Spinat

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 23. Dezember 2016
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Spinat macht stark, das wusste schon Popeye. Viele Kinder verschmähen ihn, viele Erwachsene lieben ihn und die grünen Blätter verfügen über einen vielseitigen Vitamin- und Mineralien-Gehalt. Spinat enthält jedoch auch das gefürchtete Nitrat, weshalb bei seiner Zubereitung einige Dinge beachtet werden sollten.

Inhaltsverzeichnis

Das sollten Sie über Spinat wissen

Spinat hat seinen großen Bekanntheitsgrad unter anderem Popeye zu verdanken. Der Comic-Held hat das grüne Blattgemüse stets aus einer Dose verzehrt, wodurch er übermenschliche Kräfte erlang hat. Etwa 800 Gramm von dem grünen Gemüse werden hierzulande pro Kopf und pro Jahr verzehrt.

Der weltweit erste Spinat wurde vermutlich in Südostasien, genauer in Persien angebaut. Von dort gelangte er über Spanien allmählich auch nach Deutschland und ganz Europa. Hauptsächlich angebaut wird er außer in Deutschland noch in Frankreich und Italien.

Die Hauptsaison des frischen Blattspinats liegt hierzulande zwischen April und Mai. Angebaut werden kann das grüne Blattgemüse dank Gewächshäusern jedoch auch deutlich länger, etwa von März bis Dezember. Daher wird Spinat beinahe das ganze Jahr über frisch angeboten.

Der Geschmack des Spinats hängt stark von seiner Erntezeit ab, da zu verschiedenen Jahreszeiten unterschiedliche Sorten angepflanzt werden müssen. Man unterscheidet zwischen Frühlings- oder Sommerspinat und Herbst- oder Winterspinat.

Alternativ dazu stehen schnell zubereiteter Blatt- und Rahmspinat im Kühlregal eines jeden Supermarkts und Discounters bereit. Tiefkühlprodukte machen sogar einen Großteil aller verkaufter Spinat-Produkte aus.

Der Geschmack des Spinats hängt stark von seiner Erntezeit ab, da zu verschiedenen Jahreszeiten unterschiedliche Sorten angepflanzt werden müssen. Man unterscheidet zwischen Frühlings- oder Sommerspinat und Herbst- oder Winterspinat. Während der erste regionale Spinat im März noch sehr zarte Blätter hat, werden diese zum Herbst hin deutlich kräftiger und würziger und enthalten größere Stiele.

Bedeutung für die Gesundheit

Dem Spinat wurde aufgrund seines hohen Eisengehalts lange eine enorme Kraft verleihende Wirkung nachgesagt. Tatsächlich beruhte diese Annahme jedoch auf einem Fehler, da bei der Angabe des Eisengehalts ein Komma verrutscht war und der tatsächliche Wert weit unter der ursprünglichen Annahme liegt.

Ein Wundermittel für den Muskelaufbau ist Spinat daher leider nicht. Dennoch ist das grüne Blattgemüse äußerst gesund: Es enthält bei wenigen Kalorien zahlreiche Mineralien wie Eisen, Magnesium, Calcium und Kalium. Das ebenfalls enthaltene Zink stärkt das Immunsystem. Auch die Liste der enthaltenen Vitamine ist lang.

Spinat enthält jedoch auch viel Oxalsäure. Diese hemmt die Aufnahme verschiedener Mineralien wie Eisen durch den Körper. Darüber hinaus enthält er häufig viel Nitrat. Problematisch wird Nitrat jedoch erst dann, wenn es aufgrund einer falschen Lagerung und Zubereitung der grünen Blätter zu Nitrit umgewandelt wird. Dennoch sollte Spinat nicht verteufelt werden, denn auch andere Gemüsesorten enthalten Nitrat, teils sogar in deutlich größeren Mengen. Eine kühle Lagerung kann die Bildung von Nitrat im Spinat bremsen. Beim Blanchieren wird zudem ein Teil dieses Nitrats an das Kochwasser abgegeben.

