Eibisch

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 29. November 2016
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Echter Eibisch (Althaea offizinalis), wird im Volksmund auch buschige Samtpappel genannt. Im Englischen heißt er übrigens Marsh Mallow. Früher bereitete man tatsächlich Marsh-Mallows aus den Blättern, Stängeln und Wurzeln des Eibisch, während man heute für die Süßigkeit synthetische Stoffe verwendet. Der Eibisch gehört zur Familie der Malvengewächse. Aus der Naturmedizin ist Eibisch nicht mehr wegzudenken.

Inhaltsverzeichnis

Vorkommen & Anbau von Eibisch

Seinen Ursprung hat Eibisch in Mitteleuropa und im Süden des Kontinents, er hat sich aber bis Afrika und Sibirien ausgebreitet. Wilde Vorkommen von Eibisch findet man auf feuchten Salzböden. Die Pflanze steht auch unter Naturschutz.

Allerdings sieht man Eibisch meist nur noch als Kulturpflanze. Dann wird er auf nährstoffreichen und feuchten Böden kultiviert. Diese müssen der langen Eibischwurzel wegen recht tiefgründig sein.

Bis zu 2 Metern kann die Pflanze in den Himmel wachsen. Die Stängel wirken so starr, weil sie kaum verzweigt sind. Die herzförmigen, großen Blätter sind sehr dekorativ. Stängel und Blätter sind samtig behaart und in den Sommermonaten zwischen Anfang Juni und Ende August trägt der Eibisch violett-weiße Blüten. Damit erinnert Eibisch an die verwandten Stockrosen, die in der Naturmedizin genauso eingesetzt werden, allerdings sind die Blüten der Stockrosen farbenfroher.

Verwendet werden die jungen Blüten, die der Eibisch im Verlauf der Vegetationsperiode immer wieder austreibt, sowie die Wurzeln. Bis 50 Zentimeter ragen die Wurzeln des Eibisch in die Erde. Hier konzentrieren sich die wertvollen Schleimstoffe besonders intensiv. In den Monaten September, Oktober und November kann man die Wurzeln ernten.

Anwendung & Verwendung

Schon zu den Zeiten Karls des Großen (747 bis 814) war die heilende Wirkung des Eibisch bekannt. Der Karolingerkaiser ließ Eibisch deshalb intensiv kultivieren.

Die heilende und lindernde Wirkung der Eibischwurzel nutzt man zur Anwendung bei Magen- und Darmbeschwerden sowie gegen Husten, Halsschmerzen und Heiserkeit. Bis heute ist Eibisch eine bedeutende Heilpflanze, die Wurzel ist in vielen Fällen wirksamer Bestandteil von Hustensäften. Gegen Husten wirkt auch eine Aufkochung der Eibischblüten mit wenig Wasser und relativ viel Honig.

Weil in der Wurzel des Eibisch besonders viel wertvolle Schleimstoffe vorhanden sind, soll man Wurzelteile nicht kochen, sondern als Kaltauszug ansetzen. So bleiben die Kräfte des Schleims erhalten. Daneben enthält Eibisch Saponine, ätherisches Öl, Ephedrin, Asparagin, Kumarine, Gerbsäure, Gerbstoffe und Zink.

Die jungen Blättern und die zarten Triebspitzen des Eibisch werten einerseits den Frühlingssalat auf, die entspannenden und entschlackenden Eigenschaften wirken andererseits positiv auf den gesamten Organismus. Seit Jahrhundert hat Eibisch eine beachtliche Bedeutung in der Naturheilkunde.

Bedeutung für Gesundheit, Behandlung & Vorbeugung

Seinen Ursprung hat Eibisch in Mitteleuropa und im Süden des Kontinents, er hat sich aber bis Afrika und Sibirien ausgebreitet.

Setzt man 2 Teelöffel geschnittene Wurzelstücke des Eibisch in ¼ Liter kaltem Wasser an, lässt alles mindestens 6 Stunden ziehen und seiht dann die Flüssigkeit durch ein Sieb ab, erhält man einen wirksamen, hustenlösenden Tee für den Hausgebrauch, der gut bei Erkältungen einsetzbar ist. Der Ansatz heilt, lindert, entspannt und tonisiert bei Muskelkater, Insektenstichen, leichten Verbrennungen und Quetschungen.

Als Waschung oder als Bad wirkt Eibischtee bei der Behandlung unangenehm trockene Haut und gegen die Beschwerden nässender Ekzeme. Wohltuend und wirksam ist ein Eibischblättertee bei Magen- und Darmbeschwerden, gegen Blähungen, Durchfall und Verstopfung. Dafür werden 2 Teelöffel Blätter mit kochendem Wasser übergossen. Nach einer Ziehzeit von etwa 10 Minuten wird der abgeseihte Tee ungesüßt getrunken. Der Tee ist wohltuend bei Blasenentzündungen und Blasensteinen.

Ein Ansatz aus der Eibischwurzel wirkt Reiz lindernd. Als Gurgellösung beruhigt er den Mundraum und wirkt ebenso sanft wie effektiv Zahnfleisch-, Mund- und Rachenraumentzündungen entgegen. Außerdem wird Mundgeruch eliminiert.

Auch zur Vorbeugung anderer allgemeiner Hautprobleme ist Eibisch einsetzbar. Wundheilend wirkt ein Brei aus den Blättern der Pflanze, der als Maske gereizte Haut wohltuend entspannt und beruhigt. Darüber hinaus kann man den Pflanzenbrei als Umschlag verwenden. Man stellt den Eibischbrei her, indem man die Wurzel fein reibt und mit Honig vermischt. Der Brei wird auf ein reines Leinentuch gestrichen.

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