Röteln

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 27. September 2017
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Eine bekannte Kinderkrankheit sind die Röteln. Charakteristisch für diese Viruserkrankung sind vor allem geschwollene Lymphknoten und der typische Hautausschlag.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Röteln?

Eine Krankheit die vielen Menschen im Laufe des Lebens begegnet sind Röteln. Röteln sind eine Viruserkrankung und treten zumeist im Kindesalter auf. Typisch für die Krankheit sind vor allem ein sehr starker Hautausschlag, geschwollene Lymphknoten sowie auch ein starkes Fieber. In den meisten Fällen haben die betroffenen Personen jedoch Glück und die Krankheit verläuft ohne Beschwerden, sodass sie oftmals sogar gar nicht wahrgenommen wird und unerkannt bleibt.

Röteln

Röteln gelten jedoch als eine hochansteckende Krankheit, welche man ernst nehmen sollte. Die ursächlichen Viren werden in der Regel durch eine Tröpfcheninfektion übertragen, wie zum Beispiel Husten oder Niesen. fast nie treten bei einer Rötelerkrankung ernstzunehmende Komplikationen auf, sofern die Rötelerkrankung nicht in der Schwangerschaft auftritt. Bei einer Schwangerschaft kann eine Rötelerkrankung ernstzunehmende Folgen haben.

So können zum Beispiel auch Gefahren für das Ungeborene auftreten. Zum Beispiel kann es passieren, das die Organe des Embryos in Mitleidenschaft gezogen werden. In diesen Fällen ist auch ein Schwangerschaftsabbruch aus medizinischen Gründen eine oftmals in Betracht gezogene Möglichkeit. Daher ist es in jedem Fall empfehlenswert gerade bei Mädchen eine Impfung gegen Röteln bis zur Pubertät durchzuführen.

Ursachen

Die Ursachen für Röteln sind eindeutig. Einer Rötelerkrankung liegt immer eine Infektion mit einem Virus zugrunde. In diesem Fall ist es der so genannte Rubivirus. Der Rubivirus gehört zu der Gruppierung der Togaviren. Der Rubivirus besitzt als Erbmaterial RNA und ist auf der ganzen Welt verbreitet. Jedoch ist der Mensch nach einmaliger Rötelerkrankung gegen den Virus immun und hat gegen eine erneute Infektion bereits Antikörper gebildet, welche bei Kontakt mit dem Virus zur Verteidigung des Körpers wieder aktiviert werden.

Die Inkubationszeit (die Zeit vom Anstecken bis zum Ausbruch) der Krankheit beträgt in den meisten Fällen ca. zwei bis drei Wochen. Die Inkubationszeit ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Oftmals erfolgt die Übertragung durch Niesen oder Husten aber auch eine Ansteckung durch Küssen oder durch das gemeinsame Benutzen von Geschirr bzw. Besteck ist nicht ausgeschlossen. Die Wahrscheinlichkeit, das die Krankheit bzw. der Virus von einer bereits infizierten Person auf eine andere übertragen wird liegt bei 20% bis zu 70%.

Typische Symptome & Anzeichen

Krankheitsverlauf

Der Verlauf von Röteln ist in der Regel positiv ohne weitere Komplikationen. Besonders bei Kindern treten in der Regel keine ernsthaften Symptome auf und es werden keine nennenswerten Beschwerden deutlich. Wer bereits an der Krankheit erkrankt war ist gegen diese immun und braucht sich um ein wiederholtes Auftreten keine Gedanken machen. Nach der Erstinfektion besteht eine lebenslange Immunität. Eine wiederholte Infektion kann nur unter bestimmten Umständen aufreten.

Zum Beispiel kann die Krankheit wieder dann auftreten, wenn der Betroffene eine geringe Anzahl an Antikörper, sprich eine Immunschwäche besitzt. Tritt eine solche Reinfektion auf, so sind die Symptome jedoch sehr abgeschwächt und nicht sonderlich erwähnenswert. Die Beschwerden sind in der Regel nur leicht oder werden gar nicht ersichtlich. Der Verlauf der Krankheit geht in diesen Fällen noch schneller von statten als bei einer Erstinfektion.

Komplikationen

Komplikationen sind bei einer Erkrankung an Röteln nur in seltenen Fällen zu befürchten. Davon betroffen sind in erster Linie erwachsene Patienten, während Kinder nur vereinzelt daran leiden. Je höher das Lebensalter des Erkrankten ausfällt, desto mehr steigt die Gefahr von Folgeerscheinungen an. Zu den häufigsten Komplikationen der Röteln gehören mitunter Entzündungen der Gelenke sowie eine Arthritis.

Gelegentlich geht auch die Menge an Blutplättchen im Körper zurück, wodurch häufiger Blutungen drohen. Selten treten zudem eine Enzephalitis (Gehirnentzündung), eine Entzündung der Ohren (Otitis), eine Entzündung des Herzbeutels (Perikarditis), eine Herzmuskelentzündung (Myokarditis) oder kleinere Gefäßbeeinträchtigungen, die Blutungen unterhalb der Haut hervorrufen, auf.

Weitere Folgeerscheinungen einer Röteln-Infektion sind eine Bronchitis, Epilepsie, Hepatosplenomegalie (Vergrößerung von Leber und Milz) sowie eine thrombozytopenische Purpura. Als gefährlich gelten Röteln-Komplikationen vor allem während der Schwangerschaft. So besteht das Risiko, dass die erkrankte Mutter auch ihr ungeborenes Kind infiziert, was über die Plazenta erfolgt. Dies wirkt sich negativ auf die Entwicklung des Babys aus, weil stark ausgeprägte Missbildungen der Organe drohen.

Zu den denkbaren Folgeerscheinungen zählen unter anderem Taubheit, Fehlbildungen an den Augen oder am Herzen wie unverschlossene Herzwände als auch geistige Beeinträchtigungen. Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass die Röteln eine Frühgeburt oder Fehlgeburt auslösen. Kommt es während der Schwangerschaft zu Röteln, kann sich die betroffene Schwangere für eine Abtreibung entscheiden.

Behandlung & Therapie

Eine Therapie gegen Röteln ist in den meisten Fällen nicht erforderlich und zielt lediglich darauf ab die Symptome der Krankheit kurzfristig zu lindern. Treten Symptome wie zum Beispiel Fieber auf, so werden fiebersenkende Medikamente verschrieben. Auch werden in manchen Fällen ggf. Entzündungshemmer verschrieben. Ebenso finden Antihistamatika bei der Behandlung von Röteln oftmals Verwendung. In der Regel reicht allerdings Bettruhe aus, damit die Krankheit langsam abklingen kann.

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Quellen

  • Darai, G., Handermann, M., Sonntag, H.-G., Zöller, L. (Hrsg.): Lexikon der Infektionskrankheiten des Menschen. Springer, Berlin 2012
  • Gortner, L., Meyer, S., Sitzmann, F.C.: Duale Reihe Pädiatrie. Thieme, Stuttgart 2012
  • Muntau, A.C.: Intensivkurs Pädiatrie. Urban & Fischer, München 2011

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