Aromatherapie

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 4. September 2017
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Die Aromatherapie basiert auf Gerüchen, die einen kurzen Draht zum menschlichen Gehirn haben. Wenn sie einmal im Gehirn angekommen sind, entscheiden sie, je nachdem, ob wir einen Geruch mögen oder nicht, wie wir uns fühlen. Gerüche wirken sich meist stärker auf unser Wohlbefinden aus als Töne oder Farben. Deswegen entscheiden wir auch oft über unseren Geruchssinn, ob wir eine Person mögen oder nicht. Die Gerüche in einer Aromatherapie können außerdem Erinnerungen ins uns wecken, die über unser Wohlbefinden entscheiden. Und das alles schneller als Töne und Farben es können.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Aromatherapie?

Unter Aromatherapie versteht man auf natürlichen ätherischen Ölen basierende und kontrollierte Anwendungen mit dem Ziel, die körperliche und psychische Gesundheit von Menschen zu erhalten. Dabei unterscheidet man den wissenschaftlichen Ansatz der Aromatherapie und den komplementären Ansatz.

Bei der wissenschaftlichen Aromatherapie geht man davon aus, dass die Wirkung aufgrund der eingeatmeten Öle als Folge des Geruchsempfindens des Menschen erfolgt. Des Weiteren sollen die pflanzlichen Inhalte der Öle durch die Schleimhäute der Atemwege ins Blut gelangen und auf diese Weise die Funktionen von verschiedenen Organen beeinflussen.

Beim medizinischen Ansatz der Aromatherapie kommt es auf den Ursprung der verwendeten ätherischen Öle an, während bei der komplementären Aromatherapie der Einsatz der Öle eine subjektive Entscheidung ist.

Funktion, Wirkung & Ziele

Ein Anwendungsverfahren der Aromatherapie sind beispielsweise Bäder. Badezusätze kann man fertig im Handel kaufen oder selbst herstellen. Wer Badzusätze selbst herstellen möchte, der mischt für Vollbäder 15 Tropfen Essenz mit ein wenig Sahne (50 ml).

Für Teilbäder reichen acht bis 10 Tropfen Essenz. Das Ganze wird kräftig durchgerüttelt und dem Badewasser zugegeben. Mit Badezusätzen erreicht man je nach Essenz eine anregende und beruhigende sowie schmerzstillende Wirkung. Allerdings sollte man bei einer Kreislauferkrankung auf die Temperatur des Wassers achten. Weiter Anwendungsverfahren sind: Inhalation, Duftlampen, Verdampfung ätherischer Öle im Raum, Massagen, Umschläge und Wickel.

Eine Aromatherapie mit Thymian, Bohnenkraut oder Nelke ist in der Lage, Bakterien abzutöten. Öle von Zitrone oder Teebaum können Viren vernichten. Lavendelöl wirkt psychisch ausgleichend und fördert den Schlaf. Jasminöl wirkt entspannend und harmonisierend. Angelikawurzel hilft ängstlichen und zurückhaltenden Menschen. Wer an Reiseübelkeit leidet, der gibt sich einen Tropfen auf die Hand und atmet das Öl ein. Stärkend bei Stress und Erschöpfungszuständen wirkt Bergamotte.

Ein Anwendungsverfahren der Aromatherapie sind beispielsweise Bäder. Mit Badezusätzen erreicht man je nach Essenz eine anregende und beruhigende sowie schmerzstillende Wirkung.

Des Weiteren wirkt es entkrampfend, angstlösend und stimmungsaufhellend und fördert die Kreativität. Citronella hat eine erfrischende und anregende Wirkung, außerdem verhilft das Öl zu neuem Optimismus. Ebenfalls eine anregende Wirkung hat das Öl der Fichtennadel, es spendet außerdem neue Energie bei allgemeinen Schwächezuständen und hilft gegen Nervosität und Stress.

Mandarinöl wirkt aufheiternd und löst Verspannungen und Ängste. Melisse wirkt nicht nur harmonisierend, sondern stimmungsaufhellend und stärkend und wird deshalb oft in einer Aromatherapie gegen Depressionen, Melancholie, Stress und Schlafstörungen eingesetzt.

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Risiken & Nebenwirkungen

Bei der Aromatherapie gilt es, einige Regeln zu beachten, da sie auch Risiken beinhaltet. Grundsätzlich gilt: Ätherische Öle sollte man niemals unverdünnt auf die Haut auftragen, da es sonst zu Hautreizungen und Allergien kommen kann.

Ein Augenkontakt mit den Ölen ist zu vermeiden. Außerdem erhöhen einige ätherische Öle die Lichtempfindlichkeit, was die Haut sensibler macht und zu schweren Hautreaktionen führen kann, insbesondere nach starker Sonneneinstrahlung. Auch bei normaler Haut sind bestimmte Öle nicht zu empfehlen. Zu Vermeiden ist der Einsatz von ätherischen Ölen bei offenen Wunden und Neigung zur Thrombose. Des Weiteren bei Epilepsie. Giftige ätherische Öle wie Beifuß oder Thuja sollten grundsätzlich nicht verwendet werden.

Menschen, die sich mit homöopathischen Mitteln behandeln lassen, können zwar Duftlampen verwenden, auf eine hoch dosierte äußerliche Anwendung mit ätherischen Ölen sollten sie allerdings verzichten. Hier sind insbesondere folgende Öle zu nennen, welche die Wirkung homöopathischer Mittel stark beeinträchtigen können: Pfefferminze, Thymian, Kamille.

Während einer Schwangerschaft sollten Angelikawurzel, Anis, Basilikum, Bohnenkraut nicht angewendet werden. Das Gleiche gilt für Minze, Muskat, Myrrhe, Gewürznelke, Origanum, Wacholder und weitere. Für schwangere Frauen empfiehlt es sich grundsätzlich, einen Experten zu befragen, welche Öle verwendet werden dürfen. Stillende Frauen können wundheilende Öle äußerlich anwenden. Zum Beispiel Rose und Jasmin. Auf Anwendungen in Massageölen, Bädern und Inhalationen mit hoch dosierten Ölen sollten Frauen zwei Stunden vor dem Stillen verzichten.

Bestimmte ätherische Öle haben eine toxische Wirkung und können bei innerlicher Einnahme zu Organschäden führen. Zum Beispiel Basilikum, Bohnenkraut, Fenchel, Kampfer, Zimt und weitere. Nichttoxische Öle sind Teebaum, Lavendel und Rose, die übrigens auch das breiteste und wichtigste Anwendungsspektrum in der Aromatherapie abdecken.

Bücher über Ätherische Öle

Quellen

  • Ernst, E.: Praxis Naturheilverfahren. Springer, Berlin 2005
  • Kraft, K., Stange, R. (Hrsg): Lehrbuch Naturheilverfahren. Hippokrates, Stuttgart 2010
  • Wabner, D., Beier, C.: Aromatherapie. Urban & Fischer, München 2012

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