Behandlung bei Zerrungen

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 5. Oktober 2017
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Mehr oder weniger gewaltsame Einwirkungen auf den Bewegungsapparat, zu dem Muskeln, Sehnen, Faszien und Gelenke zählen, stellen Verstauchungen, Prellungen und Zerrungen dar. Eine Verstauchung kann nur an Gelenken erfolgen. Bevorzugt ist hier das Fuß- und Handgelenk. Prellungen dagegen betreffen mehr die Weichteile, die Muskulatur und die oft darüber liegenden sehnigen Platten, die Faszien. Zerrungen erleidet man nur an der Muskulatur und deren Enden, die man als Sehnen bezeichnet. Jede der genannten Verletzungen unterscheidet sich von den anderen durch spezifische Merkmale. Die Verhaltensweise und die Behandlung erfolgt deshalb auch unterschiedlich.

Inhaltsverzeichnis

Ursachen von Zerrungen

Zerrungen treten an Muskeln und Sehnen auf infolge zu starker oder fehlgesteuerter Belastung, meistens dann, wenn sich die Muskulatur in einem schlecht trainierten Zustand befindet.

Was kann man nun selbst tun, wenn man eine Verletzung dieser Art erleidet?

Zerrungen treten an Muskeln und Sehnen auf infolge zu starker oder fehlgesteuerter Belastung, meistens dann, wenn sich die Muskulatur in einem schlecht trainierten Zustand befindet. Verletzungsbereitschaften sind auch dann gegeben, wenn Verletzungsrückstände nicht vollständig auskuriert wurden. Aber auch vorliegende Fokalherden, also Eiterherden, wie sie meistens an Zähnen, Mandeln, Nasennebenhöhlen, Blinddarm usw. vorkommen können, werden durch sogenannte Streuherde an entfernten Teilen des Bewegungsapparates sich oft wiederholende Zerrungen beobachtet.

Behandlung

Wenn hier keine Sanierung erfolgt, ist kaum mit einer dauerhaften Besserung zu rechnen. Zerrungen unterscheiden sich von Faserrissen dadurch, dass keine Trennung (Einrisse) von Gewebsfasern vorliegt, sondern nur eine Überdehnung. Diese Unterschiede werden deutlich erkennbar durch folgende Symptome:

Muskelzerrung

  • Bei Belastung ansteigender Schmerz, der aber eine, wenn auch geminderte Bewegung zuläßt. Nach einer Ruhepause zuerst größere Beschwerden, die dann in der nachfolgenden Bewegungsphase merklich nachlassen.
  • Es ist keine blaurote Verfärbung und kaum eine Anschwellung sichtbar.
  • Eine schmerzempfindliche umschriebene Stelle, auf Druck reagierend, ist fühlbar und von härterer Konsistenz als das umliegende Gewebe. Auch ist der Dehnungsschmerz symptomatisch.
  • Eine kontrollierte Bewegung ist bald wieder möglich, bei optimaler Behandlung kann die Wiederherstellungszeit relativ kurz sein.
  • Die Verheilung erfolgt ohne eine fühlbare Gewebsnarbe bzw. Muskelschwiele an der betroffenen Stelle.

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Muskelfaserriss

  • Spontan auftretender Schmerz wie ein Messerstich oder Steinwurf an der verletzten Stelle, der meist einen weiteren normalen Bewegungsablauf unmöglich macht.
  • Meist tritt ein sichtbarer Bluterguss auf, der nicht selten eine Verfärbung bis unterhalb der Verletzungsstelle zeigt.
  • An der Verletzungsstelle ist eine Muskellücke tastbar, die auf Druck sehr schmerzhaft ist. Es tritt eine starke Bewegungsbehinderung und Abwehrspannung auf, besonders bei Dehnung der Muskulatur.
  • Eine kontrollierte Bewegung und Belastung ist meist erst nach Abheilung der Rißstelle möglich. Die Wiederherstellungszeit dauert wesentlich länger als bei einer Muskelzerrung, ca. 4 - 8 Wochen.
  • Nach Abheilung bleibt immer eine fühlbare Narbenschwiele.

Bücher über Zerrungen

Quellen

  • Engelhardt, M. (Hrsg.): Sportverletzungen – Diagnose, Management und Begleitmaßnahmen. Urban & Fischer, München 2009
  • Grifka, J., Krämer, J.: Orthopädie, Unfallchirurgie. Springer, Heidelberg 2013
  • Rieger, H.: Sportverletzt – Was jetzt? Ursachen, Behandlung, Vorbeugung. Deutscher Ärzte-Verlag, Köln 2010

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