Ernährungsberatung

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 20. September 2017
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Die Ernährungsberatung ist ein wichtiger Teil der Wohlstandsgesellschaft geworden. Wie der Körper auf die Umwelt und Ernährung reagiert, welche Ernährung für welchen Menschen geeignet ist, welche biochemischen Vorgänge im Organismus ablaufen, welche Allergien es gibt, welchen Einfluss das Essverhalten, das Körperbewusstsein, die tägliche Bewegung, Sport und die allgemeine Lebensführung auf die Gesundheit haben und wie ein geeigneter gesunder Ernährungsplan aussieht, mit solchen Themen beschäftigt sich die Ernährungsberatung.

Inhaltsverzeichnis

Was ist die Ernährungsberatung?

Eine gesunde Ernährung ist das A und O für einen gesunden Körper und das seelische Gleichgewicht eines jeden Menschen. Schwierig ist alleine die Auswahl geeigneter Nahrungsmittel, die durch ein riesiges Angebot vieler Produkte nicht immer übersichtlich ist. Viele Menschen wissen dabei gar nicht, was wirklich gesund ist und was vielleicht nur als gesund vermittelt oder vermarktet wird. Ebenso ist die Ernährung durch Alltag und Beruf häufig sehr einseitig oder sogar falsch, was wiederum zu Übergewicht und verschiedenen Erkrankungen führen kann.

Die Ernährungsberatung befasst sich allerdings nicht so sehr mit den daraus resultierenden Krankheiten, sondern wendet sich vielmehr in unterstützender Weise an den gesunden Menschen. Das kann sowohl die Beratung für Kinder, schwangere Frauen, ältere Menschen oder Sportler sein, ebenso natürlich auch Menschen, die mit ihrem Gewicht kämpfen.

Das Coaching und eine Therapie, die Beratung für spezielle Kost, z. B. für Extrem- oder Kraftsportler, die Erläuterung und Verarbeitung der Nährstoffe und die Funktion und Wirkungsweise solcher auf den Organismus bilden wichtige Themenbereiche der Ernährungsberatung. Dabei werden nicht nur umfangreiche Ernährungspläne aufgestellt, sondern gegebenenfalls auch die Ess-, Lebens- und Bewegungsgewohnheiten eines Menschen umgestellt.

Die Ernährungsberatung hilft bei der Auswahl geeigneter Nahrungsmittel. Viele Menschen wissen dabei gar nicht, was wirklich gesund ist und was vielleicht nur als gesund vermittelt oder vermarktet wird.

Natürlich kann sich der Ernährungsberater in der Ausbildung auch spezialisieren. So sind im Laufe der Zeit ganze Berufsgruppen wie die der Ökotrophologen, Diätassistenten oder Ernährungswissenschaftler entstanden. Die Ernährungsberatung selbst ist eine weiterqualifizierte Maßnahme, die als Lehrgang nur möglich ist, wenn bereits eine Ausbildung zum Diätassistenten oder ein Studium zum Oecotrophologen stattgefunden hat.

Die Ökotrophologie ergänzt damit die Trophologie, die auf die naturwissenschaftlichen Aspekte einer Ernährung achtet, während erstere sich mit psycho-soziologischen, ökonomischen und naturwissenschaftlich-medizinischen Aspekten beschäftigt. In dieser Hinsicht umfasst das Gebiet die Ernährungs- und Gesundheitslehre ebenso wie die Diätetik.

Diätassistenten wiederum arbeiten speziell in Kliniken oder Reha-Zentren, um gezielt auf Gesundheitsförderung und Ernährungsberatung einzugehen. Die Schwerpunkte liegen ebenfalls auf Koch- und Küchentechnik, die Zubereitung von Diätkost und einer kontrollierten Speiseausgabe. Eine Ernährungsberatung findet dabei sowohl in Einzel- als auch Gruppensitzungen statt.

Behandlungen & Therapien

Gerade für den normalen Menschen ist die Frage, was wirklich eine gesunde Ernährung ausmacht, nicht immer leicht zu beantworten. Nährstoffe werden im Organismus komplex verarbeitet. Jeder Mensch hat unterschiedliche Bedürfnisse und Essgewohnheiten. Ebenso reagiert der Körper unterschiedlich auf die ihm zugeführten Nahrungsmittel.

