Hausmittel gegen Muskelkater

Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher am 14. Dezember 2016
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Wer es mit dem Sport übertreibt oder ungewohnten anstrengenden Tätigkeiten nachgeht, bekommt häufig am folgenden Tag eine schmerzhafte Rechnung. Ein Muskelkater ist aus medizinischer Sicht zwar nicht bedrohlich, aber dennoch äußerst unangenehm. Die guten alten Hausmittel sind in diesem Fall oft eine Wohltat und wirken mindestens ebenso gut wie teure Salben.

Inhaltsverzeichnis

Was hilft gegen Muskelkater?

Eines der wirksamsten Mittel gegen Muskelkater besteht darin, nicht erst abzuwarten, bis dieser sich einstellt. Eine heiße Dusche oder ein heißes Bad können nach körperlichen Aktivitäten dabei helfen, den Muskelschmerzen vorzubeugen.

Durch die Wärme wird die Durchblutung des Muskels gesteigert, sodass der Muskelkater entweder gar nicht auftritt oder einen weniger heftigen Verlauf nimmt. Als Badezusatz bietet sich beispielsweise Rosmarinöl an. Bei anstrengenden Aktivitäten benötigt der Körper vermehrt Magnesium zur Erregungsweiterleitung von den Nerven zu den Muskeln. Daher ist es äußerst hilfreich, bei sportlicher Betätigung oder anderweitiger starker Beanspruchung dieses Element zusätzlich zu sich zu nehmen. Der Handel bietet Magnesium beispielsweise in Form von Brausetabletten oder Kapseln an. Auch das Essen einer Banane lässt den Magnesiumspiegel ansteigen. Ebenfalls relevant für den Muskelstoffwechsel sind Kalzium und Kalium.

Die Hitze in einer Sauna beschleunigt die Muskeldurchblutung, wodurch Abfallprodukte des Stoffwechsels schneller abtransportiert und die betroffenen Partien zusätzlich mit Sauerstoff versorgt werden.

Wichtigste Behandlungsmethode bei Muskelkater ist die Schonung der betroffenen Bereiche. Der Körper benötigt für den Selbstheilungsprozess eine gewisse Zeit. Generell ist während dieses Zeitraums von hohen Kraftleistungen abzuraten. Die oft gehörte und geschriebene Auffassung „einfach weiter trainieren und den Muskel stählen“ ist definitiv falsch. Die Haarrisse heilen ohne entsprechende Ruhe nicht ab und das Risiko für einen Muskelfaserriss steigt. Eine leichte Belastung verstärkt hingegen die Durchblutung der Muskeln und sorgt für die schnelle Resorption von Ödemen und einen rascheren Abtransport der eingelagerten Milchsäure.

Darüber hinaus können gegen einen Muskelkater alle Maßnahmen zum Einsatz kommen, welche die Durchblutung der betroffenen Muskelpartien verbessern. Leichte Massagen (Selbstmassage) eignen sich ebenso gut wie gezielte Wärmebehandlungen, zum Beispiel durch Kompressen, und sanfte Dehnübungen.

Schnelle Hilfe

Ein sehr effektives Heilmittel bei Muskelkater ist ein Saunabesuch. Wer ein Fitnessstudio besucht, in dem eine Sauna zur Verfügung steht, sollte diese deshalb nach dem Training unbedingt nutzen. Die Hitze beschleunigt die Muskeldurchblutung, wodurch Abfallprodukte des Stoffwechsels schneller abtransportiert und die betroffenen Partien zusätzlich mit Sauerstoff versorgt werden.

Das vom Kampferbaum stammende ätherische Öl, welches es in Form von Cremes angeboten wird, fördert die Durchblutung ebenfalls. Für Kinder unter fünf Jahren ist dieses Mittel jedoch ungeeignet, da es zu Vergiftungserscheinungen führen kann. Chininsulfat zählt gleichfalls zu den muskelentspannenden Wirkstoffen. Es wird aus der Rinde des in Mittelamerika beheimateten Chincora-Baumes gewonnen und hat nach heutigem Kenntnisstand keine Nebenwirkungen.

Auch Salben mit Cayennepfeffer steigern die Durchblutung der Haut und der darunter liegenden Muskeln. Der Capsaicingehalt dieser Salben sollte jedoch 0,05 Prozent nicht überschreiten. Tinkturen und Pflaster mit diesem Wirkstoff sind ebenso erhältlich. Bei diesen ist ebenfalls auf einen nicht zu hohen Capsaicingehalt zu achten.

In der Rosskastanie ist durchblutungsförderndes und entzündungshemmendes Aescin enthalten, welches darüber hinaus die feinen Blutgefäße stärkt. Das Einreiben mit einer Cremezubereitung aus diesem Stoff kann bei einem Muskelkater schnell Linderung bringen.

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Alternative Heilmittel

Insbesondere die ältere Generation schwört auf die durchblutende Wirkung von Arnika-Schnaps oder Franzbranntwein. Arnika ist bereits seit Jahrhunderten als natürliches Schmerzmittel bekannt und wird in Form von Gelees beispielsweise auch bei Muskelschmerzen und gegen Muskelrisse eingesetzt.

Johanniskrautöl, welches bis zu dreimal täglich aufgetragen werden kann, zählt ebenfalls zu den altbekannten Hausmitteln bei Muskelkater. Schon seit Ewigkeiten wird es zur Wundbehandlung und bei schmerzenden Muskeln verwendet. Johanniskraut macht die Haut lichtempfindlich. Daher ist nach der Benutzung ein ausreichender Sonnenschutz wichtig.

Es gibt zwar keine wissenschaftlichen Belege, jedoch hat sich in kleineren Testreihen bestätigt, dass Sauerkirschsaft ebenfalls gegen Muskelkater hilft. Innerhalb einer Studie an einer US-amerikanischen Universität stellte sich zudem heraus, dass die Schmerzen bei Kaffeetrinkern nach zwei Tagen geringer waren, als die bei Probanden, welche keinen Kaffee tranken.

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