es genaue Anwendungsvorschriften.

Beim Taiji und Qigong handelt es sich um eine spezielle Bewegungslehre innerhalb der TCM. Verschiedenen Bewegungsabläufe werden zusammen mit Atem- und Koordinationsübungen kombiniert und sollen ebenfalls das Qi wieder zum Fließen zu bringen, Blockaden, Stauungen und Verspannungen lösen. Dadurch werden die Organe und das Nervensystem gestärkt und damit die Lebenskraft.

Die Akupunktur gehört der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) an. Sie geht von der Lebensenergie (Qi) des Körpers aus, die auf sogenannten Meridianen fließt und einen regulierenden Einfluss auf alle Körperfunktionen hat. Klicken, um zu vergrößern.

Die manuelle Therapie (Tuina) arbeitet mit verschiedenen Massage- und Grifftechniken, Greifen, Kneten und Streichen und versucht auf diesem Wege die Energieblockaden im Körper zu lösen und die Blutzirkulation zu verbessern.

Die Ernährungslehre der TCM soll den Körper vorbeugend stärken. Die TCM geht davon aus, dass Nahrungsmittel eine energetische Wirkung haben und bestimmte vegetative Prozesse auslösen können. Die Lebensmittel werden eingeteilt in heiß, warm, neutral, kühl und kalt. Chili z. B. gilt als heiß, Joghurt und andere Milchprodukte als kalt oder kühl. Zu viel Milchprodukte können den Körper zu stark kühlen und Verschleimungsprozesse auslösen. Auch die Art der Zubereitung spielt mit eine Rolle. Essen sollte jahreszeitgemäß und in Ruhe genossen werden.

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Risiken, Nebenwirkungen & Gefahren

Da es sich bei der TCM um ein sanftes, ganzheitliches Heilverfahren handelt, sind keine nennenswerten Gefahren und Nebenwirkungen zu beachten. Wenn es vereinzelt vorübergehend zu Nebenwirkungen kommt, handelt es sich meistens um so genannte Erstverschlimmerungen, die anzeigen, dass im Körper etwas in Gang gesetzt wird. Sie verschwinden meistens im Laufe der Therapie. Die TCM als wertvolles, Heilverfahren, gerade weil sie den ganzen Menschen in den Blick nimmt und nicht nur Symptome behandelt.

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