Vitamin B12

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 23. Dezember 2016
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Das Vitamin B12 gehört zur Vitamin B Reihe. Es ist wasserlöslich und beeinflusst grundlegende Vorgänge im Körper. Besonders im Stoffwechsel hat das Vitamin B12 nicht ersetzbare Aufgaben.

Inhaltsverzeichnis

Wirkungsweise von Vitamin B12

Am auffallendsten ist ein Mangel an Vitamin B12, wenn sich eine Blutarmut entwickelt. Vitamin B12 ist unter anderem zuständig für die Bildung der roten Blutkörperchen. Diese wiederum stellen den Sauerstofftransport im Körper sicher.

Zusätzlich ist das Vitamin B12 an der Zellteilung und Zellneubildung beteiligt. Essenziell ist das Vitamin B12 notwendig für die Bildung der Erbsubstanz, der DNA. Genauso wie für den Aufbau der Schutzhülle um die Nervenfasern.

Schlussendlich ermöglicht das Vitamin B12 die Aufnahme der Folsäure in die menschlichen Zellen. Das Transportmedium für das Vitamin B12 ist der Intrinsic-Faktor (IF). Dieser ist im Magensaft zu finden und transportiert das Vitamin B12 in das menschliche Blut.

Bedeutung

Besonders reich an Vitamin B12 sind Lebensmittel wie Fleisch und Eier oder Milch. Vegetarier müssen also keine Unterversorgung befürchten, da sie über Eier und Milchprodukte genügend Vitamin B12 aufnehmen.

Ein Mangel an Vitamin B12 macht sich oft erst sehr spät bemerkbar, da der Körper Vorräte an diesem Vitamin für mehrere Jahre in der Leber speichern kann. Eines der häufigsten Erscheinungsbilder des Vitamin B12 Mangels ist die sogenannte perniziöse Anämie (Blutarmut aufgrund Vitamin B12-Mangels).

Erste Symptome sind hier die zunehmende allgemeine Schwäche, Konzentrationsschwierigkeiten oder Kurzatmigkeit. Besonders bei sportlichen Tätigkeiten merken Betroffene, dass sie nicht mehr voll belastbar sind. Im extremsten Fall bildet sich ein chronische Müdigkeitssysndrom aus.

Ebenfalls bemerkbar macht sich ein Zuwenig an Vitamin B12 durch die erhöhte Infektanfälligkeit, die fahle, blasse Gesichtsfarbe und weiße Lippen. Durch die verringerte Sauerstofftransportrate der roten Blutkörperchen kommt es auch zur Gedächtnisschwäche und unter Umständen lässt ein Mangel sogar den Verdacht auf Morbus Alzheimer entstehen. Aber auch bei depressiv verstimmten Personen und bei zunehmenden Nervenschmerzen oder Empfindungsstörungen an Händen und Füssen sollte der Vitamin B12 Spiegel unbedingt kontrolliert werden.

Erst in jüngster Vergangenheit wurde entdeckt, dass gerade ältere Menschen vermehrt von einer Vitamin-B12-Mangelkrankheit betroffen sind. Durch die altersbedingten Veränderungen bildet der Magen weniger Magensaft. Dies wiederum vermindert die Bildung des Intrinsicfaktors und die Fähigkeit zur Aufnahme von Vitamin B12 ist reduziert. Hier ist es wichtig die Konzentration des Vitamin B12 im Zentralnervensystem festzustellen, wenn der Verdacht auf Demenzerkrankungen und Ähnlichem besteht.

Zusätzlich spielt der Vitamin B12 Mangel auch eine Rolle bei der weit verbreiteten Zuckerkrankheit oder auch bei multipler Sklerose. Ebenso wird bei psychiatrischen Wahnerkrankungen zusätzlich Vitamin B12 verabreicht. Noch nicht bewiesen - allerdings laufen bereits die Forschungen auf Hochtouren - ist die Beteiligung eines Vitamin B12 Mangels an der Entstehung von Erkrankungen der Herzkranzgefäße.

Vorkommen in Lebensmitteln

Im Normalfall reicht die tägliche Ernährung, um den Bedarf an Vitamin B12 abzudecken. In fast allen tierischen Nahrungsmitteln tierischer Herkunft findet sich reichlich Vitamin B12.

Besonders reich an Vitamin B12 sind Lebensmittel wie Fleisch (hier insbesondere die Leber) und Eier oder Milch. Vegetarier müssen also keine Unterversorgung befürchten, da sie über Eier und Milchprodukte genügend Vitamin B12 aufnehmen.

Wer jedoch auf alle tierischen Produkte verzichtet, nimmt über die Nahrung so gut wie kein Vitamin B12 auf. Hier muss Vitamin B12 über ein Vitaminpräparat zugeführt werden. Ein erhöhter Bedarf an Vitamin B12 liegt bei Schwangeren und Stillenden vor. Routinemäßig bekommt dieser Personenkreis Vitaminpräparate verordnet um eine Unterversorgung frühzeitig zu verhindern.

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