Hausmittel gegen Gelenkschmerzen

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 14. Dezember 2016
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Das Bedürfnis nach einer nebenwirkungsfreien und natürlichen Behandlung von Gelenkschmerzen ohne Einsatz chemischer Stoffe steigt. Bewährte Hausmittel kommen daher immer öfter zum Einsatz.

Inhaltsverzeichnis

Was hilft gegen Gelenkschmerzen?

Schmerzende Gelenke sollten stetig und sanft, aber ohne große Kraftanstrengung und Belastung bewegt werden. Beruhen die Schmerzen auf einer Überbelastung, so ist das Gelenk zu schonen. Die zu einer Überanspruchung führenden Bewegungen sind einzustellen.

Soweit möglich, können schmerzende Gelenke zwecks Entlastung hochgelegt werden. Allerdings sollten auch dauerhafte Schonhaltungen zur Entlastung des schmerzenden Gelenks vermieden werden, um nicht andere Gelenke zu überlasten und Fehlstellungen herbeizuführen. Bei einer vollständige Ruhigstellung eines Gelenkes kann es sogar zu einem Schrumpfen der Gelenkkapsel und zur Verkürzung von Sehnen und Muskeln kommen, was zu einer Gelenkversteifung führt. Ein zweimal wöchentlich durchgeführtes Aqua-Jogging hilft bei Gelenkschmerzen.

Schonende Bewegungen in der Aquagymnastik können Gelenkbeschwerden lindern.

Durch die Bewegung bildet sich auch neue Gelenkschmiere, was zu einem geschmeidigeren Bewegungsablauf und einer Schmerzverringerung führen kann. Hilfreich sind Schmerztherapien und physiotherapeutische Behandlungen. Yoga unterstützt bei der Herstellung einer Balance von Körper und Geist und kann so auch bei Gelenkschmerzen äußerst hilfreich sein. Generell sollte bei Gelenkschmerzen der Verzehr von Schweinefleisch vermieden werden. Hingegen sind Nahrungsmittel wie Obst und Gemüse, Kartoffeln, Fisch, Vollkornprodukte, Soja und Nüsse zu empfehlen.

Gelenkschmerzen können aber auch auf einer Lebensmittelallergie beruhen. Daher ist ggf. zu untersuchen, ob entsprechende Allergien vorliegen. Die weit verbreiteten Heilfastenkuren nach Dr. Otto Buchinger umfassen u. a. individuelle Bewegungsprogramme, Ernährungsberatungen und Kneipp-Anwendungen. Damit soll Entzündungen vorgebeugt und die Gelenkbeweglichkeit erhalten werden. Schmerzlinderung und eine Verbesserung der Gelenkbeweglichkeit versprechen die Naturheilstoffe Bromelin, Ingwer und Kurkuma, deren Wirkung durch gemeinsame Anwendung noch verstärkt wird.

Bei länger andauernden Gelenkschmerzen sollte ein Arzt konsultiert werden. Eine Gelenkschienung ermöglicht eine entlastende Ruhigstellung des Gelenks. Eine Blutuntersuchung gibt Aufschluss darüber, ob eventuell eine Lebererkrankung vorliegt.

Schnelle Hilfe

Die kühlende Wirkung von Eis, das in ein Tuch gewickelt wird, hilft bei Gelenkschmerzen. Das Eis darf aber nicht unmittelbar auf der Haut platziert werden. In einigen Fällen ist allerdings eine Wärmebehandlung von Nutzen.

Mineralhaltige, warme Fangopackungen, die in jeder Apotheke erhältlich sind, werden wegen ihrer Tiefenwirkung geschätzt. Schon die alten Römer setzten auf die wohltuende Wirkung vulkanischer Heilschlämme, die auch bei Gelenkschmerzen lindernd wirken können. Der in Wirsingkohl enthält Schwefel und wirkt daher in Form einer Auflage großer Wirsingblätter bei Gelenkschmerzen schmerzlindernd. Mit einem Nudelholz wird über die Blätter gerollt, bis der Saft austritt. Die Wirsingblätter werden dann über das schmerzende Gelenkgelegt und mit einer Frischhaltefolie abgedeckt.

Besonders wirksam gegen Schmerzen hat sich die Wurzel der afrikanischen Heilpflanze Teufelskralle erwiesen. Bei Arthrose hat sich die Behandlung mit Blutegeln bewährt. Die Blutegel werden rund um das schmerzende Gelenk platziert. In ungefähr dreißig bis sechzig Minuten entziehen sie dem Körper bis zu 15 Milliliter Blut und geben gleichzeitig schmerz- und entzündungshemmende Wirkstoffe ab. Häufig führt eine Blutegelbandlung zu einer Schmerzlinderung und manchmal sogar zu einer vollständigen Schmerzbeseitigung. Treten während einer körperlichen Betätigung plötzlich Gelenkschmerzen auf, so ist eine Pause zu empfehlen. Kommen die Gelenkschmerzen nach der Tätigkeitsunterbrechung wieder, so ist ein Arztbesuch zu empfehlen.

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Alternative Heilmittel

Eine Linderung von Gelenkschmerzen verspricht Heilerde. Zwei Esslöffel Heilerde werden mit ein wenig Wasser gut vermischt und als ungefähr 0,5 Zentimeter dicker Brei auf das Gelenk aufgetragen. Die mit einem Tuch fixierte Heilerde lässt man solange wirken, bis sie vollständig ausgetrocknet ist. Auch Umschläge mit Beinwellsalbe oder Beinwellwurzeln werden empfohlen.

Alternativ kommt ein dreimal tägliches Einreiben mit Kümmelöl in Betracht. Kümmel stabilisiert das Immunsystem und hilft daher bei Arthritis. Gelenkschmerzen können auch durch Einreiben der betroffenen Gelenkstellen mit Maharashi Ayurveda Massageölen gelindert werden. Weidenrindenextrakt soll bei Arthritis, der eine Entzündung zugrunde liegt, angewendet werden. Die Weidenrinde, die seit Tausenden von Jahren zur Therapie von rheumatischen Krankheiten eingesetzt wird, enthält zahlreiche Wirkstoffe, zu denen insbesondere Salicin und verschiedene Polyphenole gehören.

Neben einer schmerzlindernden Wirkung wurde auch eine knorpelschützende Wirkung der Weidenrinde nachgewiesen. Aus den Blättern der Brennessel zubereiteter Tee kann getrunken oder als Umschlag auf schmerzende Gelenke gelegt werden. Die homöopathische Arnikasalbe enthält die entzündungshemmenden und durchblutungsfördernden Wirkstoffe der Arnikablüte.

Die Salbe ist besonders verträglich und darf auch über einen längeren Anwendungszeitraum hinweg täglich mehrfach eingesetzt werden. Eine vorbereitete Rosmarin-Alkohol-Tinktur wird zum Einreiben akut schmerzender Gelenkstellen verwendet. Je nach gewünschter Dosierung werden 5 bis 20 Gramm getrockneter Rosmarin in 100 Milliliter Alkohol gemischt und für drei Wochen in einer warmen Umgebung ziehen gelassen und anschließend gesiebt.

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