Homöopathie

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 5. Dezember 2017
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Unter der Homöopathie versteht man eine Behandlungsmethode aus der alternativen Medizin, deren Grundzüge bereits 1796 vom deutschen Arzt und Schriftsteller Samuel Hahnemann veröffentlicht wurden.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Homöopathie?

Grundlage der Homöopathie ist Hahnemanns Annahme, Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt, womit er meinte, dass ein wirksames Medikament bei gesunden Menschen ähnliche Symptome hervorrufe wie die Krankheit, die es zu heilen vermöge.

Zahlreiche Selbst- und Fremdversuche waren dieser Erkenntnis vorausgegangen. Der zweite wichtige Grundsatz der Homöopathie ist die Potenzierung, das heißt: die feinste Verdünnung der Medikamente, was laut Hahnemann nicht nur zur Verringerung von Nebenwirkungen beiträgt, sondern die Kraft der Wirkstoffe erst richtig zur Entfaltung bringt.

Bis heute ist die Homöopathie eine beliebte Heilmethode der Alternativmedizin und findet gegen vielfältige Krankheitserscheinungen Anwendung.

Funktion, Wirkung & Ziele

Die Liste der Krankheiten, die durch Homöopathie behandelbar sind, ist sehr lang. Ob Blutarmut, Abgeschlagenheit, psychische Störungen, Blasenentzündung oder Hämorrhoiden: Es gibt kaum ein Leiden, für das die Homöopathie keine Gegenmittel bereithält. Auch im Bereich der positiven Verhaltensänderung findet die Homöopathie Anwendung, so wirkt sie beispielsweise unterstützend bei der Raucherentwöhnung oder der Gewichtsabnahme.

Im Regelfall werden sogar mehrere homöopathische Präparate gegen ein und dasselbe Leiden empfohlen. Dies liegt daran, dass laut den Regeln der Homöopathie das genau passende Mittel gefunden werden muss, das nicht nur von der jeweiligen Krankheit, sondern auch von Konstitution und Temperament des Patienten abhängig ist.

Insgesamt verfügt die Homöopathie über mehr als 250 einzelne Wirkstoffe mineralischen, tierischen oder pflanzlichen Ursprungs, die je nach Anwendungsgebiet in verschiedenen Potenzen Verwendung finden.

Grundsätzlich unterscheidet man in der Homöopathie zwischen niedrigen Potenzen (D 6 – D 12), mittleren Potenzen (D 13 – D 30) und hohen Potenzen (über D 30). Zur Erläuterung: Die jeweilige Ziffer bedeutet die Anzahl der Nullen des jeweiligen Verdünnungsgrades. In einer Potenz D 6 ist der Wirkstoff also im Verhältnis 1: 1.000.000 verdünnt.

Niedrige Potenzen finden in der Homöopathie hauptsächlich bei eindeutig körperlichen Beschwerden Anwendung. Sollen die Mittel auf körperlicher und seelischer Ebene wirken, empfehlen sich nach den Regeln der Homöopathie die mittleren Potenzen. Für einen rein feinstofflichen Effekt nutzt die Homöopathie Hochpotenzen, deren richtige Auswahl und Anwendung viel Fingerspitzengefühl braucht.

Unter der Homöopathie versteht man eine Behandlungsmethode aus der alternativen Medizin, deren Grundzüge bereits 1796 vom deutschen Arzt und Schriftsteller Samuel Hahnemann veröffentlicht wurden.

Je nachdem, ob es sich um ein akutes oder chronisches Leiden handelt, wechselt auch die Einnahmehäufigkeit, deren mögliche Spanne von einmal pro Stunde bis zu einer einmaligen Einnahme reichen kann. Präparate aus dem Bereich der Homöopathie werden als Globuli (kleine Kügelchen), Tabletten, Tropfen oder subkutane Injektionen (Spritze unter die Haut) eingenommen.

Für die äußerliche Behandlung nach den Prinzipien der Homöopathie sind auch Mittel in Salbenform verfügbar. Wer nicht sicher ist, welches Mittel in welcher Form und Potenz am besten geeignet ist, sollte unbedingt einen Experten fragen, da eine Eigenbehandlung mit Homöopathie nicht so einfach ist.

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Nebenwirkungen & Gefahren

Schwere Nebenwirkungen sind bei der Homöopathie nicht zu erwarten. Eine Ausnahme stellt die sogenannte Erstverschlimmerung dar, eine kurzzeitige Verstärkung der Krankheitssymptome, die jedoch in der Homöopathie erwünscht ist, weil sie den Beginn des Heilungsvorgangs anzeigt.

Abzuraten allerdings ist von einer selbst verordneten Einnahme nur wenig verdünnter Urtinkturen (bis Potenz D 4), die jedoch nicht mehr im engeren Sinne unter Homöopathie fällt, da die Wirkstoffe darin noch chemisch nachweisbar sind. Auch die Darreichungsform von Mitteln aus der Homöopathie kann ein Risiko beinhalten, das man kennen sollte: In Tropfenform enthalten die Präparate meist Alkohol, sollten also nicht von Kindern oder Alkoholikern eingenommen werden.

Die Hauptgefahr der Homöopathie liegt in der rechtzeitigen Erkennung ihrer Grenzen. Wer akut lebensgefährliche Erkrankungen wie einen Schlaganfall oder Herzinfarkt mit Homöopathie zu behandeln versucht, versäumt dadurch unter Umständen wertvolle Zeit. Auch bei schweren Infektionen oder Erkrankungen, die mit sehr hohem Fieber einhergehen, sollte man keine Experimente mit Homöopathie wagen, sondern sich in die Hände eines Arztes begeben. Dasselbe gilt für alle unklaren Beschwerden, die über längere Zeit andauern und sich auch durch Homöopathie nicht spürbar bessern.

Bücher über Homöopathie

Quellen

  • Augustin, M., Schmiedel, V.,: Leitfaden Naturheilkunde. Urban & Fischer, München 2003
  • Kovacs, H. et al: Homöopathie. So heile ich mich selbst. BLV Buchverlag, München 2008
  • Scheffer, M.: Bach-Blütentherapie. Urban & Fischer bei Elsevier, München 2008

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