Diclofenac
Diclofenac ist ein Schmerzmittel aus der Gruppe der sogenannten Nichtopiod Analgetika und gehört damit zu den Schmerzmitteln, deren Wirkstoff sich nicht von den Opiaten herleitet. Diclofenac ist außerdem antiphlogistisch, also entzündungshemmend, und enthält keine Steroide, weshalb Diclofenac auch zu den nichtsteroidalen Antiphlogistika gehört. Medikamente wie Diclofenac, die gegen Schmerzen helfen und gegen Entzündungen wirksam sind, zeigen bei Erkrankungen wie Rheuma oftmals eine gute Wirkung und bilden die Gruppe der nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR). Der Wirkstoff Natrium 2-[2-(2,6-Dichlorphenylamino)phenyl]acetat ist in verkürzter Form namensgebend für das Schmerzmittel Diclofenac.
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Medizinische Wirkung und Anwendung von Diclofenac
Diclofenac kann sowohl innerlich als Tablette oder äußerlich als Salbe verwendet werden. Als NSAR wird Diclofenac oft gegen Schmerzen genutzt, bei denen das Krankheitsbild ähnlich wie bei Rheuma ausgebildet ist. Daher kommt das Schmerzmittel etwa bei Gichtanfällen, chronischer Polyarthritis, Gelenkverletzungen, Gelenkschwellungen, Arthrose und Bandscheibenvorfällen zur Anwendung. Diclofenac entfaltet seine Wirkung innerhalb von einer Âhalben bis einer ganzen Stunde. Die Wirkung dauert etwa vier Stunden an oder, bei der Verwendung von Diclofenac Retard-Tabletten, aus denen die Wirkstoffabgabe langsamer erfolgt, bis zu zwölf Stunden.
In Deutschland ist Diclofenac nur in der Apotheke erhältlich und kann in Abhängigkeit von der Art der Darreichung und der enthaltenen Menge an Wirkstoff auch der Verschreibungspflicht unterliegen.
Wechselwirkungen von Diclofenac
Diclofenac kann mit Mitteln, die das Potenzial einer Leberschädigung aufweisen, wie es etwa bei einigen krampflösenden Präparaten der Fall ist, in Wechselwirkung treten und die Schädigungen der Leber verstärken. Auch in Verbindung mit Alkohol tritt dieser Effekt ein, sodass die Leber schädigende Wirkung von Alkohol, die bei Alkoholmissbrauch häufig zu beobachten ist, durch Diclofenac erhöht wird. Diclofenac, das selbst zur Gruppe der NSAR gehört, sollte nicht mit anderen NSAR wie etwa dem Ibuprofen kombiniert werden, da sich sonst die Nebenwirkungen der Mittel deutlich verstärken können.
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Risiken und Nebenwirkungen von Diclofenac
Bei Patienten, bei denen Vorerkrankungen im Magen-Darm-Bereich bekannt sind, oder die hier über eine erhöhte Empfindlichkeit verfügen, wird Diclofenac zur Begrenzung der Nebenwirkungen oftmals in Verbindung mit einem Präparat gegeben, das den Magen schützt. Weniger häufig treten Funktionsstörungen der Nieren, eine Verstärkung der Neigung zu Blutungen und eine Erhöhung des Blutdrucks auf.
Sehr selten wurde beobachtet, dass sich nach der Einnahme von Diclofenac die Luftwege verkrampfen und es zu Atemproblemen infolge des Diclofenac kommt. Diclofenac ist für Kinder und Jugendliche nicht geeignet. Auch Patienten, die an Asthma erkrankt sind sowie Schwangere sollten auf die Einnahme von Diclfenac verzichten. Eine regelmäßige Kontrolle des Blutdrucks sowie der Leber- und Nierenwerte ist angeraten, wenn über einen längeren Zeitraum die Einnahme von Diclofenac erfolgt.
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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern
altimoinus kommentierte am 25.01.2012 um 17:55 Uhr
Bei meinen ca. halbjährlichen Gichtanfällen spritze ich zunächst die 4 ersten Tage 1 mal 75 mg Diclofenac-Natrium, dann jeden 2. Tag. Nach 12 bis 14 Tagen ist dann alles vorbei und ich bin schmerzfrei. Das geht schon seit 8 Jahren und habe keinerlei Nebenwirkungen bemerkt. Nun, jeder Mensch mag anders reagieren. Aus eigener Erfahrung wirkt eine Injektion wesentlich präziser als die Einnahme in Tablettenform. Selbstverständlich ist eine vorherige Konsultation eines Arztes absolut obligat. Nicht umsonst ist das Zeugs ja auch in Deutschland rezeptpflichtig.
