Knochen

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 3. November 2016
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Im Laufe der Evolution hat sich ein Skelettsystem entwickelt, welches dem Menschen nicht nur die Stabilität und Beweglichkeit für den aufrechten Gang verleiht. Das Skelettsystem umfasst eine enorme Anzahl von Knochen. Diese beträgt zwischen 208 und 212 knöchernen Teilen.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Knochen?

Die lateinische Bezeichnung für Knochen, welche in der Medizin Usus ist, heißt Os. Dieser Begriff wird meist gebeugt und in den Variationen oste-, osteo- oder einfach ost- bekannt.

Das komplette Knochensystem des Menschen setzt sich aus verschiedenen Knochen zusammen, welche in Abhängigkeit von deren Struktur als Röhrenknochen oder platte Knochen unterteilt werden. Darüber hinaus existiert eine Klassifizierung der Knochen auf der Grundlage der Entstehung und der Formgebung.

Die Knochen zeichnen sich durch eine außergewöhnliche Härte und gleichsam begrenzte Elastizität aus. Dies wird durch die spezifische Baustruktur der Knochen begründet. Die Hartsegmente der Knochen bestehen aus einer Gewebsart, die aus Bindegewebs- und Stützzellen gebildet wird.

Anatomie & Aufbau

Obwohl die Knochen optisch unterschiedlich aussehen, liegt diesen jedoch im Großen und Ganzen die gleiche Bauweise zugrunde. Für einen Zusammenhalt der gesamten Knochensubstanz und eine zusätzliche Verfestigung sorgt eine bindegewebige Haut, welche als Periost bezeichnet wird. Diese Schicht überzieht die sogenannte Knochenrinde, welche überaus kompakt ist.

Unter dieser Substantia compacta befindet sich das typische schwammähnlich strukturierte "Gebälk" des Knochens. Unter der Spongiosa tritt ein Hohlraum auf, in dem das Knochenmark eingebettet ist. Diese weichen und extrem durchblutete Knochenmark beinhaltet viele Blutgefäße. Das Knochenmark wird vom Endost umgeben. Dieser komplette Bereich ist beim Knochen als Markhöhle bekannt. Das Knochenmark wird zu Fettmark umgewandelt.

Bei der mikroskopischen Gewebsdarstellung zeigen sich im Knochen die Osteoblasten, die Osteoklasten und die Osteozyten. Diese Zellen begründen das Knochengewebe und sind für verschiedene Aufgaben verantwortlich.

Funktionen & Aufgaben

Die Knochen stellen mit den Muskeln, den Bändern und Sehnen sowie den gelenkigen Verbindungen eine Einheit dar und können nur in dieser Form die Beweglichkeit des Skeletts übernehmen.

Fachlich richtig wird diese Funktion der Knochen unter den biomechanischen Prozessen zusammengefasst. Unter diesen Voraussetzungen dienen die Knochen ebenso für die Übertragung der Kräfte. Durch das spezielle Relief der Knochen entsteht eine gewisse Statik, welche dem Skelett seine Stabilität und Form verleiht. Erstaunlicherweise unterliegen die Knochen während des gesamten Lebens morphologischen Veränderungen, welche eine begrenzte Anpassungsfähigkeit an aktuelle Anforderungen ermöglichen.

Unter dem Gerüst aus Knochen befinden sich viele lebenswichtige Organe, welche geschützt eingebettet sind. Die hohe Konzentration des Mineralgehaltes in den Knochen ist zudem eine perfekte Voraussetzung gegen eine auftretende Strahlenbelastung. In Bezug mit den Mineralien, welche in den Knochen extrem dicht eingelagert sind, übernimmt das Gewebe eine Speicherfunktion. Innerhalb dieser Fähigkeiten dienen die Knochen auch zur Aufrechterhaltung des normalen pH-Wertes im Blut (Pufferung).

Ohne das gesunde Knochenmark könnten keine Blutkörperchen entstehen. Das Mark in den Knochen ist dafür verantwortlich, dass unterschiedliche Reifungsstufen der roten Blutkörperchen gebildet werden können. Diese werden ab einem bestimmten Entwicklungsstadium aus den Knochen in die Blutbahn ausgeschwemmt.

Krankheiten

Kommt es zu Erkrankungen der Knochen, dann können diese bei zahlreichen Verläufen zu starken gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen. Dies basiert auf der Tatsache, dass die Knochen zum Teil lebenswichtige Funktionen zu erfüllen haben.

Einzelne bekannte Krankheiten des Knochens können auf das komplette Knochensystem übergreifen und andere Organsysteme in Mitleidenschaft ziehen. Dies trifft beispielsweise die sogenannten genetisch bedingten Mutationen der Knochenbeschaffenheit sowie die zunehmende Verknöcherung der Binde- und Stützgewebeareale. Eine weitere Erkrankung der Knochen, welche zudem vererbbar ist, wird als unheilbare Fehlfunktion im Stoffwechselsystem der Knochen bezeichnet.

Bei einem Knochenmarksödem kommt es zu einer Ansammlung von körpereigener Flüssigkeit im Knochenmark, sodass dieses verdrängt wird. Neben diesen recht komplizierten Krankheitsbildern können die Knochen an eher geläufigen Abnormitäten erkranken, welche in Form der Osteoporose beinahe als Volkskrankheiten auftreten. Darüber hinaus gibt es bei den Knochen Tumoren mit Metastasen und einen Abbau der Knochenmasse in Folge des Versagens der Nieren. Weitere Erkrankungen der Knochen sind die Glasknochenkrankheit und die Knochenentzündungen.

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