Wundheilungsstörungen

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 23. März 2014
Symptomat.deKrankheiten Wundheilungsstörungen

Der Begriff Wundheilungsstörungen bezeichnet allgemeine Schwierigkeiten bei der natürlichen Wundheilung. Zu diesen kann es aus ganz unterschiedlichen Gründen kommen, beispielsweise durch vorhergehende Erkrankungen oder eine fehlerhafte Wundversorgung.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Wundheilungsstörungen?

Von Wundheilungsstörungen sprechen Mediziner immer dann, wenn es zu Schwierigkeiten oder Verzögerungen bei der natürlichen Wundheilung kommt. Grundsätzlich versucht der Körper, das durch Gewalteinwirkung oder eine Erkrankung verletzte Gewebe so schnell wie möglich wieder durch Gesundes zu ersetzen.

Aufgrund unterschiedlicher Ursachen kann es aber zu Störungen des Heilungsprozesses kommen. Für den Organismus stellt dies eine Belastung dar, zumal die ständige Gefahr einer Entzündung der offenen Wunde besteht. Besonders bei sehr großen und schwerwiegenden Wunden, etwa nach einer Operation, kann es in Folge zu lebensbedrohlichen Zuständen kommen. Operative Eingriffe sind deshalb bei bestimmten Erkrankungen genau abzuwägen.

Ursachen für Wundheilungsstörungen

Die Ursachen für Wundheilungsstörungen können vielfältig sein. Grundsätzlich heilen Wunden bei jungen Menschen besser als bei älteren. Oftmals ist auch eine fehlerhafte Wundversorgung verantwortlich für den beeinträchtigten Heilungsprozess.

Wurde die Wunde etwa nach einer Operation nicht perfekt verschlossen oder werden die Fäden zu früh entfernt, kann sie sich nicht optimal schließen. Auch der individuelle Gesundheitszustand des Patienten kann die Wundheilung beeinträchtigen. Erkrankungen wie Diabetes, Tuberkulose, HIV oder eine Drogenabhängigkeit können Wundheilungsstörungen verursachen, ebenso wie bestimmte Medikamente.

Eiweißmangel, Vitaminmangel oder starkes Übergewicht sind weitere Faktoren, die zu Problemen bei der Wundheilung führen können. Der behandelnde Arzt sollte daher auch immer den Lebensstil des Patienten bei seiner Diagnose berücksichtigen.

Diagnose und Verlauf bei Wundheilungsstörungen

Meist können Wundheilungsstörungen vom behandelnden Arzt direkt optisch diagnostiziert werden. Er kann durch Betrachten und Untersuchen der Wunde feststellen, wie alt diese ist und in welchem Ausmaß sie im Rahmen einer optimalen Wundheilung bereits verheilt sein sollte.

Liegt tatsächlich eine Wundheilungsstörung vor, müssen die genauen Ursachen dafür festgestellt werden. Zu diesem Zweck sollte sowohl die Wundversorgung als auch die Lebensumstände des Patienten genauer betrachtet werden. Bleibt eine Wunde bei gestörtem Heilungsprozess unversorgt, kann es zu schweren Entzündungen kommen.

Schlimmstenfalls kann dadurch das Leben des Patienten bedroht werden, besonders, wenn es sich um eine große Wunde handelt. Eine entsprechende ärztliche Versorgung ist daher unverzichtbar.

Behandlung und Therapie von Wundheilungsstörungen

Nach umfassender Untersuchung und dem Stellen der Diagnose durch den behandelnden Arzt steht die Reinigung der Wunde an erster Stelle. Sie muss gründlich gesäubert und desinfiziert werden, um gefährliche Entzündungen zu verhindern. Dazu stehen etwa verschiedene Spüllösungen zur Verfügung.

Unter Umständen kann es notwendig werden, das bereits abgestorbene Gewebe operativ zu entfernen und die Wunde anschließend (noch einmal) zu nähen, damit die Heilung stattfinden kann. Allgemein werden Wunden heutzutage großflächig mit Kompressen abgedeckt, um die natürliche Heilung nicht durch äußere Einflüsse beeinträchtigt werden kann. Diese Verbände müssen regelmäßig gewechselt werden.

Zusätzlich können unter Umständen gerinnungsunterstützende Medikamente verabreicht werden. Neben der akuten Versorgung sollte auch herausgefunden werden, welche Ursachen der Wundheilungsstörung zugrunde liegen, idealerweise noch vor dem Einleiten der Therapie. Bei bestimmten Erkrankungen werden spezielle Behandlungen notwendig bzw. dürfen einige Medikamente nicht eingesetzt werden. Liegen die Gründe für eine gestörte Wundheilung in der Lebensweise des Patienten, können verabreichte Nährstoffe oder Vitamine meist recht schnell Abhilfe schaffen.

Ist eine Diabeteserkrankung bereits vorhanden, sollte der Blutzuckerspiegel grundsätzlich auf einen vertretbaren Level reguliert werden. Sollte es bereits zu einer Entzündung der Wunde gekommen sein, muss diese schnell medikamentös oder eventuell auch operativ behandelt werden, damit es nicht zu lebensbedrohlichen Zuständen kommen kann.

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Vorbeugung von Wundheilungsstörungen

Wundheilungsstörungen kann in vielen Fällen durch eine optimale und professionelle Wundversorgung vorgebeugt werden. Darauf sollte daher immer größter Wert gelegt werden. Risikofaktoren wie Übergewicht oder ein Lebensstil, der Mangelerscheinungen begünstigt, sollten minimiert werden, damit es im Falle einer Wunde nicht zu größeren Problemen beim Heilungsprozess kommt. Liegen Grunderkrankungen wie Diabetes vor, ist eine angemessene Behandlung derselben dringend notwendig. Heilt eine Wunde nicht wie sonst schnell und problemlos ab, ist ein Arztbesuch unbedingt anzuraten.

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