Hausmittel gegen Halsschmerzen

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 14. Dezember 2016
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Halsschmerzen gehören zu den unangenehmen Begleiterscheinungen eines Schnupfens – oft kündigen sie eine beginnende Erkältung an. Die Schmerzen, die vor allem beim Schlucken auftreten, reichen vom leichten Kratzen bis hin zu sehr unangenehmen Beschwerden. Halsschmerzen infolge einer Halsinfektion gehen gewöhnlich mit geschwollenen Schleimhäuten, Schluckbeschwerden und einem trockenen Gefühl im Rachenraum einher. Mit Hausmitteln und schonenden Präparaten der Pflanzenheilkunde, beispielsweise Kräutertees, Gurgellösungen und Halswickeln, lassen sich die lästigen Symptome jedoch auf einfache Weise lindern.

Inhaltsverzeichnis

Was hilft gegen Halsschmerzen?

Heiße Wickel kennt wohl jeder schon aus seiner Kindheit. Es gibt hier verschiedene Arten- den einfachen heißen Wickel, den Kartoffel- oder Quarkwickel und auch den Zwiebelwickel.

Gerade der Zwiebelwickel ist ein erprobtes Mittel gegen Halsschmerzen. Zwiebeln töten Keime ab und können Schmerzen lindern. Für einen Zwiebelwickel werden einfach zwei Zwiebeln geschält, in dünne Scheiben geschnitten und ohne Fett etwas in der Pfanne erwärmt. Anschließend werden sie in ein dünnes Küchentuch eingeschlagen, das dann mit einem Heftpflaster geschlossen wird. In dieser Form werden die Zwiebeln an den Hals gelegt, es wird nochmals ein Tuch darum gewickelt und dann ein Schal, damit der Wickel hält. Dieser sollte einige Stunden lang wirken können.

Halsschmerzen und Halskratzen treten meist im Rahmen einer Erkältung oder Angina tonsillaris auf. Aber auch eine Mandelentzündung kann möglich sein.

Mit Zwiebeln kann zudem eine schlecht schmeckende, aber sehr wirksame Zwiebelmilch zubereitet werden. Hierfür wird ein halber Liter Milch in einen Topf gegeben und aufgekocht. Vorher werden drei Zwiebeln so klein es geht gewürfelt und dann in die kochende Milch gegeben. Die Milch sollte warm gehalten und auch so heiß es geht getrunken werden. Die Zwiebeln können aber auch gekocht und dann zerstückelt werden, um sie dann, mit Honig vermengt, zu löffeln. Alle halbe Stunde ein Löffel reicht aus.

Ein weiteres sinnvolles Hausmittel ist ein heißes Bad mit Teebaumöl, welches die Viren vertreibt. Gut ist es aber auch, mit Kamille zu inhalieren, was nicht nur gegen die Halsschmerzen hilft, sondern auch gegen eine Erkältung an sich.

Grundsätzlich helfen bei Halsschmerzen alle Hausmittel, die dafür sorgen, dass die gereizte, trockene und entzündete Rachenschleimhaut angefeuchtet und beruhigt wird. Dies kann unter anderem durch regelmäßiges Gurgeln mit entzündungshemmenden Gurgellösungen geschehen. Das Gurgeln sollte bei akuten Halsschmerzen alle zwei Stunden durchgeführt werden. Sinn des Gurgelns ist das Feuchthalten der Schleimhaut, da diese nur in angefeuchtetem Zustand ihre Funktion erfüllen kann. Zur Herstellung einer Gurgellösung kann einfaches Salz verwendet werden.

Dazu wird ein Teelöffel Kochsalz in 200 Millilitern lauwarmem Wasser aufgelöst. Die so entstandene Gurgellösung „säubert“ die Schleimhaut von Belägen und wirkt durch ihre Salzkonzentration antibakteriell. Auch eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr hält die Schleimhaut feucht. Hier empfehlen sich Kräutertees mit wirksamen Inhaltsstoffen aus der Natur. Kamille und Salbei sind für ihre keim- und entzündungshemmende Wirkung bekannt. Noch intensiver allerdings wird der lindernde Effekt, wenn der Kamillen-Salbei-Tee mit Eibischwurzel und Leinsamen angereichert wird. Halsschmerzen als Begleitsymptom einer Erkältung können überdies mit schweißtreibendem Linden- oder Holunderblütentee behandelt werden.

Zusätzlich zur „inneren“ Behandlung, können äußerliche Wickel verabreicht werden. Hier ist unter anderem der feuchtkalte Quarkwickel bekannt. Für seine Herstellung wird ein Handtuch zu einem schmalen Umschlag gefaltet und etwa fünf Zentimeter dick mit kühlem Quark bestrichen. Mit der Quarkseite auf die Haut gebracht und um den Hals gewickelt, wird der Umschlag abschließend mit einem trockenen Tuch bedeckt. Der Wickel wird so lange am Hals getragen, bis die Quarkschicht angetrocknet ist.

Schnelle Hilfe

Schnelle Hilfe bei Halsschmerzen ist vor allem dann wichtig, wenn man gerade unterwegs ist und sich keine Wickel oder ähnliche Hausmittel machen kann. Trotzdem ist es das Beste, bei Halsschmerzen daheim zu bleiben und viel Zeit im Bett zu verbringen, um eine langwierige Erkältung gar nicht erst entstehen zu lassen.

