Arthrose

Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für innere Medizin)

Eine Arthrose oder Gelenkverschleiß ist eine Erkrankung der Gelenke. Dabei kommt es vor allem durch andauernde Fehlbelastungen zu irreversiblen Gelenkschäden. Ebenso kann eine Arthrose auch aufgrund von Knorpeldefekten und Verletzungen entstehen.

Inhaltsverzeichnis

Definition Arthrose

Eine Arthrose bezeichnet die zunehmende Schädigung des Knorpels bzw. den Verlust der Knorpelmasse im Gelenk. Umgangssprachlich wird sie auch als Gelenkverschleiß bezeichnet. Arthrose wird als die am weitesten verbreitete Gelenkkrankheit weltweit angesehen. Sie kann grundsätzlich in allen Gelenken auftreten. Besonder häufig jedoch tritt Arthrose an den Knien bzw. Kniegelenken auf.

Fast jeder Mensch ist im Laufe seines Lebens von Arthrose betroffen; der eine mehr, der andere weniger stark. Etwa jeder 10. Bis 20. Bundesbürger leidet zwischen dem 50. Und 60. Lebensjahr an Arthrose, wobei Übergewicht den Gelenkverschleiß begünstigt. Arthrose wird daher auch als die fortschreitende, altersabhängige Gelenkkrankheit bezeichnet.

Ursachen für Arthrose

Es gibt dabei viele Ursachen für Arthrose. In jedem Fall steht die Krankheit jedoch mit der Beanspruchung der Gelenke in Verbindung. Auslöser der Gelenkkrankheit können Übersäuerung oder mangelnde Bewegung sein. Fehlende Mineralstoffe sind kennzeichnend. Der sog. Basenmangel führt zur Eindickung der Gelenkschmiere. Harnsäurekristalle lagern sich in der Gelenkschmiere ein. Diese führen zu einem schmirgelartigen Effekt, welcher starke Schmerzen herbeiführt.

Zudem wird der Knorpel in den Gelenken abgebaut. Im Grundsatz kann man dabei sagen, je weniger Knorpel, desto stärker die Schmerzen. Aufgrund der Schmerzen meiden Arthrosekranke jede Art von Bewegung. Durch den Bewegungsmangel wird der Knorpel jedoch nicht mehr mit ausreichend Nährstoffen versorgt. Dies beschleunigt den Krankheitsverlauf. Da Arthrose stets durch eine Übersäuerung des Körpers geprägt ist, treibt eine Ernährung mit säureüberschüssigen Nahrungsmitteln die Krankheit voran.

Symptome

Krankheitsverlauf Arthrose

Ein Symptom der Arthrose ist der Schmerz. Dieser macht sich jedoch meist erst dann bemerkbar, wenn die Krankheit schon vorangeschritten ist. Im Frühstadium handelt es sich zunächst um einen kleinen Knorpelschaden, welcher in Verbindung mit einer Verdichtung des Knochens steht. Knochenbezirke, welche direkt unter dem erkrankten Knorpel liegen weisen Veränderungen auf.

Über die Jahre reibt sich der Gelenkknorpel immer mehr ab, bis er schließlich ganz verschwunden ist. Ist dies der Fall reiben zwei Knochen direkt aufeinander, was enorme Schmerzen verursacht. Die Reibung im Gelenk nimmt deutlich zu. Ein Stoßdämpfer ist nicht mehr vorhanden. Durch Formveränderungen des Gelenkes verkürzen sich über die Jahre die Bänder, was zu einer Instabilität des Gelenkes führt.

Behandlung von Arthrose

Das Problem ist, dass man einer Arthrose nicht vorbeugen kann. Auch gibt es keine Therapie, welche die Arthrose beseitigen kann. Ihre Entwicklung kann allerdings verlangsamt und eine weitere Verschlechterung vermieden werden. Im Rahmen einer Therapie stehen die Möglichkeiten der Physiotherapie, orthopädische Hilfsmittel, Medikamente, Operationen und anschließende Rehabilitation zur Verfügung.

Jegliche Überlastung des betroffenen Gelenkes sollte beispielsweise vermieden werden. Dabei spielt das Körpergewicht eine entscheidende Rolle. Übergewicht ist daher abzubauen. Medikamente oder Krankengymnastik können die Schmerzen lindern und dadurch die Beweglichkeitsseinschränkung mindern. Da Arthrose jedoch eine sog. degenerative Veränderung des Gelenkknorpels ist, ist eine Heilung bislang nicht möglich. Wichtig ist auch, je mehr Muskeln aufgebaut sowie Bänder entwickelt sind, desto mehr wird das Gelenk entlastet. Sportliche Betätigung ist daher empfehlenswert. Hierbei ist alles gut, was die Gelenke schont.

Dazu gehört Fahrradfahren, Schwimmen und Gymnastik. Die sportliche Betätigung fördert die Durchblutung des Gelenkes und den Nährstofftransport zum Gelenk. Die Muskulatur wird gekräftigt, die Gelenkstabilität und Gelenkdämpfung werden verbessert. Bei starken Bewegungsschmerzen sollten die Betroffenen die Gelenke durch Bandagen oder Schienenverbände schonen. Sind die konservativen Therapien erfolglos und die Beschwerden nicht mehr einzudämmen, hilft nur noch eine Operation. Hierzu zählen Knorpeltransplantationen oder künstliche Gelenke, welche dazu beitragen sollen, dass eine „normale“ Bewegung wieder möglich ist.

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