Tetanus-Impfung

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 25. November 2016
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Die Tetanus-Infektion (Wundstarrkrampf) gilt immer noch als eine der lebensbedrohlichsten Infektionskrankheiten. Daher wird die Tetanus-Impfung von den meisten Ärzten als unverzichtbar betrachtet, um bei Verletzungen einer Erkrankung vorzubeugen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Tetanus-Impfung?

Die Tetanus-Impfung wird verabreicht, um Wunden vor der Gefahr einer hochgefährlichen, in einem Drittel der Fälle tödlich endenen Tetanus-Infektion zu schützen. Bei dieser Krankheit kommt es zu Krämpfen und Lähmungszuständen, wenn Tetanus-Bakterien über eine Wunde in den Körper eingedrungen sind.

Tetanus-Bakterien (Clostridium tetani) sind als Sporen überall in unserer Umwelt vorhanden, z.B. in Erde, Staub, Holz und auf der Haut, außerdem in tierischen Ausscheidungen. Diese Bakterien können nur unter Sauerstoffausschluss gedeihen, weshalb das Abdecken offener Wunden eine Infektion fördern kann. Ausgelöst wird die Tetanus-Erkrankung durch einen von den Bakterien freigesetzten Giftstoff.

Bei der Tetanus-Impfung wird Tetanol in einen Muskel gespritzt, ein Impfstoff, der gegen die Giftstoffe (Tetanustoxine) schützt, indem er deren schädigende Wirkung neutralisiert. Auch wenn bei einer Verletzung kein ausreichender Impfschutz besteht, kann meist eine rasch erfolgende Tetanus-Impfung eine Infektion verhindern. Eine Tetanus-Impfung als Vorbeugung und Schutz ist vor allem deshalb besonders wichtig, weil bisher kein Gegenmittel gegen Tetanus vorhanden ist.

Funktion, Wirkung & Ziele

Ohne eine Tetanus-Impfung besteht ständig die Gefahr, sich zu infizieren. Daher empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) eine Grundimmunisierung sowie regelmäßige Auffrischungen, denn der erlangte Impfschutz hält nur über einen gewissen Zeitraum vor. Bei einer frischen Verletzung wird bei Betroffenen ab 60 Jahren zusätzlich eine Auffrisch-Impfung empfohlen, sollte die letzte Tetanus-Impfung mehr als fünf Jahre zurückliegen. Betroffene ohne Impfschutz, die sich verletzt haben, sollten sofort den Arzt aufsuchen, um sich eine Tetanus-Impfung geben zu lassen.

Die Grundimmunisierung von drei Impfungen erfolgt in Abständen von mindestens vier Wochen und wird meist zusammen mit anderen Impfungen schon im Säuglingsalter vorgenommen. Sollte sie versäumt worden sein, kann sie später nachgeholt werden. Ist eine komplette Grundimmunisierung durchgeführt worden, muss diese lebenslang nicht wieder erfolgen.

Die Tetanus-Impfung wird verabreicht, um Wunden vor der Gefahr einer hochgefährlichen, in einem Drittel der Fälle tödlich endenen Tetanus-Infektion zu schützen.

Allerdings muss die Tetanus-Impfung wieder aufgefrischt werden, zunächst zwischen dem 5. und 6. Lebensjahr, dann zwischen dem 9. und 17. Lebensjahr, meistens auch wieder kombiniert mit anderen wichtigen Impfungen wie die gegen Diphtherie, Keuchhusten und Polio. Wichtig ist, dass auch Erwachsene die Tetanus-Impfung etwa alle zehn Jahre auffrischen lassen sollten.

Eine Tetanus-Impfung wird in den Oberarm-Muskel injiziert. Sie ist eine sogenannte Totimpfung, da sie nur das abgeschwächte, unschädlich gemachte Gift des Tetanus-Bakteriums (Tetanus-Toxin) enthält. Das bedeutet, bei dem Geimpften wird zwar keine Infektion, dafür aber eine gewünschte Abwehrreaktion im Körper ausgelöst. Die Tetanus-Impfung veranlasst das Immunsystem, Antikörper gegen die Tetanus-Infektion zu bilden. Die Schutzrate der Tetanus-Impfung beträgt nahezu 100%.

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Risiken, Nebenwirkungen & Gefahren

Die Tetanus-Impfung selbst kann keine Tetanus-Erkrankung auslösen, da der Impfstoff lediglich das unschädlich gemachte Gift des Bakteriums beinhaltet. Auf der anderen Seite entsteht durch die Tetanus-Impfung aber auch kein dauerhafter Schutz, sie muss also regelmäßig aufgefrischt werden, was vielen Menschen nicht bewusst ist.

Besonders ältere Menschen über 60 vergessen oft, wann eine Auffrisch-Impfung fällig ist. Gerade für diese Bevölkerungsgruppe stellt aber eine Tetanus-Infektion eine größere Gefahr dar als für jüngere Menschen. Eine Tetanus-Impfung sollte in einigen Fällen nur nach sorgfältiger Besprechung mit dem Arzt erfolgen, z.B. wenn der Betroffene unter einem schwerem Defekt der Immunabwehr leidet oder während einer Behandlung mit Medikamenten, die die körpereigene Abwehr schwächen.

Das Gleiche gilt für den Fall, dass ein Patient bereits vorher einmal ernsthafte Schwierigkeiten nach einer Impfung hatte. Vorsicht ist auch vor einer Operation geboten oder während der Schwangerschaft. Auch wenn die Tetanus-Impfung mit Totimpfstoff erfolgt und daher normalerweise gut verträglich ist, entsteht oft durch die Anregung der körpereigenen Abwehr eine Rötung, Druckschmerzhaftigkeit, Juckreiz oder Schwellung an der Injektionsstelle. Andere Nebenwirkungen sind seltener.

So können bei Betroffenen nach der Impfung z.B. eine starke Schwellung, Temperaturerhöhung oder Fieber, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen oder Magen-Darm-Beschwerden auftreten. Doch diese Beschwerden verschwinden meist nach wenigen Tagen. Noch seltener sind allergische Reaktionen, und nur in Einzelfällen ist es nach einer Tetanus-Impfung zu Erkrankungen des Nervensystems gekommen.

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