Schnell gegen Halsschmerzen helfen Bonbons mit Salbei oder anderen Heilkräutern. Außerdem hilft vor allem Flüssigkeit. Viel trinken ist das Allerwichtigste, um die Schleimhäute nicht zusätzlich durch Austrocknung zu reizen. Am besten sind Wasser und Tees wie etwa Kamillentee oder Salbeitee. Der Tee lässt sich in einer Thermoskanne gut mitnehmen. Sich warm zu halten ist essenziell bei Halsschmerzen – ein warmer Schal und wenig reden ist daher gut, um die Schmerzen schnell wieder loszuwerden.

Das Lutschen von Salbei Bonbons hilft Halsschmerzen zu lindern und die Schleimhaut in Mund und Rachen feucht zu halten.

An Kochsalz kommt man fast überall, auch dann, wenn man gerade nicht daheim ist. Mit etwas lauwarmem Wasser vermengt wird daraus eine ideale Gurgellösung, die man aber auch aus starkem Kamillen- oder Salbeitee herstellen kann. Das Gurgeln befeuchtet die Schleimhaut und lindert so, und die Wirkstoffe sorgen dafür, dass die Entzündung abklingen kann.

Als erste Gegenmaßnahme bei Halsschmerzen sind Hustenbonbons oder Lutschpastillen zu empfehlen. Das Lutschen von Bonbons oder Ähnlichem regt den Speichelfluss an. Der stimulierte Speichelfluss wiederum erfüllt gleich drei Funktionen: Zum einen sorgt er für die Befeuchtung der gereizten Schleimhaut. Zum anderen enthält der Speichel Wirkstoffe, die die Schleimhaut regenerieren und Krankheitserreger abwehren. Und drittens zieht die vermehrte Speichelproduktion eine erhöhte Ausschüttung von Antikörpern nach sich, die die Selbstheilungskräfte des Körpers mobilisieren.

Viele Betroffene greifen bei Halsschmerzen gern zur heißen Zitrone. Diese allerdings ist in ihrer Wirkung eher schädlich, da Zitrone Säuren enthält, die die ohnehin schon angegriffene Schleimhaut zusätzlich reizen. Grundsätzlich gilt bei Halsschmerz: Auf heiße, scharfe oder saure Speisen und Getränke sollte vorerst verzichtet werden! Gehen die Halsschmerzen mit Schluckbeschwerden einher, kann es überdies ratsam sein, Speisen in breiiger statt in fester Form zu sich zu nehmen. Sinnvoll bei Halsschmerzen ist es zudem, auf eine ausreichende Befeuchtung der Raumluft zu achten, denn auch dies schützt die Schleimhäute vor dem Austrocknen.

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Alternative Heilmittel

Alternative Heilmittel gegen Halsschmerzen sind einfach zu finden. Denn gerade die Heilkraft der Natur ist nicht zu unterschätzen, wenn es um einen wunden Hals geht.

So hilft beispielsweise Cayennepfeffer gegen Halsschmerzen, wenn man einen halben Teelöffel davon mit einigen Teelöffeln Wasser und Honig vermengt. Die Mischung sollte man dann morgens und abends im Mund zergehen lassen. Mit reinem Aloe vera-Saft zu gurgeln, kann genauso gut gegen die Schmerzen helfen, wie das Gurgeln mit durch Wasser verdünntem Apfelessig. Diese eher weniger bekannten Tipps sind unkompliziert und wirksam. Wer sich aus Holunderblüten einen Tee macht, kann gut gegen Halsschmerzen vorgehen. Wirksam sind auch Tees aus Pflanzen wie Schafgarbe, Thymian, Spitzwegerich, Malve oder Eibischwurzel.

Wichtig ist jedoch auch die Regel, frühzeitig zum Arzt zu gehen, wenn die Halsschmerzen nicht abklingen wollen. Denn wenn sie nach etwa zwei bis drei Tagen noch nicht besser geworden sind, könnte eine ernste Erkrankung hinter den Schmerzen stecken.

Kräuterzubereitungen sind als Halsschmermittel allgemein bekannt und akzeptiert. Die Pflanzenheilkunde als alternative Heilmethode ist bei Halsschmerzen also durchaus gebräuchlich und wirkungsvoll. Basis dieser Wirksamkeit sind die in den Pflanzen enthaltenen ätherischen Öle. Dies ist beispielsweise bei Thymian und Majoran der Fall, die ebenfalls zur Herstellung von Halsschmerzmitteln verwendet werden können. Wichtig beim häuslichen Zubereiten eines solchen Kräutertees oder einer Gurgellösung aus getrockneten Kräutern ist die Ziehzeit, die bei ungefähr zehn Minuten liegen sollte.

Frische Kräuter, beispielsweise Thymian, lassen sich überdies zur Herstellung eines Halsschmerzsirups verwenden. Dieser enthält die ätherischen Öle in gelöster Form und wird besonders von Kindern gern eingenommen. Gleiches gilt für die Kombination von Zwiebel und Honig. Eine klein geschnittene Zwiebel wird dazu mit Honig übergossen.

Während der Ziehzeit von mindestens 12 Stunden können die Wirkstoffe der Zwiebel in den Honig übergehen. Der Zwiebel-Honig wird löffelweise dreimal täglich verabreicht. Neben reiner Pflanzenarznei können auch die potenzierten Mittel der Homöopathie gegen Halsschmerzen zum Einsatz kommen. Hier sind unter anderem Belladonna, Aconitum, Hepar sulfuris oder Mercurius solubilis zu nennen. Bachblüten können ebenfalls bei Halsschmerz angewendet werden.

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