Tollwut

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 22. März 2014
Symptomat.deKrankheiten Tollwut

Tollwut, Rabies oder Lyssa ist eine tödliche Infektionskrankheit, die durch Viren ausgelöst wird. Zumeist wird die Tollwut durch wilde Tiere, wie Füchse, Marder und Fledermäuse auf den Menschen übertragen. Nicht selten aber auch von infizierten verwilderten Katzen oder Hunden. Ohne eine Schutzimpfung und Behandlung gegen die Tollwut ist die Krankheit zu 100% tödlich.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Tollwut?

Tollwut ist eine Infektionskrankheit, die zumeist durch infizierte Tiere, wie Füchse oder Hunde übertragen wird. Die Tollwut selbst wird aber durch sogenannte Tollwut-Viren ausgelöst. Neben Hunden und Füchsen können in Deutschland aber auch Marder, Dachse und Fledermäuse die Tollwut auf den Menschen übertragen.

Da in Deutschland die Tollwut systematisch bekämpft wird, ist die Wahrscheinlichkeit von einem infizierten Tier angesteckt zu werden, in den letzten Jahren deutlich gesunken. Dennoch kommen gelegentliche Infektionen vor. Die Inkubationszeit der Tollwut ist durch die Forschung von drei bis acht Wochen angegeben. Gleichzeitig ist der Ausbruch der Krankheit aber auch von der übrertragenen Virusmenge abhängig.

Tollwut ist in Deutschland meldepflichtig und sollte umgehend vom Arzt behandelt werden, da die Krankheit unbehandelt tödlich enden kann. In Deutschland selbst kommen nur bis zu drei Tollwutfälle pro Jahr vor. In Indien jedoch noch 15.000 und in China ca. 5.000. Reisende in diese Länder sollten daher über eine Tollwutimpfung nachdenken und sich vom Arzt beraten lassen.

Ursachen für Tollwut

Die Ursachen für die Tollwut sind in den Tollwut-Viren zu finden, die zu den Rhabdo-Viren gehören. Eine Übertragung bzw. Infektion mit Tollwut erfolgt zumeist durch Wundinfektion wie Bissen aber auch durch Speichel von infizieren Tieren oder Menschen.

Danach verbeitet sich das Viren in den unmittelbar betroffenen Muskeln der Wunde und vermehren sich dann weiter über die Nerven zum Gehirn.

Hier wiederum gelangen sie in die Speicheldrüsen, wie der Bauchspeicheldrüse, wo sie selbst durch Speichel, Verdauungsäfte und Schweiß weiter übertragen werden können.

Typische Symptome und Anzeichen bei Tollwut

Infogramm zur Symptomatik und Vermeidung von Tollwut beim Menschen. Klicken, um zu vergrößern.

Krankheitsverlauf Tollwut

Der Verlauf der Tollwut ist vom rechtzeitigen Erkennen der Krankheit abhängig. Wird der Infizierte sofort nach einem Biss durch ein von tollwut infiziertes Tier behandelt, stehen die Heilungschancen günstig und Komplikationen sind eher selten.

Ist jedoch das Gehirn von den Tollwut-Viren befallen und die typischen Tollwut-Symptome treten in Erscheinung, so ist die Krankheit nicht mehr heilbar. Der Tod kann nicht mehr abgewendet werden und nur noch mit Mitteln der Intensivmedizin hinausgezögerten werden. Bisher gibt es erst einen Fall weltweit, bei der eine Patientin die Tollwut überlebte.

Behandlung von Tollwut

Nach einem Biss von einem potentiell an Tollwut erkrankten Tieres, sollte so schnell wie möglich der Arzt die Krankheit behandeln. Im Krankenhaus wird hierbei die infizierte Wunde mit einer starken Seifenlauge und Wasser gereinigt. Ziel ist es den Tollwut-Virus herauszuwaschen, bevor er in sich in der Muskulatur vermehren kann. Weiterhin wird mit Hilfe von Alkohol versucht den Erreger abzutöten und die Wunde zu desinfizieren.

Sind die Wunden bereits sehr tief, kann auch das Ausspühlen mit Kathetern erforderlich werden. Diese Behandlungsmaßnahmen erfolgen immer auf der Intensivstation und werden strengstens überwacht. Nach dem Herauswaschen wird ein sogenannter Totimpfstoff geimpft. Dieser Impfstoff und zusätzlich verabreichtes Immunglobin sollen den Patienten gegen die Tollwut immunisieren. Vorbeugend wird oftmals auch eine Imfpung gegen Wundstarrkrampf bzw. Tetanus durchgeführt.

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Vorbeugung gegen Tollwut

Am besten beugt man sich gegen Tollwut mit einer Schutzimpfung vor. Diese wird zwar nicht von allen Krankenkassen bezahlt, sollte aber besonders von Reisenden nach Amerika und Asien oder Tierärzten und Jägern in Erwägung geschlossen werden. Der Schutz dieser Impfung hält dann 5 Jahre an.

Weitere vorbeugende Maßnahmen sind die Vermeidung von Kontakt mit wilden und ungwöhnlich zahmen oder aggressiven Wildtieren. Wilde oder auffällige Tiere sollten nicht berührt werden oder nur mit Hilfe von Schutzhandschuhen angefasst werden.

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