Inhaltsstoffe & Nährwerte

Nährwertangaben Menge pro 100 Gramm
Kalorien 23 Fettgehalt 0,4 g
Cholesterin 0 mg Natrium 79 mg
Kalium 558 mg Kohlenhydrate 3,6 g
Eiweiß 2,8 g Vitamin C 28,1 mg

Spinat enthält außerdem zahlreiche Mineralien und Vitamine, insbesondere Eisen und Zink. Die folgenden Angaben beziehen sich auf 100 Gramm frischen Spinat:

Unverträglichkeiten & Allergien

Spinat ruft in nur äußerst seltenen Fällen eine Lebensmittelallergie hervor. Dennoch ist Spinat für einige Menschen nicht gut zum Verzehr geeignet. Da Spinat viel Histamin enthält, sollten Menschen mit einer Histaminintoleranz ihn so weit wie möglich meiden.

Auch für Säuglinge ist Spinat nur bedingt zum Verzehr geeignet, da sie weitaus empfindlicher auf das enthaltene Nitrat reagieren als Erwachsene. Vor dem sechsten Monat sollte Säuglingen überhaupt kein Spinat angeboten werden, ab dem sechsten Monat dann nur in Kombination mit anderen, nitratärmeren Lebensmitteln.

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Einkaufs- & Küchentipps

Wenn möglich, sollte stets Spinat aus biologischem Anbau gekauft werden. Spinat aus konventionellem Anbau ist - insbesondere außerhalb der Hauptsaison - häufig stark mit Nitrat belastet.

Frischer Blattspinat sollte vor der Zubereitung gründlich gewaschen werden. Dazu werden die losen Blätter einfach in eine große, mit Wasser gefüllte Schüssel oder das Spülbecken gegeben, dort drin ein paar Mal mit den Händen umgerührt und anschließend abgegossen. Anschließend empfiehlt es sich noch, grobe Stielenden zu entfernen.

Weit bekannt ist die Tatsache, dass Spinat nach einmaligem Erwärmen nicht erneut aufgewärmt werden sollte. Dies ist in der Tatsache begründet, dass sich Nitrat auch im zubereiteten Spinat in Nitrit umwandeln kann. Dieser Rat ist inzwischen jedoch als Mythos entlarvt. Wenn Spinat nach der Zubereitung schnell abkühlen gelassen wird und anschließend im Kühl- oder noch besser im Gefrierschrank gelagert wird, kann er von einem gesunden Menschen auch nach dem zweiten Aufwärmen noch problemlos verzehrt werden.

Bei Raumtemperatur hält sich Spinat bis zu einer Woche. Je wärmer er gelagert wird, desto schneller fallen die Blätter zusammen. Etwas länger hält er sich also im Kühlschrank. Sehr beliebt ist jedoch auch gefrorener Spinat. Dieser lässt sich in Form von Blatt-, Rahm- oder verschiedenen Würzspinat-Arten küchenfertig kaufen. Alternativ kann auch frischer Blattspinat kurz blanchiert und anschließend eingefroren werden. Einmal gefrorener Blattspinat sollte bis kurz vor seiner Verwendung im Tiefkühlfach gelagert werden und anschließend bei mittlerer Hitze schonend aufgetaut und gegart werden.

Zubereitungstipps

Spinat kann sowohl roh, beispielsweise in Salaten, als auch gegart verzehrt werden. Für den rohen Verzehr sollten angesichts des Geschmacks jedoch nur junge, zarte Blätter verwendet werden. Besonders beliebt sind Nudelgerichte mit Spinat. Das grüne Blattgemüse eignet sich jedoch nicht nur für herzhafte Gerichte, sondern ist auch als Zutat für Green Smoothies äußerst beliebt. Hierfür wird der Spinat mit verschiedenen Obstsorten wie Bananen einfach im Mixer püriert.

Wird der Spinat blanchiert, verringert sich sein Volumen erheblich. Die eingekaufte Menge sollte also nicht überschätzt werden. Das beim Blanchieren von Spinat verwendete Wasser sollte nicht mehr weiter verwendet und stattdessen einfach weggekippt werden. In diesem Wasser befindet sich nämlich ein Teil des im Spinat enthaltenen Nitrats, das während des Blanchierens in das Wasser abgegeben wird und in großen Mengen ungesund ist.

Da Spinat viel Chlorophill enthält, eignet er sich als natürliches Färbemittel für Lebensmittel wie beispielsweise Nudeln und auch für andere Dinge wie Drogerie-Produkte.

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