Osteoporose (Knochenschwund)

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 1. November 2017
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Osteoporose beziehungsweise Knochenschwund ist einer der häufigsten Knochenerkrankungen in unserem Land. Dabei kommt es zu einer starken Abnahme der Knochenmasse, die im Verlauf zu einer Schädigung der Knochenmasse und Knochenstruktur führt. Diese Störungen haben dann Auswirkungen auf die Knochenfunktion, sodass es häufig zu Knochenbrüchen kommt. Osteoporose bzw. Knochenschwund kann man relativ gut durch eine ausgewogenen und kalziumreiche Ernährung vorbeugen. Ebenso hilft Sport und viel Bewegung gegen diese Erkrankung.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Osteoporose?

Osteoporose bzw. Knochenschwund bewirkt, dass die Knochen des Erkrankten porös werden und schneller abnehmen als es normalerweise üblich ist. Im Vergleich zu gesunden Menschen stimmt bei Betroffenen von Osteoporose das Verhältnis zwischen Knochenaufbauch und Knochenabbau nicht mehr.

Zu Beginn der Krankheit verspüren die Patienten kaum einen Leidensdruck, da fast keine Symptome vorliegen. Erst wenn die Knochenmasse weiter abnimmt, können plötzlich Knochenbrüche ohne Ursache auftreten, die natürlich mit weiteren Schmerzen verbunden sind. Als Folge der Brüche wird zur Schonung häufig eine Fehlhaltung angenommen und es kommt zu muskulären Verspannungen.

Mit dem Fortschreiten der Osteoporose sind die Betroffenen nicht mehr in der Lage ihren Alltag alleine zu bewältigen und benötigen somit häufig Hilfe.

Ursachen

Wie bei vielen anderen Erkrankungen gibt es für Osteoporose nicht eine grundlegende Ursache, viel mehr sind es viele Faktoren, die zu einem Ausbruch der Krankheit führen können. Generell lässt sich sagen, dass bei dieser Krankheit eine Störung im Stoffwechsel der Knochen vorliegt, sodass der Aufbau der Knochen bis zum 40. Lebensjahr, wie es bei gesunden Menschen üblich ist, nicht mehr gewährleistet ist.

Risiken, die zu Osteoporose füren können, sind zum Beispiel Untergewicht oder ein Vitaminmangel. Auch zu wenig Bewegung und ein ungesunder Lebensstil, wie zum Beispiel rauchen oder die Einnahme von verschiedenen Medikamenten, kann die Krankheit begünstigen. Häufig findet man bei Betroffenen auch Vorerkrankungen wie zum Beispiel Diabetes oder eine Funktionsstörung der Nieren.

Mittlerweile ist erwiesen, dass Frauen gefährdeter sind als Männer, was vor allem auf einen Mangel an Östrogen zurückzuführen ist. Teilweise ist Osteoporose auch genetisch vererbbar.

Typische Symptome & Anzeichen

Schematische Darstellung von gesunden Knochen und Knochen mit Osteoporose. Klicken, um zu vergrößern.

Krankheitsverlauf

Osteoporose verläuft chronisch, kann jedoch vermindert werden, wenn die Krankheit rechtzeitig behandelt wird. Wenn sie jedoch zu spät erkannt wird oder aber eine falsche Behandlung erfolgt kann es zu schwerwiegenden Folgen kommen. Häufig auftretende Knochenbrüche und Schmerzen treten genauso auf wie eine Verkrümmung des Rückens.

In den meisten Fällen nimmt zudem auch die Körpergröße ab. Aus Angst vor erneuten Schmerzen versuchen viele Patienten sich zu schonen, was jedoch nur zu einer weiteren Fehlhaltung führt und weitere Schmerzen durch Verspannungen verursacht. Die Beschwerden können dazu führen, dass der Betroffene in seinem Alltag erheblich eingeschränkt ist und nicht mehr ohne die Hilfe von Angehörigen oder Pflegern zurecht kommt. Eine rechtzeitige Diagnosestellung und die richtige Behandlung der Osteoporose ist deshalb umso wichtiger.

Komplikationen

Zu den häufigsten Komplikationen, die mit Osteoporose einhergehen, zählen gefährliche Knochenbrüche im fortgeschrittenen Alter. Mit besonders schwerwiegenden Folgen ist bei einem Oberschenkelhalsbruch zu rechnen. Bei Patienten, die älter als 70 Jahre sind, führt diese Fraktur in fast einem Drittel aller Fälle zum Tod. Etwa die Hälfte aller Betroffenen erholen sich nicht mehr vollständig und bleiben für den Rest ihres Lebens pflegebedürftig.

Auch Halteschäden sind eine häufige Komplikation bei Osteoporose. Besonders charakteristisch ist der sogenannte „Witwenbuckel“. Hierunter leiden die Patientinnen meist schon wegen ihres deformierten äußeren Erscheinungsbildes seelisch sehr stark. Es kommen aber meist noch körperliche Beeinträchtigung hinzu. Aufgrund der starken Krümmung der Wirbelsäule verkleinert sich der Brustraum, was regelmäßig mit Atemfunktionsstörungen einhergeht, die wiederum Kurzatmigkeit, und in scheren Fällen, auch ernsthafte Lungenerkrankungen nach sich ziehen.

Sofern die Osteoporose nicht rechtzeitig behandelt wird und weit fortschreitet, ist neben einer Beeinträchtigung der Atmung auch noch mit einer Reihe weiterer Komplikationen zu rechnen. Die Fehlhaltungen verursachen häufig chronische Schmerzen und schränken die Beweglichkeit stark ein, was die Bewältigung des Alltags und die Teilhabe am sozialen Leben erschwert. Die Einschränkung der Lebensqualität kann zudem Depressionen hervorrufen. Um diese Negativspirale zu verhindern, sollte möglichst früh mit der Behandlung einer Osteoporose begonnen werden.

Behandlung & Therapie

Je nachdem in welchem Stadium die Osteoporose diagnostiziert wurde und wie sie verläuft, erfolgt auch die Behandlung. Das Ziel der Therapie besteht vor allem daraus, den Stoffwechsel der Knochen zu verbessern. Zudem wird überwiegend mit Medikamenten versucht die Schmerzen für die Betroffenen erträglich zu machen.

Wenn die Osteoporose in einem Staidum erkannt wird, indem der Knochenabbau noch nicht so weit vorangeschritten ist, besteht eine große Chance, dass dieser Prozess zumindest verlangsamt werden kann. Zur Behandlung gehört außerdem eine Umstellung der Ernährung. Das in vielen Lebensmitteln enthaltene Kalzium stärkt zum Beispiel die Knochen und sollte deshalb in größeren Mengen eingenommen werden. Auch Vitamin D trägt dazu bei, dass die Beschwerden der Osteoporose vermindert werden können.

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Quellen

  • Breusch, S., Clarius, M., Mau, H., Sabo, D. (Hrsg.): Klinikleitfaden Orthopädie, Unfallchirurgie. Urban & Fischer, München 2013
  • Niethard, F., Pfeil, J., Biberthaler, P.: Orthopädie und Unfallchirurgie. Thieme, Stuttgart 2014
  • Wülker, N., Kluba, T., Roetman, B., Rudert, M.: Taschenlehrbuch Orthopädie und Unfallchirurgie. Thieme, Stuttgart 2015

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