Eine ausgewogene Ernährung bleibt dabei die beste Alternative, um den Körper und Geist fit zu halten. Dazu gehören sowohl pflanzliche Lebensmittel, wie Obst, Gemüse und Getreide, die wertvolle Ballaststoffe, Vitamine und Mineralien liefern, eiweißhaltige und tierische Produkte für Protein, Kalzium und Mineralien, die unverzichtbar für den Körper sind, wenige, aber dafür hochwertig pflanzliche Fette und das Trinken von ausreichender Flüssigkeit. Das sind wesentliche Grundvoraussetzungen einer Ernährungsberatung, dass der Mensch lernt, die biochemischen Vorgänge und Zusammenhänge zu verstehen, die Inhaltsstoffe zu unterscheiden, das eigene Essverhalten zu analysieren und umzustellen, die dazu notwendigen Lebensmittel richtig zu verwenden und zuzubereiten.

Bei einer Ernährungsberatung wird zunächst der gesundheitliche Zustand eines Menschen geprüft. Das ist notwendig, um die Situation besser einschätzen zu können. Darüber werden Fragen geklärt, wie die Ernährung aussieht, welche Allergien, Unverträglichkeiten oder sonstige Einschränkungen vorliegen. Die gesundheitliche Vorgeschichte spielt eine wesentliche Rolle, um die Ernährung auf den Menschen abzustimmen.

Neben der dann folgenden Aufklärung über Nährstoffe und Nahrungsmittel, einhergehend mit Ernährungsprotokoll und –plan, Tagesablauf und Bewegungskonzept, wird am gesamten Denk- und Verhaltensmuster des Menschen gearbeitet. Diese werden nicht nur vertieft, sondern auch mit praktischen Übungen umgesetzt. Die Ernährungsberatung hilft dabei, das eigene Essverhalten zu begreifen und Impulse zur Veränderung zu vermitteln. All das soll natürlich zu einer dauerhaften Umstellung der Ernährung führen, um nicht nur eine gesunde Ernährung zu gewährleisten, sondern auch das eigene Gewicht halten zu können.

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Diagnose & Untersuchungsmethoden

Gerade der eigene Schweinehund ist das Problem einer falschen Ernährung. Tatsächlich entschuldigt die Gesellschaft diese Willensschwäche häufiger als angenommen, drückt ein Auge zu, wenn sich ein Mensch gehen lässt. Schnell kann dieses Verhalten dann aber auch zu eigener Akzeptanz ausufern, um Übergewicht nicht mehr als Problem anzusehen. Diese anerkannt soziale Beeinflussung wird dann zur eigenen Ausrede. Hier setzt die Ernährungsberatung an. Der Wille, die eigene Beeinflussung des Willens, die eigene Emotionalität und Rationalität, die Einsicht und Motivation sind therapeutisch begleitende Maßnahmen.

Die Ängstlichkeit besteht bei vielen Menschen darin, dass mit einer Ernährungsberatung und einem aufgestellten Essensplan und dazugehörigen Protokoll nicht mehr alles gegessen werden darf, wonach das Herz verlangt. Dabei gibt es in diesem Sinne keine Lebensmittel, die dick machen. Insofern keine Intoleranz oder Unverträglichkeit vorliegt, darf der Mensch essen, was er mag. Die Mahlzeiten werden nur bewusster zusammengestellt. Es wird gelernt, sich „schlau“ zu ernähren, ohne verzichten zu müssen. Geübt wird der kreative und flexible Umgang mit Nahrungsmittel und dem eigenen Problem. Dabei wird nicht auf Appell und Verbot gezielt, sondern vielmehr geholfen, Spaß an der Ernährung und Bewegung zu bekommen.

Seriös ist ein Ernährungsberater allerdings nur, wenn er während der Beratung keine Produkte verkauft, höchstens Empfehlungen ausspricht. Wie in jedem Berufszweig gibt es auch bei der Ernährungsberatung schwarze Schafe, die über den Zweig versuchen, Geld zu verdienen. Diese sind aber leicht durch das eigene Verhalten zu unterscheiden.

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Quellen

  • Biesalski, H.-K., et al.: Ernährungsmedizin. Thieme, Stuttgart 2010
  • Deutsche Gesellschaft für Ernährung (Hg.) Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr. Neuer Umschau Verlag GmbH, Neustadt an der Weinstraße 2015
  • Federspiel, F., Herbst, V.: Die andere Medizin. Stiftung Warentest, Berlin 2005

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