Synovitis

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 10. Oktober 2017
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Die Synovitis ist ein schmerzhaftes Phänomen, das vor allem im hohen Alter oder bei einer dauerhaft anhaltenden Beanspruchung auftreten kann. Vor allem macht sich die Synovitis bemerkbar, wenn Sehnen, Gelenke oder die Muskulatur beeinträchtigt sind beziehungsweise ohne Regenerationsphasen dauerhaft belastet werden.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Synovitis?

Der Mediziner bezeichnet als Synovitis (oder auch Synovialitis) eine Entzündung jener Schleimhäute, welche Sehnenscheiden, Gelenke sowie Schleimbeutel von innen auskleiden. Dabei produziert die Schleimhaut eine gewisse Flüssigkeit, die etwa dafür sorgt, dass der reibungsfreie Bewegungsablauf zwischen den knöchernen Strukturen gegeben ist.

Auf Grund einer dauerhaften Druckbelastung, die etwa während der Arbeitstätigkeit oder auch im Rahmen einer sportlichen Betätigung gegeben ist (begünstigend sind kniende Positionen), kann sich eine Entzündung der Schleimhaut entwickeln. Die Entzündung kann sich auch auf die bindegewebigen und knöchernen Strukturen ausweiten; im Rahmen jener Ausweitung kann die akute Synovitis zu einer chronischen Synovitis mutieren.

Ursachen

Vor allem Personen, die überwiegend kniende Tätigkeiten (etwa Reinigungskräfte oder Fliesenleger) ausüben, sind hauptsächlich von der Synovitis betroffen. Mitunter klagen auch Sportler über dementsprechende Beschwerden, wobei hier die Synovitis oftmals einen chronischen Verlauf nimmt. Der chronische Verlauf der Synovitis tritt dann ein, wenn im Rahmen akuter Formen keine Erholung erfolgt und weiterhin trainiert wird beziehungsweise die Gelenke, welche Schmerzen verursachen, nicht geschont werden.

Ältere Personen, deren Regenerationsfähigkeiten bereits eingeschränkt sind und mitunter bereits einen höheren Grad der Abnutzung ihrer Gelenke haben, leiden im Regelfall an einer Synovitis. Dabei tritt die schmerzende Synovitis auch mit anderen entzündlichen Erkrankungen auf, sodass mitunter die Synovitis und eine Arthritis diagnostiziert werden, die mitunter für die Beschwerden verantwortlich sind.

Symptome, Beschwerden & Anzeichen

Der Betroffene klagt nach einer übermäßigen Belastung (etwa, wenn er sich im Rahmen einer körperlichen Betätigung überanstrengt oder an einem sportlichen Wettkampf teilgenommen hat) vorwiegend über einen immer intensiver werdenden Schmerz. Der Schmerz tritt in Kombination mit Bewegungseinschränkungen auf.

Mitunter kann das betroffene Körperglied anschwellen; in weiterer Folge tritt eine Rötung an der Schmerzen verursachenden Region auf. Jene Symptome entstehen auf Grund der entzündeten Schleimhaut, da hier eine erhöhte Durchblutung aktiviert wird. Im Rahmen der Synovitis treten Flüssigkeitsansammlungen in den betreffenden Gelenken beziehungsweise Gelenkskapseln auf (etwa im Kniegelenk), die in weiterer Folge dafür verantwortlich sind, dass die Bewegung eingeschränkt wird.

Diagnose & Krankheitsverlauf

Der Mediziner stellt die Diagnose Synovitis, wenn andere entzündliche Erkrankungen, wie etwa die Arthritis, zur Gänze ausgeschlossen werden können. Aus diesem Grund werden im Regelfall unterschiedliche Untersuchungen vorgenommen, damit einerseits die Diagnose Synovitis bestätigt und andererseits Diagnosen wie die Arthritis ausgeschlossen werden.

Das Problem ist, dass - vor allem im höheren Alter - mehrere Erkrankungen die klassischen Symptome einer Synovitis auslösen können. Somit besteht natürlich auch die Möglichkeit, dass eine Synovitis unerkannt bleibt. Noch zu Beginn äußert sich die Synovitis mittels „reibenden Gefühls“; der Patient „wartet“ auf die Entlastung, bemerkt aber, dass das Gelenk weiterhin „reibt“. In weiterer Folge nehmen Schmerzen, Rötung sowie Schwellung zu.

