Wundstarrkrampf
Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für innere Medizin)Als Wundstarrkrampf oder Tetanus wird eine Infektionskrankheit bezeichnet, die vor allem durch ihre einsetzenden Lähmungserscheinungen bekannt ist. Vor allem sind für die Wundinfektion diverse Bakterienstämme verantwortlich, die sich im Verlauf über die Wunde ausbreiten können.
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Definition Wundstaarkrampf
In Mitteleuropa ist der generalisierte Tetanus die am meisten verbreitete Form des Wundstarrkrampfs. Nach Geburten können Mütter an dem puerperalen Tetanus leiden, der durch eine Infektion der Gebärmutter auftritt. Auch die Infektion von Operationswunden können zu einem Wundstarrkrampf führen. Hierbei handelt es sich um den postoperativen Tetanus.
Ist die Lähmung nur auf eine Stelle des Körpers beschränkt, handelt es sich um einen lokalen Tetanus. Eine Sonderform von ihm ist der zephale Wundstarrkrampf, welcher durch Verletzungen im Kopfbereich entsteht. 30% aller Erkrankten sterben am Wundstarrkrampf, wenn dieser nicht behandelt wird.
Ursachen von Wundstarrkrampf
Wundstarrkrampferreger können weltweit auftreten, da sie ein natürlicher Bestandteil des menschlichen Körpers und der Umwelt sind. Durch das Bilden von Sporen kann der Erreger sich vor ungünstigen Einflüssen seiner Umgebung schützen. Seine genetischen Daten sind dann unangreifbar, allerdings kann er sich so nicht mehr vermehren.
Symptome
- Schüttelfrost
- Fieber
- Kopfschmerzen
- Allgemeine Schwäche
- Schwindel
- Schweißausbrüche
- Gliederschmerzen
- Krämpfe
Krankheitsverlauf Wundstarrkrampf
Die ersten Symptome des Wundstarrkrampfs sind Schmerzen am Kopf und an den Muskeln (Muskelschmerzen, Schwindelgefühle und Schweißausbrüche. Kieferschmerzen und ein dauerhaftes Grinsen durch das Verkrampfen der Gesichtsmuskulatur können ebenso Symptome des Anfangsstadiums sein. Die Lähmung erfolgt vom Kopf abwärts. Die schmerzenden Krämpfe des Wundstarrkrampfs können im Minutentakt auftreten. Sie werden durch Reize ausgelöst.
Nach dem Kopf werden Rücken und Bauch gelähmt. Es folgen die Gliedmaßen. Treten Krämpfe im Bauch- und Rückenbereich auf, können diese zu Brüchen der Wirbelsäule führen. Das letzte Stadium der Lähmung betrifft den Kehlkopf und das Zwerchfell. Sollte Letzteres verkrampfen, kommt es zur Atemnot. Der Patient kann an Luftmangel sterben. Begleitet wird die Krankheit von hohem Fieber (über 40 Grad Celsius), welches unter unbehandelten Umständen zum Tod führen kann. Das Tetanustoxin, der Giftstoff, der den Wundstarrkrampf auslöst, kann in einem Labor nachgewiesen werden, was zur endgültigen Diagnose am Anfang des Krankheitsverlaufs beihilft.
Behandlung von Wundstarrkrampf
Die Patienten müssen rund um die Uhr medizinisch überwacht werden. Es werden ihnen Medikamente zur Entspannung der Muskulatur und Antibiotika gegeben, die das Immunsystem stärken sollen. Auch wenn der Patient behandelt wird, kann Wundstarrkrampf zum Tode führen. Hierbei liegt die Todesrate bei bis zu 20%.
Rezeptfreie Medikamente gegen Wundstarrkrampf
Hier Informieren:
Vorbeugung von Wundstarrkrampf
Wundstarrkrampf bzw. Tetanus ist am besten durch eine Impfung vorzubeugen. Diese gibt es bei zumeist kostenlos beim Hausarzt. Weiterhin sind Wunden durch Desinfektion von Keimen und Bakterien sauber zu halten, um eine Infektion zu vermeiden.
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