Pflaster

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 25. November 2016
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Das Pflaster ist ein wirklicher Tausendsasser. Aus dem medizinischen Alltag ist es schon lange nicht mehr wegzudenken; sei es, um Wunden zu versorgen und geschützt zu halten, um bestimmte Wirkstoffe in den Körper zu bekommen oder um Muskelverspannungen zielgerichtet mit Wärme behandeln zu können.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Pflaster?

Wenn umgangssprachlich von einem Pflaster die Rede ist, ist meist ein Wundschnellverband gemeint. Dabei handelt es sich um eine Wundauflage, welche mit Klebeband auf der Haut befestigt wird. Ein Wundschnellverband dient dazu kleinere Wunden zu bedecken und Blut bzw. Wundsekret aufzusaugen.

Außerdem schützt die Wundauflage die verletzte Stelle vor mechanischer Belastung bzw. vor Bakterien, welche in die kleine Öffnung der Haut eindringen und so Infektionen auslösen können. Die Wundauflage eines Pflasters muss steril sein, das bedeutet, dass sie ihrerseits keine noch vermehrungsfähigen Keime wie Bakterien oder Viren, auf die Wunde übertragen kann.

Darüber hinaus muss das Material saugfähig sein, damit Blut und Wundsekret zurückgehalten und aufgesogen werden. Das Klebeband sollte mit einem besonders hautfreundlichen Kleber versehen sein, welcher leicht zu entfernen ist, um Hautirritationen vorzubeugen.

Formen, Arten & Typen

Das bekannteste und am meisten benützte Pflaster ist sicherlich das Wundpflaster. Es gibt auch Pflaster, die speziell für bestimmte Probleme der Haut geeignet sind. So gibt es Pflaster, welche bei Hühneraugen bzw. Hornhaut verwendet werden können und welche die Haut mithilfe von Salicylsäure so vorbereiten, dass die Entfernung des Hühnerauges oder der Hornhaut später leichter möglich ist.

Es gibt auch Pflaster, welche speziell gegen Warzen wirken. Solche Pflaster enthalten eine Säure, welche die Warze wegätzt. Hat man Blasen an den Füßen, gibt es spezielle Blasenpflaster, welche aufgrund ihrer Gelpolsterung Druck- und Reibungsschmerzen beim Gehen verringern sowie die verletzte Stelle sauber halten. Es gibt auch Pflaster, welche zum Beispiel schmerzlindernde Substanzen transdermal, also über die Haut, abgeben.

Solche Pflaster sind besonders vorteilhaft, weil der Wirkstoff direkt über die Haut in die Blutbahn gelangt und so der Verdauungstrakt umgangen wird, was mögliche Nebenwirkungen stark reduziert. Darüber hinaus garantiert das auf der Haut haftende Pflaster, dass der Wirkstoff gleichmäßig über mehrere Tage hinweg abgegeben wird. Neben Pflastern, welche Schmerzmittel abgeben, gibt es auch Nikotinpflaster, welche bei der Raucherentwöhnung helfen.

Es gibt auch Wärmepflaster für Rückenschmerzen, Muskelkater oder Rheuma sowie Herpespflaster, welche Fieberblasen vertrocknen lassen und eine Verbreitung des Virus verhindern. Verschreibungspflichtig sind Pflaster gegen Reisekrankheit; diese werden vor dem Antritt der Reise hinter ein Ohr geklebt und helfen gegen Übelkeit und Erbrechen.

Sehr häufig werden von Frauen auch Hormonpflaster angewandt. Meist dienen diese als Ersatz zur Antibabypille, können jedoch auch bei hormonellen Ungleichgewichten, etwa in Folge des Klimakteriums, eingesetzt werden.

Aufbau, Funktion & Wirkungsweise

Ein Wundschnellverband (Pflaster) dient dazu kleinere Wunden zu bedecken und Blut bzw. Wundsekret aufzusaugen.

Pflaster gibt es in vielen verschiedenen Größen, meist werden sie mit Breiten zwischen 4 bis 8cm sowie Längen von 2,5 bis 50cm angeboten. Es gibt Pflaster, bei denen einfach nur eine Schutzfolie abgezogen werden muss, bei anderen Pflastern muss die richtige Größe erst zugeschnitten werden.

Das Klebeband ist je nach dem vorgesehenen Einsatzgebiet verschieden aufgebaut. Funktionelle Pflaster können auch eine Gelschicht enthalten. Darüber hinaus muss die Wundauflage saugfähig sein, meist sind auf ihr auch antimikrobielle Wirkstoffe, welche Infektionen verhindern helfen sollen.

Durch ihren Aufbau schützen Pflaster auf einfache Weise die Wunde vor eindringenden Krankheitserregern sowie mechanischer Belastung.

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Medizinischer & gesundheitlicher Nutzen

Wundschnellverbände, also die Kombination aus Wundauflage und Klebestreifen wurden erstmals im späten 18. Jahrhundert hergestellt und seitdem stets weiterentwickelt. Neue Pflaster enthalten heutzutage meist antimikrobielle Substanzen, welche die Wunde desinfizieren und das Entstehen von Infektionen verhindern sollen.

Medizinisch werden Wundschnellverbände sehr häufig angewandt. Wundschnellverbände werden für kleine Wunden mit schwacher Blutung eingesetzt. Fast jeder hat heute verschiedenste Pflasterarten- und Größen zu Hause; um vom gesundheitlichen Nutzen von Wundschnellverbänden zu profitieren muss man kein Arzt sein. Wichtig zu beachten ist, dass die Wundauflage immer ein Stück größer als die eigentliche Verletzung sein sollte, damit der Klebestreifen nicht an der Wunde haften bleibt.

Beim Aufbringen des Pflasters sollte darauf geachtet werden, dass die Wundauflage nicht berührt wird, damit sie steril bleibt. Das Aufbringen eines Pflasters ist sehr einfach; es muss die Schutzfolie entfernt werden und dann mit die Wundauflage auf die Wunde gelegt werden bevor der Klebestreifen möglichst faltenfrei auf die Haut gedrückt wird.

Bei der Verwendung von funktionellen Pflastern wie etwa Schmerzpflastern, sollten die Anweisungen des Arztes befolgt werden, das Aufbringen auf die Haut funktioniert jedoch wie bei einem normalen Wundpflaster.

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