Thrombose

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 27. September 2017
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Eine Thrombose bzw. Blutgerinnsel ist eine Störung bzw. Verstopfung eines Blutgefäßes. Vor allem entstehen Thrombosen bei älteren Menschen in den Beinen bzw. Venen nach langem Sitzen oder bei mangelhafter Bewegung.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Thrombose?

Unter einer Thrombose versteht man die Bildung eines Blutgerinnsels, der sogenannte Thrombus, innerhalb eines Blutgefäßes. Dies führt zu einer Einengung oder sogar Verstopfung der Gefäße. Eine Thrombose kommt am häufigsten in den tiefen Venen der Beine und im Becken vor.

Seltener sind die Blutgerinnsel in den oberflächlichen Venen. Hierbei handelt es sich um Krampfadern und sie sind meist ungefährlicher. Eine Thrombose ist die häufigste vorkommende Gefäßerkrankung.

Eine arterielle Thrombose ist seltener. Sie führt zu einer Störung der Durchblutung des betroffenen Organs oder Körperbereichs, so dass es hier zu einem Sauerstoffmangel kommt.

Ursachen

Ursache für eine Thrombose kann die Verlangsamung des Blutstromes sein. Dies kann passieren durch eine Ruhigstellung insbesondere der Beine, wie zum Beispiel nach einer Operation, nach einer Geburt oder durch längeres Sitzen wie zum Beispiel im Auto, Zug oder Flugzeug.

Auch die Änderung der Blutzusammensetzung kann zu einer Thrombose führen. Erwähnenswert ist hierbei die warme Jahreszeit, wenn der Betroffen zu wenig trinkt und hochhackige Schuhe trägt. Eine weitere mögliche Ursache für eine Thrombose kann die Veränderung der Gefäßwand durch Entzündungen, Verletzungen oder Ablagerungen sein.

Besondere Faktoren wie die Einnahme von Östrogenen, der Genuss von Nikotin (Rauchen) oder auch Infektionen können die Wahrscheinlichkeit zur Entstehung einer Thrombose deutlich erhöhen. Auch durch häufiges und regelmäßiges fettes Essen kann es zu Ablagerungen an den Gefäßwänden kommen. Dies wiederum erhöht auch das Risiko eines Blutgerinnsels.

Die Hälfte der Thromboseerkrankungen kann jedoch auf eine krankheitsbedingte und erbliche Störung der Blutgerinnung, auch APC-Resistenz genannt, zurückgeführt werden.

Typische Symptome & Anzeichen

Krankheitsverlauf

Thrombose

Der Krankheitsverlauf einer Thrombose ist in manchen Fällen schwer festzustellen. Nachdem das Gerinnsel das Blutgefäß verengt hat, kann es sich weiter vergrößern und das Gefäß schließlich vollständig verstopfen.

Insbesondere besteht die Gefahr, dass sich der Thrombus löst und in die Lunge gelangt. Hier kann er sich festsetzen und zu einer Lungenembolie, also der Verstopfung eines Blutgefässes der Lunge führen. Dies kann sogar zum Tod des Betroffenen führen. Löst sich die Thrombose nicht auf, kann sich hier ein neuer Blutkreislauf bilden, um die Verstopfung zu umgehen. Symptome können das Anschwellen der Beine, ein Schweregefühl oder auch Schmerzen in der Wade sein.

Komplikationen

Eine Thrombose kann mit unterschiedlichen Komplikationen einhergehen. So kommt es im Anschluss an das Blutgerinnsel häufig zum Zurückbleiben einer Vene, die zum Teil oder sogar komplett verschlossen ist. Infolgedessen bildet sich ein Blutrückstau innerhalb der betroffenen Gliedmaße. Aufgrund des erhöhten Venendrucks entstehen nach einigen Jahren Krampfadern, bräunliche Verfärbungen am Unterschenkel sowie chronische Schwellungen.

Nicht selten kann dadurch in der Knöchelregion ein Geschwür entstehen, das in der Medizin als Ulcus cruris bezeichnet wird. Mediziner sprechen bei diesen Folgeerscheinungen auch von einem posthrombotischen Syndrom. Zu den schwerwiegendsten und gefürchtetsten Komplikationen der Thrombose zählt die Embolie. Sie wird aufgrund des Ablösens von Teilen oder des gesamten Blutgerinnsels verursacht.

Das Blut schwemmt das Gerinnsel fort, sodass es über Venen und dem Rechtsherz bis zur Lunge vordringt, wo es eine Lungenembolie hervorruft. Besonders betroffen von einer Lungenembolie sind Patienten mit einer tiefen Beinvenenthrombose. Dabei nimmt diese Komplikation unterschiedliche Schweregrade ein.

Eine weitere folgenschwere Auswirkung der Thrombose stellt die Sepsis (Blutvergiftung) dar. Bei dieser Folgeerscheinung siedeln sich Bakterien im Blutgerinnsel an und verbreiten sich mit dem Blut im gesamten Körper des Patienten. Als Gegenmaßnahme werden zumeist Antibiotika verabreicht.

Ebenfalls zu den Komplikationen gehört die chronisch-venöse Insuffizienz. Dabei handelt es sich um eine dauerhafte Venenschwäche. Bemerkbar macht sie sich durch die Entstehung von Krampfadern, Ödemen (Wassereinlagerungen im Gewebe) und Hautentzündungen.

Behandlung & Therapie

Die Behandlung einer des Blutgerinnsels ist abhängig von der Größe, dem Ort und dem Alter der Thrombose. Das erste Ziel sollte jedoch in jedem Fall die Verhinderung der Vergrößerung des Thrombus sein. Dies wird unter anderem durch die Gabe von Heparin und anderen Blutverdünnungsmitteln erreicht.

Innerhalb der ersten zehn Tage ist es noch möglich, den Blutfluss wiederherzustellen und die Thrombose auf diese Art zu beseitigen. Dies wird durch eine medikamentöse Behandlung erreicht. In schwereren und bereits älteren Fällen der Erkrankung muss ein operativer Eingriff erfolgen. Dies kann eine Thrombektomie oder ein Bypass sein.

Bei einer Thrombektomie wird das Gerinnsel aus dem Gefäß entfernt. Wird die Thrombose mit einer Bypassoperation behandelt, wird die verstopfte Stelle des Blutgefässes lediglich überbrückt und der Blutfluss auf diese Art wieder ermöglicht.

Da eine weitergehende Thrombosegefährdung besteht, erfolgt nach einer Thrombose eine längerfristige medikamentöse Behandlung mit blutverdünnenden Mitteln. Auch wird der Einsatz von Thrombosestrümpfen empfohlen und der Patient sollte sich regelmäßig bewegen.

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Quellen

  • Herold, G.: Innere Medizin. Selbstverlag, Köln 2016
  • Luther, B. (Hrsg.): Kompaktwissen Gefäßchirurgie. Springer, Berlin 2011
  • Piper, W.: Innere Medizin. Springer, Berlin 2013

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