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Morbus Hodgkin (Hodgkin-Lymphom)

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 21. März 2014
Symptomat.deKrankheiten Morbus Hodgkin (Hodgkin-Lymphom)

Das Hodgkin Lymphom, auch als Morbus Hodgkin oder Lymphdrüsenkrebs bezeichnet, ist eine bösartige Krebserkrankung des Lymphsystems. Die Krankheit wurde nach ihrem Entdecker, Thomas Hodgkin, benannt.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Morbus Hodgkin?

Kurz gesagt bedeutet Hodgkin-Lymphom Lymphdrüsenkrebs. Zwar ist die Erkrankung bösartig, aber die Heilungschancen sind mit durchschnittlich 90 Prozent sehr gut.

Morbus Hodgkin kommt nur sehr selten vor: Von 100.000 Personen erkranken im Schnitt jedes Jahr nur 2 bis 3 meist junge Menschen. Das Hodgkin-Lymphom kann in jedem Lebensalter vorkommen, eine gewisse Häufung gibt es allerdings im dritten sowie im siebten Lebensjahrzehnt.

Kinder erkranken meist im Alter zwischen 10 und 14 Jahren. Mehr Männer als Frauen sind vom Hodgkin-Lymphom betroffen.

Ursachen für Morbus Hodgkin

Die konkreten Ursachen des Hodgkin-Lymphoms sind nicht bekannt. Es wird jedoch vermutet, dass das Epstein-Barr-Virus (EBV) ein Ausbrechen der Krankheit begünstigt.

Dieses Virus verursacht das vor allem im Kindesalter häufig vorkommende Pfeiffersche Drüsenfieber. Patienten, die schon einmal an dieser mit Fieber einhergehenden Lymphdrüsenerkrankung litten, entwickeln später deutlich häufiger ein Hodgkin-Lymphom als gesunde Menschen.

Zudem wurden EBV-Viren schon in den für Morbus Hodgkin typischen Hodgkin- und Sternberg-Reed-Zellen nachgewiesen.

Gegen diese These spricht jedoch, dass der weitaus größte Teil der Bevölkerung mit EBV-Viren infiziert ist, ohne jemals ein Hodgkin-Lymphom zu entwickeln. Dementsprechend müssten noch andere Ursachen eine Rolle spielen.

Typische Symptome und Anzeichen bei Morbus Hodgkin

Schematische Darstellung zur Anatomie und Aufbaus von Lymphknoten. Klicken, um zu vergrößern.

Diagnose und Verlauf bei Morbus Hodgkin

Bei einer Erkrankung mit Morbus Hodgkin schwellen zunächst die Lymphdrüsen vor allem am Hals, in den Achseln und im Brustbereich an. Schmerzen gehen damit noch nicht einher. Sogenannte B-Symptome (sekundäre Krankheitsmerkmale) sind Erschöpfung, Abgeschlagenheit, ein unerklärlicher Gewichtsverlust von mehr als 10 Prozent innerhalb von 6 Monaten, Fieber, Nachtschweiß sowie ein Einbruch der Leistungsfähigkeit.

Arzt untersucht die Lymphdrüsen

In den meisten Fällen - bei etwa 70 Prozent der Betroffenen - schwellen die Lymphknoten am Hals. Bei einem Drittel der Patienten trat die Schwellung erstmals hinter dem Brustbein auf. In diesem Fall kommen zu den B-Symptomen noch Reizhusten und Schmerzen im Brustbereich hinzu. Auch Organe des Bauchbereichs können vom Hodgkin-Lymphom betroffen sein.

Ein Druckgefühl bzw. Schmerzen im Ober- und Unterbauch sowie unerklärlicher Durchfall könnte auf diese Krebsart hinweisen. Auch eine untypische Häufung von durch Bakterien verursachten Virus- und Pilzinfektionen ist manchmal ein Hinweis auf Morbus Hodgkin. Unbehandelt führt das Hodgkin-Lymphom immer zum Tod.

Behandlung und Therapie von Morbus Hodgkin

Um Morbus Hodgkin behandeln zu können, muss in den meisten Fällen zunächst der vergrößerte Lymphknoten entnommen und auf verdächtige Zellen untersucht werden. Oft genügt eine örtliche Betäubung für diese Biopsie. Befindet sich der verdächtige Lymphknoten jedoch an einer schwer zugänglichen Stelle - etwa im Brustbereich - erhält der Patient eine Vollnarkose. Durch das Röntgen des Brustkorbes bzw., einer Ultraschalltomographie wird der Körper durchleuchtet und die Ausbreitung des Hodgkin-Lymphoms genau untersucht.

Das Hodgkin-Lymphom wird typischerweise durch eine Chemotherapie und/ oder eine Bestrahlung der betroffenen Lymphdrüsen behandelt. Chemotherapie und Bestrahlung werden meist als Kombinationsbehandlung eingesetzt, wobei die Bestrahlung sich in der Regel an die Chemo anschließt. Hodgkin-Lymphome reagieren sehr empfindlich auf beide Behandlungsarten, was den überdurchschnittlich hohen Heilungserfolg erklärt.

Eine operative Entfernung der Tumore bringt jedoch keine Heilung vom Hodgkin-Lymphom und wird deshalb nur zu Diagnosezwecken durchgeführt. Ein stationärer Krankenhausaufenthalt ist in der Regel nicht notwendig. Allerdings haben sowohl die Chemotherapie als auch die Bestrahlung gravierende Nebenwirkungen.

Innerhalb von 2 Jahren treten die meisten Rückfälle auf, die sich jedoch in der Regel gut behandeln lassen. Rückfälle nach mehr als 5 Jahren nach der Ersterkrankung sind hingegen sehr selten. Damit ein eventueller Rückfall jedoch rechtzeitig erkannt wird, sollten Patienten die lebenslange Vorsorgeuntersuchung unbedingt wahrnehmen.

Im ersten Jahr nach der Therapie findet diese vierteljährlich, zwischen dem zweiten und fünften Jahr halbjährlich und danach einmal im Jahr statt. Bei diesen Untersuchungen geht es auch darum, eventuelle Spätfolgen der Hodgkin-Lymphom Therapie diagnostizieren und behandeln zu können.

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Vorbeugung von Morbus Hodgkin

Morbus Hodgkin kann man nicht vorbeugen. Es hilft allerdings, wenn man regelmäßig zur Krebsvorsorgeuntersuchung geht und einen gesunden Lebensstil pflegt.

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