Der Mediziner untersucht das betroffene Gelenk. Dafür nutzt er das Ultraschallgerät. Mittels Ultraschall kann der Arzt feststellen, ob der Verdacht einer Synovitis besteht. Der Krankheitsverlauf wird vor allem durch die ausübende Tätigkeit des Betroffenen beeinflusst. Vor allem Fliesenleger oder auch Reinigungskräfte, die vorwiegend in der Hocke oder auf Knien arbeiten, sind gefährdet, dass die Synovitis derart schlimm wird, dass sogar der Gelenkknorpel zerstört und in weiterer Folge der Knochen angegriffen wird.

Komplikationen

Eine Synovitis tritt meist in Kombination mit Bewegungseinschränkungen auf. Damit einhergehend kann das betroffene Körperglied anschwellen und es kommt zu Rötungen und weiteren Schmerzen. Durch die Flüssigkeitsansammlungen in den betreffenden Gelenken ist ein normales Bewegen meist nicht mehr möglich. Weitere Komplikationen können auftreten, wenn begleitend eine Arthritis diagnostiziert wurde.

Dann lässt die Knochendichte im Verlauf der Erkrankung weiter nach und die Heilungsaussichten der Synovitis verschlechtern sich. Unter Umständen entwickeln sich chronische Schmerzen, verbunden mit einer Abnahme der Lebensqualität und der Leistungsfähigkeit des Betroffenen. Daraus können sich depressive Verstimmungen und andere psychische Leiden entwickeln, die separat behandelt werden müssen. Ein chirurgischer Eingriff kann zu Blutungen, Nachblutungen und Infektionen an der betroffenen Stelle führen.

Selten kommt es zu Nervenverletzungen, die mit zeitweiligen Bewegungseinschränkungen und Sensibilitätsstörungen verbunden sein können. Auch kann es aufgrund der Operation zu einer weiteren Reizung der betroffenen Region kommen, wodurch sich die Synovitis unter Umständen noch verschlechtert. Verordnete Schmerzmittel können Neben- und Wechselwirkungen hervorrufen und Allergien auslösen. Bei einer längeren Erkrankung entwickelt sich unter Umständen ein Suchtverhalten und daraus resultierend eine Sucht.

Therapie & Behandlung

Zu Beginn der Behandlung ist es ratsam, dass der entzündete Körperbereich ruhiggestellt und entlastet wird. Nur so kann die Schwellung zurückgehen und der ausgeübte Druck auf das Gewebe nachlassen. Der Patient sollte die betroffene Region regelmäßig mit Kühlpacks oder Eis kühlen; auch dieser Vorgang sorgt für eine Reduzierung der Schwellung und einen Rückgang der Schmerzen.

Schmerzlindernde und auch entzündungshemmende Medikamente können dabei helfen, die akute Phase der Synovitis zu lindern. Wichtig ist, dass die Einnahme der Tabletten mit dem Hausarzt abgesprochen wird beziehungsweise in regelmäßigen Abständen Kontrolluntersuchungen erfolgen, ob die Medikamente auch den gewünschten Erfolg mit sich bringen.

Werden die Symptome nicht besser oder verschlimmern sich die Beschwerden, sodass Medikamente oder kühlende Maßnahmen nicht mehr helfen, muss der Patient operiert werden. Dabei entscheidet sich der Mediziner für die Schlüssellochtechnik. Der Arzt fügt dem Patienten - im betroffenen Bereich - wenige kleine Schnitte zu; die Schnitte sind gerade so groß, dass die notwendigen Instrumente beziehungsweise die Kamera eingeführt werden können.

Mit dieser Methode ist es möglich, dass etwaige Auswucherungen der Schleimhaut behandelt werden können. Im Regelfall ist die Operation die einzige Möglichkeit, dass eine Synovitis dauerhaft geheilt werden kann. In wenigen Fällen wurde aber auch eine Verschlechterung der Synovitis festgestellt, da die schon betroffenen Regionen - auf Grund der Operation - noch stärker gereizt wurden.

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Vorbeugung

Die Synovitis kann sehr wohl vorgebeugt werden. Sportler können etwa mit Aufwärmphasen gegen eine Synovitis vorgehen; mitunter können Personen, die auf Grund ihrer beruflichen Tätigkeiten gefährdet sind, eine Synovitis zu bekommen, mittels Schwimmen vorsorgen. Natürlich ist es wichtig, dass auch genügend Regenerationsphasen eingehalten werden. Wenn bereits die ersten Anzeichen einer Synovitis wahrgenommen wurden, sollte man daher die betroffenen Gelenke schonen.

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Quellen

  • Hahn, J.-M.: Checkliste Innere Medizin. Thieme, Stuttgart 2013
  • I care Krankheitslehre. Thieme, Stuttgart 2015
  • Wülker, N., Kluba, T., Roetman, B., Rudert, M.: Taschenlehrbuch Orthopädie und Unfallchirurgie. Thieme, Stuttgart 2015

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