Zeckenbiss
Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für innere Medizin)Menschen, die sich gern in der Natur aufhalten oder ein Haustier besitzen, das viel im Freien umher läuft, können einen Zeckenbiss bekommen. Zeckenbisse sind schmerzhaft und können zu ernsthaften gesundheitlichen Beeinträchtigungen und lang anhaltenden Beschwerdebildern führen.
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Definition Zeckenbiss
Zecken gehören zu den Insekten und sind vorwiegend im Wald und auf der Wiese zu Hause. Sie ähneln Spinnen und gelten als sogenannte Ektoparasiten. Nicht nur das Blut von Menschen, sondern gleichsam von umherstreifenden Tieren können die Zecken durch den Zeckenbiss Blut einsaugen und sich damit über eine längere Zeit ernähren.
Insbesondere winzig kleine Zecken, die nicht größer als eine Stecknadelkopf sind, setzen den Zeckenbiss an. Große und aufgequollene Zecken sind bereits mit Blut vollgesogen und fallen von allein wieder ab. Da die Zecken sehr schlecht zu erkennen und unscheinbar sind, werden die Zeckenbisse an einigen eher unempfindlichen, überaus warmen Körperstellen zunächst nicht bemerkt.
Ursachen für Zeckenbiss
Der Erreger des Zeckenbissfiebers ist ein Bakterium, welches als Rickettsia rickettsii bekannt ist. Im Gegensatz dazu verursachen die eingedrungenen Borrelliosebakterien, die zur Klasse der Spirochaeten gehören, die typischen Symptome. Die Bezeichnung Spirochaeten wird deshalb gewählt, weil die Bakterien ein schraubenförmiges Aussehen besitzen. Diese Mikroorganismen nutzen als Wirt wiederum die Schildzecke und gelangen durch deren Speichel in den Körper des Menschen.
Symptome und Verlauf bei Zeckenbiss
Eigentlich führen die Zecken keinen Zeckenbiss, sondern ein Stechen in die Haut aus. Die ausgewählte Stelle wird speziell vorbereitet, indem die Einstichposition mit Speichel benetzt wird. Diese Vorbereitung dient dazu, dem sogenannten Wirt zunächst keine Schmerzen zu bereiten und nicht aufzufallen. Die Zecken betäuben sozusagen das Areal.
Außerdem kann das frische Blut so nicht gerinnen. Nach dem Zeckenbiss, der sich durch eine zunehmende Rötung und Schmerzhaftigkeit auszeichnet, die mit der Länge des Saugzyklus zunimmt, kommt es zum Anschwellen, Jucken und speziellen Anzeichen einer Entzündung in dem betroffenen Bereich.
Erst nach einigen Tagen bemerken die Betroffenen den Zeckenbiss. Teilweise treten sogar lokale Lähmungserscheinungen auf, die aufgrund einer Überreaktion des immunologischen Systems ausgelöst werden.
Behandlung von Zeckenbiss
Mehrere Behandlungsarten sind bei der Borreliose relevant, die nach einem Zeckenbiss auftreten kann. Neben einer umfangreichen Diagnostik wird insbesondere die gezielte orale Behandlung mit antibiotischen Medikamenten empfohlen, die gleich im Frühstadium und über einen längeren Zeitraum verabreicht werden können.
Handelt es sich um eine erst im Spätstadium erkannte Borreliose, stehen ebenfalls spezielle Antibiotika wie Ceftriaxon, sowie die Substanz Hydrochloriquin als Therapie zur Verfügung. Da die Borreliose aufgrund der Verlaufsform in schwer zu behandeln ist, gilt es als zweifelhaft, ob die nach einem Zeckenbiss auftretende Erkrankung im 3. Stadium therapierbar ist. Neben entzündungs- und schmerzhemmenden Medikamenten werden auch andere symptomatisch einsetzbare Stoffe verordnet.
Vorbeugung gegen Zeckenbiss
Darüber hinaus ist es ratsam, sich nach einem Aufenthalt in der freien Natur gegenseitig auf das Vorhandensein von Zecken zu begutachten. Insbesondere in Hautfalten, in den Kniekehlen, Achselhöhlen und anderen weichen Hautarealen ist ein Zeckenbiss zu befürchten, wenn kein Schutz erfolgt ist.
Der Aufenthalt in stark von Zecken befallenen Gebieten (hauptsächlich Wiesen) kann außerdem während der Hochsaison gemieden werden. Gegen Zeckenbisse helfen ebenfalls stark duftende ätherische Öle, wie Lavendel-, Rosmarin- oder Teebaumöl, sowie geschlossenes und festes Schuhwerk.
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